Mein Freund der Baum?

jenisch-park-baum-gegenlicht-sonne-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Vor einigen Jahren, da wurde über die anstehenden Großveranstaltungen gejubelt: Die Internationale Gartenschau (igs) und die Internationale Bauausstellung (IBA) im Jahre 2013 sollen Hamburg einen weiteren touristischen Schub geben.

Und dann war die Hansestadt ja auch noch Umwelthauptstadt Europas 2011. Die Weichen also sind gestellt: Hamburg, eine grüne Metropole?

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Doch nun wurde bekannt, dass auf der Elbinsel massiv Erlen, Linden, Ahorn und Pappeln gefällt wurden. Das Abendblatt addiert die Zahlen und verkündet: Mehr als 5.000 Bäume wurden für die Bereitstellung des Geländes bereits gefällt.

Die Bäume der Empörung wachsen zum Himmel

Der Aufschrei ist groß, mussten doch etwa etliche Bäume für einen Parkplatz weichen, der nach der igs freilich wieder „dem Erdboden gleich gemacht wird“.

Einst wurde davon gesprochen, dass behutsam in den Naturraum eingegriffen wird. Doch ob, wie etwa die igs verkündet, es sich bei der Rodung nur um „die Behebung von Pflegemängeln, die Vorbereitung von Ausstellungsflächen oder die Räumung von Kampfmitteln“ handelt, darf zumindest angezweifelt werden. In dem ein oder anderen Fall hätte es womöglich noch einen Plan B gegeben.

Sollte die Seilbahn tatsächlich kommen, also jene Schwebebahn, die von den Landungsbrücken die Besucher über die Elbe direkt bis zum Gelände der Gartenschau bringt, könnte ja zum Ausgleich in jeder Gondel eine Topfpflanze aufgestellt werden.

Womöglich wird sich die Aufregung aber spätestens dann legen, wenn die Internationale Gartenschau im kommenden Jahr ihre Pforten öffnet. Den Besuchern wird bewusst, welch wunderbares Naturschauspiel eine solche „Blümchenschau“ sein kann.

Grün ist die Hoffnung.

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