iPad mini vs. Nexus 7: Mini-Tablets im Duell

ipad-mini-apple-screenshotapple.de/ Screenshot

Jahrelang war es „hip“, das alles größer wird – denken wir nur einmal daran, welche Plasmabildschirme mittlerweile in den Wohnstuben der Republik stehen. Auch bei Smartphones „muss“ das Display immer größer werden – selbst das iPhone 5 kommt nun mit einem 4-Zoll-Touchscreen des Weges, ganz zu schweigen vom Galaxy S3, oder vom Note 2! Alles wächst an. Mit einer Ausnahme: Tablets schrumpfen! Nun, nicht alle, aber fast jeder IT-Gigant schickt sich an, mit einer Mini-Variante den Markt zu erobern. Den Anfang machte Amazon mit seinem Kindle Fire (aktuelle Version in HD), dann zog Google in Kooperation mit Asus nach – das Nexus 7, genau – und nun versucht Apple mit seinem iPad mini zu punkten.

Ob das funktioniert? Wir geben eine Übersicht über die Mini-Tablet-Lage, beleuchten die aktuellen Gerätschaften und wagen schon einen Blick in die Zukunft.


Erste Verkaufszahlen geben Apple so denn recht: Zwar mag es etwas ungewöhnlich für den IT-Giganten aus Cupertino sein, dass er „nachlegt“ – doch das iPad mini wurde im Verbund mit dem neuen iPad 4 binnen weniger Tage immerhin drei Millionen Mal verkauft. Es steht zu vermuten, dass ein Großteil der Verkäufe auf das Konto der Mini-Variante fällt. Die Neugierde gerade bei vielen Apple-Jüngern dürfte ob des neuen Mni-Tablets groß sein.

Seit nunmehr einer Woche im Handel, scheint das iPad mini zumindest einmal keine Enttäuschung für Apple zu sein. Wobei eben im Falle des neuen Mini-Tablets von keiner Innovation gesprochen werden kann – gerade Amazon mit seinem Kindle Fire war deutlich schneller am Markt positioniert, und auch Google ist mit seinem Asus Nexus 7 bereits länger am Markt – wenngleich erst seit einigen Monaten.

Im Falle des „großen“ iPad-Reihe haben wir zuletzt gesehen, wie schnell Apple nachlegen kann: Im Frühjahr kam das „neue iPad“ 3 in den Handel, und gerade einmal ein halbes Jahr später zog Apple mit der vierten Generation seines Tablets nach.

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Wie lange es nun dauert, bis das iPad mini 2 auf den Markt kommt, darüber kann freilich nur spekuliert werden – Apple wird sich wie bisher gewiss nicht zu Spekulationen zu äußern, schließlich sollen zunächst einmal viele Millionen Devices der ersten Generation weltweit an den Mann und die Frau gebracht werden. Dennoch ranken sich – natürlich – schon einige Gerüchte um den Nachfolger: So berichtet cultofmac.com unter Berufung auf asiatische Quellen, dass das zweite iPad mini auf eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel setzen könnte. Das Retina Display wäre somit am „Start“. Zudem soll Sharp dabei helfen, dass das iPad mini 2 dünner wird als die erste Auflage; so wird zumindest kolportiert.

Doch auch Google wird sich nicht auf seinem Nexus 7 ausruhen. Es steht zu vermuten, dass bereits an neuen Mini-Tablets gewerkelt wird. Wer sich derweil zuletzt geärgert hat, das Nexus 7 in der 16-GB-Variante erstanden zu haben – obwohl wenige Tage später die neue 32-GB-Version für den gleichen Preis erhältlich war, der kann sich nun einen 50 Euro Gutschein sichern. Insofern der Kauf über den Store Google Play erfolgte. Auf der Support-Seite gibt der Suchmaschinen-Gigant genauere Auskünfte.

Die Mini-Tablets rücken – neben den „großen“ Varianten und den Smartphones – somit immer mehr in den Fokus.

Mini-Tablet-Schlagzeilen

Rosige Mini-Zeiten: Während sich Asus, Hersteller des kleinen Google-Tablets, dank der Nexus-Verkäufe im dritten Quartal über sehr löbliche Umsatzzahlen freuen darf, wurde auch das iPad mini in ersten Tests recht gut aufgenommen.

SpOn etwa bescheinigt dem neuen Apfel-Device ein gutes Gesamtpaket. So seien die Farben und Kontraste kräftig und der Touchscreen reagiere verzögerungsfrei. Doch auch die Hamburger Kollegen monieren den Preis: So werde es das iPad mini schwer haben gegen die Konkurrenz. Wie bereits berichtet, wird Apple für die kleinste Variante des „Minis“ 329 Euro veranschlagen – an Bord sind dann 16 GB Speicher.

Doch Google schläft nicht, und hat im Zuge der Vorstellung des neuen LG Nexus 4 und Nexus 10 Tablets weitere Versionen des Nexus 7 vorgestellt, etwa mit 3G-Unterstützung fürs Surfen unterwegs. Zudem wurde an der Preisschraube „gedreht“: Die 16 GB-Variante (ohne 3G) des Asus Nexus 7 kostet fortan statt 250 nur noch 200 Euro.


Und das sind dann mal eben 130 Euro weniger, als das iPad mini kosten wird. Reicht ein kultiger Markenname aus, um die Konkurrenz in Schach zu halten?

Vorstellung der kleinen Tablets

Die ersten Reaktionen im Netz auf das iPad mini sind und waren gespalten: Zwar wird das Gerät von der technischen Seite her betrachtet gelobt – doch der Preis erscheint einigen Analysten zu hoch. Doch wer hatte ernsthaft damit gerechnet, dass Apple ein Produkt zum Schnäppchenpreis anbietet?

Wir geben einen ersten Überblick über das neue Device des Apfel-Konzerns und wagen einen Vergleich mit dem Google Asus Nexus 7, das kürzlich auch in Deutschland erschienen ist.

Das iPad mini hingegen kommt hierzulande am 2. November auf den Markt. Monatelang war über ein kleines iPad spekuliert wurden – doch in den letzten Wochen war die „Beweislast“ fast erdrückend. So denn stellte Apple auf seiner Keynote tatsächlich sein neues und somit erstes „Mini“-Device vor.

Die Bildschirm-Diagonale beträgt 7,9 Zoll. Das iPad mini ist zudem wahrlich ein Fliegengewicht: 308 Gramm – hier liegt sicherlich ein Pluspunkt für alle jene, die das iPad – überraschenderweise hat Apple auch gleich die vierte Generation seines großen Tablets vorgestellt – in der Vergangenheit als zu schwer empfanden. Zudem lässt das Gewicht auch Google kurz zusammenzucken, wiegt das Nexus 7 doch einen Zacken mehr. Anders formuliert: In Sachen Gewicht begegnen sich das Asus Nexus 7 und das iPad mini auf Augenhöhe.

Während das Nexus 7 durch seine perfekte Abmischung von Hardware und Android zu überzeugen weiß – jedoch in Sachen „Power unter der Haube“ dem Preis von 250 Euro (16-GB-Variante) geschuldet ein wenig „gedrosselt“ des Weges kommt, ist das iPad mini im Vergleich leistungsstärker – der Preis liegt jedoch auch bei 330 Euro; freilich die Einstiegsvariante.

Damit in Sachen Leistung beim iPad mini wirklich nichts schief läuft, vertraut Apple auf einen Dual-Core-Prozessor, der in etwa auf dem Niveau des iPad 2 liegt. Videos sind dank der eingebauten Kamera in HD möglich – mit 1.080p liegt das iPad mini hier auf iPhone 5-Niveau.

Wohlgemerkt sind das Nexus 7 und die iPad mini Einstiegsvariante ohne 3G ausgestattet – zum Surfen bedarf es eines WLAN-Netzes. Das iPad Mini soll es jedoch auch in einer LTE (4G)-Version geben. Auch Google möchte auf seiner Konferenz in Kürze offenbar eine entsprechende „mobile Internet“-Variante des Nexus 7 für unterwegs vorstellen.

Das teuerste iPad mini wird übrigens satte 659 Euro kosten – dann mit LTE und 64 GB internen Speicher. Wenngleich die technischen Spezifikationen überzeugen: Ein wenig weniger wäre vermutlich mehr gewesen – wenn der Preis entsprechend ausgefallen wäre. Ein Schnäppchen ist das iPad mini gewiss nicht. Und manch User tendiert womöglich unter „diesen Umständen“ doch eher zum großen iPad. Oder aber er schaut sich das Nexus 7 einmal genauer an.

Das Google Asus Nexus 7 im Test

In Kopperation mit Asus hat Google sein erstes Tablet auf den Markt gebracht: Das Nexus 7 ist nunmehr seit wenigen Wochen auf dem Markt. ukonio.de hat das Tablet einem Test unterzogen.

Mit seinem 7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1.280 x 800 kann wahrlich von einem HD-Erlebnis gesprochen werden. Die Darstellung überzeugt vollends – und überrascht bei einem Preis von 200 Euro für die 8-GB-Variante und 250 Euro für die 16-GB-Version internen Speichers.

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Nexus 7

Laut aktueller Gerüchte legt Google alsbald übrigens eine Version mit 32 GB nach. Der Quadcore-Prozessor sorgt für die nötige Power unter der Haube. Ob es analog des iPad mini auch eine 64-GB-Variante geben wird, scheint aktuell eher unwahrscheinlich.

Die Darstellung auf dem Touchscreen ist gestochen scharf, die Farben sind brillant und nicht matt. Das Nexus liegt ob seiner kompakten Größe (198,5 x 120 x 10,45 Millimeter) sehr gut in der Hand, die geriffelte Rückseite macht einen soliden Eindruck – insgesamt hinterlässt das Google-Tablet gar einen hochwertigen Eindruck. Es ist übrigens ein „Leichtes“, das Nexus mit nur einer Hand zu halten – 340 Gramm lassen sich wahrlich stemmen. Wie schon erwähnt: Das iPad mini wiegt im Vergleich hierzu 308 Gramm.

Surfin’ Asus Nexus

Eine helle Freude ist es, sich mit dem Nexus 7 im World Wide Web auszutoben. Denn das Surfen im WLAN-Netz geht sehr schnell und flüssig von der Hand. User des Samsung Galaxy Nexus, also dem Google-Smartphone, fühlen sich ohnehin von Beginn an „heimisch“. Analog des Smartphones setzt auch das Nexus auf die On-Screen-Buttons. Jene drei „Knöpfe“ sind im Display integriert – und drehen sich mit, insofern auch das Nexus 7 etwa von der Vertikalen in die Horizontale geschwenkt wird. Ein schmucker Effekt. Das Nexus-Tablet unterstützt freilich „nur“ WLAN – das Smartphone fürs Surfen in der U-Bahn ersetzt das Device nicht.

Ein Plus ist natürlich die aktuelle Version des mobilen Google-Betriebssystems: Android 4.1 („Jelly Bean“) macht die Musik. Android 4.1 ist übersichtlich und lässt sich spielend leicht bedienen. Zudem werden Käufer des Tablets vor allen anderen Android-Tablet-Jüngern mit künftigen Updates bedacht. Das iPad mini setzt im Gegensatz auch iOS 6. Beide mobilen Betriebssystems sind bereits sehr ausgereift.

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Fazit: Wer einen treuen und kompakten Begleiter für die heimischen Wände sucht und einen Reader oder „Bespaßer“ (Spiele, Filme…) für unterwegs, der kann sich getrost auf das Nexus 7 stürzen.




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