Internationale Gartenschau 2013 Hamburg: Erlebnisbericht und Bilder

sand-palmen-internationale-gartenschau-hamburg-igs-wilhelmsburg-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Ein Besuch der Internationalen Gartenschau in Hamburg im Realtest: Wir haben uns – knapp bemessene – vier Stunden Zeit genommen, um an einem Nachmittag unter der Woche das IGS-Gelände in Wilhelmsburg zu erforschen. Dabei haben wir uns bewusst nicht gezielt auf einzelne Themenwelten gestürzt, sondern haben „planlos“ das grüne Geschehen erlaufen.

Von der S-Bahn-Station Wilhelmsburg kommend ist der Besucher sogleich überrascht – und zwar von den Bauten der Internationalen Bauausstellung, die parallel zur IGS in Hamburg ihre „Pforten“ öffnet. Zwar sind noch nicht alle Wohnhäuser und Bürotürme fertiggestellt, doch die Farbvielfalt und der Facettenreichtum der Bauten geistert einem noch einige Minuten im Kopf rum – obwohl der Gartenfreund unlängst das IGS-Gelände betreten hat: IGS und IBA verschmelzen auf sehr löbliche Art und Weise.

Das Gelände der IGS derweil ist sehr weitläufig – dies ist Fluch und Segen zugleich. Zwar sind die Themenwelten klar abgegrenzt – doch die bereits im Vorfelde hinlänglich diskutierte Überquerung der Reichsstraße ist ein Bruch; nicht nur für die IGS, sondern für ganz Wilhelmsburg.

Die Einbeziehung einiger Kleingartensiedlungen hat ihren Charme – führt aber ebenfalls zu manch Bonus-Kilometer. Denn: Die futuristisch anmutende Gartenschaubahn, die einmal über das Gelände tingelt, kostet für Erwachsene stolze 7,50 Euro pro Rundfahrt extra. Auf der Buga in Koblenz konnte mit einer spektakulären Gondelfahrt zweimalig umsonst der Rhein überquert werden – wenngleich nur so die beiden getrennten Bereiche „erschlossen“ werden konnten.

Der Traum vom Garten

Doch damit genug der Kritikpunkte – folgend zahlreiche positiven Aspekte: Für Familienausflüge ist das IGS-Gelände wie gemalt: Begehbare grüne Wiesen auf Hügeln, die Wasserwelt inklusive „Planscheinlage“ und sehr schön angelegte Spielplätze inklusive Riesenrutsche sorgen dafür, dass so schnell keine „Quälgeister“ geboren werden.

Die Blumenbeete sind auf dem gesamten Gelände schön akzentuiert – und auch die kleinen grünen Oasen wollen erforscht werden, egal ob nun Regenwald oder Bambusbauwerk. Die Integrierung der bestehenden Wilhelmsburger Wasserflächen ist geglückt, wenngleich ein kleiner Bootsverleih oder ein paar Tretboote für womöglich ein wenig Abwechslung gesorgt hätten.

Ein erstes Fazit

Vier Stunden vergehen wie im Fluge, und schnell setzt die Erkenntnis ein: Ein zweiter Besuchstermin ist Pflicht. Denn das Schöne an einer Gartenschau ist der stetige Wandel.

Ein Gewinner steht bereits fest: Wilhelmsburg. Denn Teile der Parkanalgen bleiben genauso bestehen wie die Kletterwelt oder die neue Schwimmhalle. Ob jedoch für weit Gereiste die IGS ein besonderes Alleinstellungsmerkmal aufweist, darüber wird zu sprechen sein. Aber erst dann, wenn das Gelände tatsächlich in Gänze erforscht wurde. Dafür jedoch reichen vier Stunden nicht aus.

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