Alles zum Wohle der Gartenschau-Besucher

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Hamburg. Im kommenden Jahr findet auf der Elbinsel in Wilhelmsburg die mit Spannung erwartete Internationale Gartenschau statt. Im Vorfelde wird versucht, alles zu klären, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

So soll die Wilhelmsburger Reichsstraße während der igs für Lastwagen tagsüber tabu sein. Vielmehr sollen Lkws über die A1 und A255 umgeleitet werden. So jedenfalls plant es die Wirtschaftsbehörde der Hansestadt.

Die modernste Kletterhalle Deutschlands

Die Reichsstraße teilt die Elbinsel und das Gelände des igs: Zwischen April und Oktober sollen die Besucher ungestört über das Gartenareal flanieren können. Und ab November dann werden die ansässigen Bewohner wieder dem üblichen Lärm augesetzt?

Sperrn‘ statt Lärm

Das Ziel jedenfalls klingt ein wenig makaber: Während der Veranstaltungszeit soll die Lärmbelästigung auf dem igs-Gelände so weit wie möglich reduziert werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und Kulturveranstaltungen möglich zu machen.

Von 9 bis 22 Uhr soll ein komplettes Lkw-Verbot gelten. Nachts aber dürfen die Brummer weiter über den Asphalt „brettern“. Die Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer wird derweil von 70 auf 50 km/h gesenkt.

Kommt die schwebende IGS-Attraktion?

Der Unternehmensverband Hafen Hamburg erwartet chaotische Verkehrsverhältnisse im kommenden Jahr. Doch die Stadt sieht in dem Verkehrsvorhaben einen vertretbaren Kompromiss.

Zudem würden Lärmschutzwände, Asphaltausbesserungen, neue Auf- und Abfahrten nach der igs bestehen bleiben. Um es auf den Punkt zu bringen: Nachhaltigkeit auch nach der Blümchenschau.

Bleibt nur zu hoffen, dass während der igs festgestellt wird, wie schön es sein kann, wenn eine Verkehrstrasse einen Stadtteil nicht entzweit beziehungsweise zumindest der Lärmpegel „runtergefahren“ wird. Und womöglich wird auch in Sachen Verlegung der Reichsstraße etwas mehr… Gas gegeben.

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