iPhone 5: Verkauft sich Apples iPhone besser als erwartet?

apple-logo-jungfernstieg-andres-lehmannAndres Lehmann

Nach dem zuletzt durchaus einige eher „kritische“ Meldungen bezüglich des iPhone 5 die Runde machten, dürfte zumindest eine Headline von C|Net für einen sonnigen Moment sorgen: Die iPhone-Verkäufe sind laut eines Analysten besser als erwartet – jedoch sollte ein „may be“ in der Überschrift nicht verschwiegen werden.

Der Analyst Gene Munster der US-Investmentbank Piper Jaffra rechnete so denn vor, dass etwa der amerikanische Netzbetreiber Verizon im dritten Quartal dieses Jahres über 3 Millionen iPhones verkauft habe – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein sattes Plus von 15 Prozent. Über 600.000 Exemplare des neuen iPhone 5 wurden demnach an denn Mann und die Frau gebracht.


Insgesamt sei der iPhone-Verkauf jedoch um vier Prozent zurückgegangen. Aufgrund der anhaltenden Lieferschwierigkeiten des iPhone 5 wurde aber „ursprünglich“ mit einem noch größeren Rückgang gerechnet.

Am 25. Oktober wird Apple seine Quartalszahlen benennen. Dann lassen sich gewiss sämtliche iPhone-Analysten-Zahlenspiele belegen – oder eben nicht.

Weitere iPhone-5-Headlines

Das iPhone 5 kommt nicht so recht aus den Schlagzeilen. Auch wenn viele Tester das neue Device aus dem Hause Apple loben – kritische Stimmen haben sich in den letzten Wochen gemehrt. Gerade die Fertigung des neuen iPhone 5 wurde zuweilen kritisiert.

So ereilten uns in den letzten Wochen immer wieder Meldungen aus China: In den Werken von Foxconn, wohl wichtigster Zulieferer von Apple, gehe es zuweilen drunter und drüber. So wurde von einer Schlägerei berichtet – und einer zwischenzeitlichen Arbeitsniederlegung.

Nun schreibt das zumeist gut informierte Wall Street Journal, dass das iPhone 5 das bis dato „komplizierteste Gerät“ sei, das Foxconn produzieren musste. Ein „namenloser“ Firmenvertreter soll diese Information dem Journal „gesteckt“ haben. Frei nach dem Motto: „Psssst…“

Das „kompliziert“ beziehe sich vor allem auf die neue „Dicke“ des iPhone 5: Es ist schmaler als der Vorgänger, und daher komme neue Technik zum Einsatz. Und diese ist offenbar schwerer zu verbauen.

Doch auch das neue Aluminium-Unibody-Gehäuse sorgt weiterhin für Schlagzeilen – denn auch hier erklärt der „Insider“, dass die neue Beschichtung anfälliger sei als bisherige iPhone-Gehäuse. Ein neuer Kontrollvorgang sei eingeführt worden. Apple hatte die Kratzer zunächst als „normal“ abgetan – das sorgte zumindest einmal für Irritationen bei so manch Nutzer. Ob durch neue Arbeitsabläufe die Probleme mittlerweile in den Griff bekommen worden, bleibt abzuwarten.

Die Wartezeit hat sich derweil nicht verkürzt: Wer etwa direkt über apple.de ein neue iPhone 5 ergattern möchte, der muss noch immer einige Wochen ausharren. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass ob neuer Qualitätsstandards die Produktion langsamer voran ginge als zuvor. Auch dies führte in zumindest einem der Foxconn-Werke zeitweilig für Aufruhe, da die neuen Standards wohl zu „penibel“ seien – etwa was die Größe von Kratzern anbetreffe. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich der „Wirbel“ um das neue iPhone 5 alsbald legt.

Das iPhone-5-Foto-Problem

Wer mit dem iPhone 5 Gegenlichtaufnahmen macht – also eine Lichtquelle ins „Visier“ nimmt (und das Bild dadurch recht dunkel erscheinen lässt), hat etwa eine gelbe Sonnenkugel abgelichtet – aber darüber hinaus auch eine Menge lila auf dem Display.

Das Kind hat auch einen Namen: Purple Fringing-Effekt. Selbst mit einer Spiegelreflexkamera können zuweilen mal ein, zwei lila Stellen auf einem Foto „auftauchen“ – beziehungsweise das Farbspektrum wird erweitert oder ist anders, als es Mutter Natur vorgibt. Das wirkt zuweilen aber noch künstlerisch. Gegenlichtaufnahmen mit dem iPhone 5 – so, wie sie zuhauf in Foren gepostet werden, sind aber gewiss nicht die Regel – denn das Lila nimmt eindeutig „Oberhand“.

Das hat nun offenbar auch Apple eingesehen. Zunächst wurde in Cupertino kein Problem gesehen, mittlerweile heißt es in einer Stellungnahme, der besagte Effekt sei nichts „ungewöhnliches“.

Doch immerhin werden dem iPhone 5-User noch ein paar Tipps gegeben: So soll die Kamera möglichst von der Lichtquelle weggedreht werden. Gut, auf die Idee kommt der geneigte Hobbyfotograf womöglich auch selbst. Und insofern das Objektiv „schattig“ sei – könne auch dies hilfreich sein.

Auch wenn selbstverständlich eine Smartphone-Kamera nicht dieselben brillanten Bilder erstellen kann wie eine Spiegelreflexkamera, so könnte es durchaus sein, dass sich die Schnappschuss-Qualität des iPhone 5 womöglich in just jener speziellen Gegenlicht-Situation im Vergleich zu den vorigen iPhones verschlechtert hat.

Mit dem iPhone 3G, dem iPhone 4 und 4S ist der ukonio.de-Redaktion ein solch massives Problem, wie von vielen Usern beschrieben, jedenfalls nicht untergekommen.

Ob derweil ein Software-Update an der Problematik etwas wird lindern können, darf zumindest angezweifelt werden. Noch ist der der iPhone 5-User also nicht so recht im Bilde.

Die iPhone-5-Foto-Vorgeschichte

Es ist schon erstaunlich: An sich sollte man meinen, dass ein Smartphone vor allem zum Telefonieren da ist. Doch Studien haben bereits belegt, dass es den Usern vor allem auf die Internetnutzung ankommt. Doch auch das Fotografieren spielt eine gewichtige Rolle.

Und so rückt beim neuen iPhone 5 einmal mehr die Kamera in den „Fokus“, will heißen: Bilder – im speziellen Gegenlichtaufnahmen – können einen „lila Stich“ haben. Bis dato sind jedoch noch keine Meldungen aufgetaucht, wonach auch fotografierte Kühe auf dem iPhone-Display in lila erstrahlen.

Apple hat nun auf die Kritik reagiert und meint in einem Post auf support.apple.com, der User müsse das iPhone 5 im – frei übersetzt –richtigen Winkel halten. Nun, bevor nun einmal mehr eine hitzige Debatte darüber entbrennt, wie gut oder wie schlecht das Fotografieren mit einem Smartphone überhaupt möglich ist, präsentieren wir ein am heutigen Tage aufgenommenes Foto. Es entstand mit einem Smartphone – „Auslöser“ war ein Motiv, das es schlicht zu fotografieren galt – denn: Wie oft „erhellt“ ein sonntäglicher Regenbogen über der beschaulichen Ostsee unser Leben? Und genau für eine solche „spontane“ Situation ist die Foto-Funktion eines Smartphones eine sehr löbliche Angelegenheit.

Das oben „geknipste“ Bild entstand mit dem Samsung Galaxy Nexus. Genau, jenes Device mit einer angeblich nicht so guten Kamera. Doch im Vergleich zum iPhone 5 oder Galaxy S3 muss sich die Kamera des Nexus mit seinen 5 Megapixeln (im Vergleich hierzu 8 Megapixel beim iPhone 5 und beim Galaxy S3) nicht verstecken. Es geht um Schnappschüsse. Wer nun in den Urlaub fliegt – so ganz ohne Spiegelreflex- oder Kompaktkamera, der muss womöglich mit matten Farben, einem lila Stich oder Bildrauschen leben. Das gilt für alle Smartphones, mit denen die ukonio.de-Redaktion bis dato Bilder erstellt hat.

Und egal, ob so manche Bilder, die mit dem neuen iPhone 5 erstellt wurden, nun einen lila Stich haben oder nicht: Ein Sony-Sensor alleine reicht nicht aus, um mit einem Smartphone Bilder zu erstellen, wie sie auch eine Spiegelreflex-Kamera zaubert. Zugegeben keine besonders „erhellende“ Erkenntnis.

iPhone 5 und Galaxy S3 im aktuellen Store-Test

Das iPhone 5 von Apple und das Samsung Galaxy S3 sind aktuell die wohl am meist besprochenen Smartphones auf unserem Globus. Grund genug für die ukonio.de-Redaktion, sich beide Devices einmal genau anzuschauen. „Unter die Lupe“ nehmen wir dabei weder das iPhone 5 – noch das Samsung Galaxy S3.

Vielmehr gingen wir an die Front – und haben beide Smartphones im Laden getestet und zudem auf die Reaktionen weiterer Interessenten geachtet. Dabei haben wir so manch Erkenntnis gewonnen. Im Gegensatz zu anderen Tests liefern wir hier keine Laborergebnisse.


Wir haben auch kein Smartphone gewogen und vermessen oder es im Rahmen eines „Falltests“ mutwillig zerstört – es geht schlicht um unsere und die Eindrücke weiterer User. Welches Device also schlägt sich besser?

Das iPhone 5 kann selbstverständlich am besten in einem Apple Store „begutachtet“ werden. Mit seinen Stores ist es dem amerikanischen IT-Giganten tatsächlich gelungen, seine Produkte auf eine unaufgeregte Art und Weise vorzustellen.

Auch wir schlenderten in einen Apfel-Store und „stürzten“ uns auf ein iPhone 5 – von denen gefühlt 50 Stück nach belieben betatscht werden können. Der erste Eindruck: Das Device ist tatsächlich „eine ganze Ecke“ leichter als das iPhone 4S. Ein User neben uns sagt zu seiner Gattin: „Also ich weiß nicht, das iPhone ist nun ja völlig schwarz.“ Er spielt auf das neue Aluminium-Unibody-Gehäuse an, das ob vieler User-Beschwerden ohnehin in der Kritik steht, ist es doch anfällig für Kratzer. Die schwarzen Ränder wirken tatsächlich nicht mehr so hochwertig wie die „silberne Erscheinung“ des Vorgängers. Die neue Darstellung in 16:9 ist „dank“ des 4-Zoll-Displays gewöhnungsbedürftig. Doch ein Aha-Erlebnis bleibt – so auch beim Herren neben uns: „Es ist echt leichter.“

Apple Maps: Wirklich ein totaler Reinfall?

Selbstverständlich haben wir uns gleich Apple Maps angeschaut, hier hagelte es Kritik. Doch im WLAN-Netz läuft die Navigation flüssig – und zumindest unsere eingegebenen Ziele wurden richtig angezeigt und endeten nicht im Fluss. Es steht zu vermuten, dass sich die Aufregung um Apple Maps in einigen Wochen gelegt hat – spätestens dann, wenn Apple dank der vielen User-Ergebnisse nachgebessert hat. Die 3D-Ansichten der Städte sind zudem sehr nett anzuschauen – doch dürfte diese Funktion für „unterwegs“ ein wahrer MB-Schlucker sein. Google Maps jedoch bleibt eine Bank, an der Android-User ohne wenn und aber ihre Freude haben.

Trotz iOS 6 bleibt der Eindruck: Es hat sich irgendwie wenig verändert beim neuen iPhone 5. Ein Mann, der uns gegenübersteht, moniert: „Sieht ja wieder gleich aus.“ Ja Mensch, da hätte er einfach mal die Unterseite des iPhones anschauen sollen: Der Dock-Connector ist deutlich geschrumpft!

Das iPhone 5 im Sinn…

In einem großen Elektronikfachmarkt haben wir zudem das Samsung Galaxy S3 „getestet“ – und das mit den iPhone-5-Eindrücken im Hinterkopf. Zwar ist auch das S3 ein „Fliegengewicht“, doch das Plastik der Hülle wirkt schlicht nicht hochwertig. Dass sich auch mit diesem Material besseres bewerkstelligen lässt, zeigt ein weiteres Device aus dem Hause der Südkoreaner: Das Samsung Galaxy Nexus macht einen hochwertigen Eindruck – und ist irgendwie griffiger. Die Farben auf dem S3-Display sind derweil brilliant, die PenTile-Technologie fällt uns beim Surfen nicht auf.

Neben uns steht ein junger User – er beobachtet uns beim Wischen und Tatschen: „Das S3 ist das Beste!“, sagt er ungefragt – und vermutlich würde er auch keine Provision erhalten, würden wir gleich zehn Galaxy S3-Smartphones käuflich erstehen. In seinen Augen ist pure Euphorie abzulesen. Das muss Liebe sein.

Android 4.0.4 („Ice Cream Sandwich“) läuft „trotz“ der Samsung-Benutzeroberfläche TouchWiz sehr flüssig. Doch während Android stets weiter entwickelt wurde, beschlich uns bei iOS 6 auf dem iPhone 5 ein wenig das Gefühl von Langeweile: Die fehlende Möglichkeit der Integration von Widgets ist bei iOS nach wie vor ein Manko – wenngleich sich iOS und Android in vielen Punkten, Stichwort „Rolloeffekt“, längst gleichen. Aber womöglich wird eine iOS-Generalüberholung von vielen Apple-Jüngern gar nicht gewünscht, hat man sich doch an das mobile Betriebssystem gewöhnt. Und zwar „so wie es ist“. Aber ein wenig Innovation hat noch nie geschadet, oder?

Ein Fazit

Nach einer Viertelstunde stellen wir das iPhone 5 wieder behutsam in die Ladestation. Kratzer sind uns am Gehäuse nicht aufgefallen, iOS läuft sehr flüssig, das Retina-Display ist gestochen scharf. Doch sieht so das nächste große Ding aus?

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Auch das Samsung Galaxy S3 legen wir nach einigen Minuten wieder aus der Hand – der Samsung-Mitarbeiter kreiste schon bedrohlich um uns. Ständig klappte er auf seinem S3-Device die grüne Schutzhülle auf und zu – dann schon lieber ein schwarzes Device, so unser Gedanke. Oder wer würde sein Highend-Smartphone schon freiwillig mit einer mintgrünen Hülle „schützen“?

Der User hat die Qual der Wahl; so denn die Portokasse gut gefüllt ist. Das iPhone 5 ist gewiss ein leistungsstarkes Device. Das Samsung Galaxy S3 dürfte dem neuen Smartphone des IT-Giganten aus Cupertino jedoch nahezu in keinem Punkte nachstehen. Denn – schenkt man all den Foreneinträgen und den neuen Meldungen rund um Foxconn Glauben – ist die Verarbeitung des iPhone 5 nicht mehr so hochwertig wie bei den Vorgängern.

Aber auch das ist natürlich Ansichtssache.




1 Kommentar zu "iPhone 5: Verkauft sich Apples iPhone besser als erwartet?"

  1. Also das iphone 5 ist für mich das best verarbeitete iPhone überhaupt, das mag daran liegen das mein iphone in einem perfekten Zustand bei mir ankam. Ich habe genauso ein Android devie allerdings ein Tablet. Ich denke das auf einem Tablet Android einfach das „offenere System“ ist. Aber auf meinem iPhone liebe ich die Einfachheit meines iOS 6 sehr denn sehr rasch komme ich zum gewünschten Bereich, Programm etc. Das klappt bei Android nach meiner Auffassung nicht immer ganz.
    Aber seien wir mal ernst, auf Apple liegt ein enormer Druck, Apple hat die Smart Phones zu dem gemacht was diese heute sind, vor dem ersten iphone oh mein Gott will garnicht drüber nachdenken. Nun will aber jeder nachdem man sich ein wenig bei Apple abgeschaut hat (in Sachen Benutzbarkeit) gerade dieses „iphone“ übertrumpfen. Nun ja daher werden die komischsten vergleiche angestellt. Ehrlich gesagt muss ich sagen: brauche ich NFC? oder ein riesigen Akku? (letzterem Sage ich ja, obwohl mein Akku nen ganzen Tag hält) also meine persönliche Meinung ist wie immer, das Apple Handy ist einfach sehr hochwertig durch sein Aluminium Gehäuse oder beim 4er das Glas. Allein aus dem Grund und der Tatsache das es einfach „sehr“ leistungsstark ist (und das mit 2 Kerne weniger als die meisten anderen) bleibt es für mich quasi der Mercedes unter den Handys.

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