iPhone 5: Längere Lieferzeiten wegen neuer Qualitätsrichtlinien?

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Der Branchendienst Bloomberg will davon Wind bekommen haben, dass Apples wichtigster Zulieferer, Foxconn in China, noch immer Probleme bei der Fertigung des neuen iPhone 5 hat.

Seit dem Release ist das neue Smartphone von Apple in den Schlagzeilen – und das nicht nur wegen überzeugender Tests, sondern auch wegen Beschädigungen am Unibody-Aluminium-Gehäuse. Dieses neu konzipierte Gehäuse ist ganz offenbar anfälliger für Kratzer als die vorigen iPhones, bei denen die gläserne Rückseite so schnell nichts erschüttern konnte.

Der IT-Gigant aus Cupertino soll laut Bloomberg nun eine höhere Qualitätskontrolle bei der Fertigung veranlasst haben. Dies stieß bei den Foxonn-Mitarbeitern wohl zunächst auf wenig Gegenliebe – denn das Aluminium könne bei nahezu jedem Fertigungsschritt leichte „Blessuren“ erleiden.


Doch die neuen Richtlinien sind wohl bereits in Kraft getreten. Dies wiederum verzögere die Herstellung weiterer iPhone 5 – und somit vermutlich auch die Lieferzeit. Aktuell müssen sich User und potenzielle Käufer ain Deutschland uf mehrwöchige Lieferzeiten einstellen.

iPhone 5 und lila-stichige Bilder

Wer mit dem iPhone 5 Gegenlichtaufnahmen macht – also eine Lichtquelle ins „Visier“ nimmt (und das Bild dadurch recht dunkel erscheinen lässt), hat etwa eine gelbe Sonnenkugel abgelichtet – aber darüber hinaus auch eine Menge lila auf dem Display.

Das Kind hat auch einen Namen: Purple Fringing-Effekt. Selbst mit einer Spiegelreflexkamera können zuweilen mal ein, zwei lila Stellen auf einem Foto „auftauchen“ – beziehungsweise das Farbspektrum wird erweitert oder ist anders, als es Mutter Natur vorgibt. Das wirkt zuweilen aber noch künstlerisch. Gegenlichtaufnahmen mit dem iPhone 5 – so, wie sie zuhauf in Foren gepostet werden, sind aber gewiss nicht die Regel – denn das Lila nimmt eindeutig „Oberhand“.

Das hat nun offenbar auch Apple eingesehen. Zunächst wurde in Cupertino kein Problem gesehen, mittlerweile heißt es in einer Stellungnahme, der besagte Effekt sei nichts „ungewöhnliches“.

Doch immerhin werden dem iPhone 5-User noch ein paar Tipps gegeben: So soll die Kamera möglichst von der Lichtquelle weggedreht werden. Gut, auf die Idee kommt der geneigte Hobbyfotograf womöglich auch selbst. Und insofern das Objektiv „schattig“ sei – könne auch dies hilfreich sein.

Auch wenn selbstverständlich eine Smartphone-Kamera nicht dieselben brillanten Bilder erstellen kann wie eine Spiegelreflexkamera, so könnte es durchaus sein, dass sich die Schnappschuss-Qualität des iPhone 5 womöglich in just jener speziellen Gegenlicht-Situation im Vergleich zu den vorigen iPhones verschlechtert hat.

Mit dem iPhone 3G, dem iPhone 4 und 4S ist der ukonio.de-Redaktion ein solch massives Problem, wie von vielen Usern beschrieben, jedenfalls nicht untergekommen.

Ob derweil ein Software-Update an der Problematik etwas wird lindern können, darf zumindest angezweifelt werden. Noch ist der der iPhone 5-User also nicht so recht im Bilde.

Die iPhone-5-Foto-Vorgeschichte

Es ist schon erstaunlich: An sich sollte man meinen, dass ein Smartphone vor allem zum Telefonieren da ist. Doch Studien haben bereits belegt, dass es den Usern vor allem auf die Internetnutzung ankommt. Doch auch das Fotografieren spielt eine gewichtige Rolle.

Und so rückt beim neuen iPhone 5 einmal mehr die Kamera in den „Fokus“, will heißen: Bilder – im speziellen Gegenlichtaufnahmen – können einen „lila Stich“ haben. Bis dato sind jedoch noch keine Meldungen aufgetaucht, wonach auch fotografierte Kühe auf dem iPhone-Display in lila erstrahlen.

Apple hat nun auf die Kritik reagiert und meint in einem Post auf support.apple.com, der User müsse das iPhone 5 im – frei übersetzt –richtigen Winkel halten. Nun, bevor nun einmal mehr eine hitzige Debatte darüber entbrennt, wie gut oder wie schlecht das Fotografieren mit einem Smartphone überhaupt möglich ist, präsentieren wir ein am heutigen Tage aufgenommenes Foto. Es entstand mit einem Smartphone – „Auslöser“ war ein Motiv, das es schlicht zu fotografieren galt – denn: Wie oft „erhellt“ ein sonntäglicher Regenbogen über der beschaulichen Ostsee unser Leben? Und genau für eine solche „spontane“ Situation ist die Foto-Funktion eines Smartphones eine sehr löbliche Angelegenheit.

Das oben „geknipste“ Bild entstand mit dem Samsung Galaxy Nexus. Genau, jenes Device mit einer angeblich nicht so guten Kamera. Doch im Vergleich zum iPhone 5 oder Galaxy S3 muss sich die Kamera des Nexus mit seinen 5 Megapixeln (im Vergleich hierzu 8 Megapixel beim iPhone 5 und beim Galaxy S3) nicht verstecken. Es geht um Schnappschüsse. Wer nun in den Urlaub fliegt – so ganz ohne Spiegelreflex- oder Kompaktkamera, der muss womöglich mit matten Farben, einem lila Stich oder Bildrauschen leben. Das gilt für alle Smartphones, mit denen die ukonio.de-Redaktion bis dato Bilder erstellt hat.

Und egal, ob so manche Bilder, die mit dem neuen iPhone 5 erstellt wurden, nun einen lila Stich haben oder nicht: Ein Sony-Sensor alleine reicht nicht aus, um mit einem Smartphone Bilder zu erstellen, wie sie auch eine Spiegelreflex-Kamera zaubert. Zugegeben keine besonders „erhellende“ Erkenntnis.

iPhone 5 und Galaxy S3 im aktuellen Store-Test

Das iPhone 5 von Apple und das Samsung Galaxy S3 sind aktuell die wohl am meist besprochenen Smartphones auf unserem Globus. Grund genug für die ukonio.de-Redaktion, sich beide Devices einmal genau anzuschauen. „Unter die Lupe“ nehmen wir dabei weder das iPhone 5 – noch das Samsung Galaxy S3.

Vielmehr gingen wir an die Front – und haben beide Smartphones im Laden getestet und zudem auf die Reaktionen weiterer Interessenten geachtet. Dabei haben wir so manch Erkenntnis gewonnen. Im Gegensatz zu anderen Tests liefern wir hier keine Laborergebnisse.

Wir haben auch kein Smartphone gewogen und vermessen oder es im Rahmen eines „Falltests“ mutwillig zerstört – es geht schlicht um unsere und die Eindrücke weiterer User. Welches Device also schlägt sich besser?

Das iPhone 5 kann selbstverständlich am besten in einem Apple Store „begutachtet“ werden. Mit seinen Stores ist es dem amerikanischen IT-Giganten tatsächlich gelungen, seine Produkte auf eine unaufgeregte Art und Weise vorzustellen.

Auch wir schlenderten in einen Apfel-Store und „stürzten“ uns auf ein iPhone 5 – von denen gefühlt 50 Stück nach belieben betatscht werden können. Der erste Eindruck: Das Device ist tatsächlich „eine ganze Ecke“ leichter als das iPhone 4S. Ein User neben uns sagt zu seiner Gattin: „Also ich weiß nicht, das iPhone ist nun ja völlig schwarz.“ Er spielt auf das neue Aluminium-Unibody-Gehäuse an, das ob vieler User-Beschwerden ohnehin in der Kritik steht, ist es doch anfällig für Kratzer. Die schwarzen Ränder wirken tatsächlich nicht mehr so hochwertig wie die „silberne Erscheinung“ des Vorgängers. Die neue Darstellung in 16:9 ist „dank“ des 4-Zoll-Displays gewöhnungsbedürftig. Doch ein Aha-Erlebnis bleibt – so auch beim Herren neben uns: „Es ist echt leichter.“

Apple Maps: Wirklich ein totaler Reinfall?

Selbstverständlich haben wir uns gleich Apple Maps angeschaut, hier hagelte es Kritik. Doch im WLAN-Netz läuft die Navigation flüssig – und zumindest unsere eingegebenen Ziele wurden richtig angezeigt und endeten nicht im Fluss. Es steht zu vermuten, dass sich die Aufregung um Apple Maps in einigen Wochen gelegt hat – spätestens dann, wenn Apple dank der vielen User-Ergebnisse nachgebessert hat. Die 3D-Ansichten der Städte sind zudem sehr nett anzuschauen – doch dürfte diese Funktion für „unterwegs“ ein wahrer MB-Schlucker sein. Google Maps jedoch bleibt eine Bank, an der Android-User ohne wenn und aber ihre Freude haben.

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Trotz iOS 6 bleibt der Eindruck: Es hat sich irgendwie wenig verändert beim neuen iPhone 5. Ein Mann, der uns gegenübersteht, moniert: „Sieht ja wieder gleich aus.“ Ja Mensch, da hätte er einfach mal die Unterseite des iPhones anschauen sollen: Der Dock-Connector ist deutlich geschrumpft!

Das iPhone 5 im Sinn…

In einem großen Elektronikfachmarkt haben wir zudem das Samsung Galaxy S3 „getestet“ – und das mit den iPhone-5-Eindrücken im Hinterkopf. Zwar ist auch das S3 ein „Fliegengewicht“, doch das Plastik der Hülle wirkt schlicht nicht hochwertig. Dass sich auch mit diesem Material besseres bewerkstelligen lässt, zeigt ein weiteres Device aus dem Hause der Südkoreaner: Das Samsung Galaxy Nexus macht einen hochwertigen Eindruck – und ist irgendwie griffiger. Die Farben auf dem S3-Display sind derweil brilliant, die PenTile-Technologie fällt uns beim Surfen nicht auf.


Neben uns steht ein junger User – er beobachtet uns beim Wischen und Tatschen: „Das S3 ist das Beste!“, sagt er ungefragt – und vermutlich würde er auch keine Provision erhalten, würden wir gleich zehn Galaxy S3-Smartphones käuflich erstehen. In seinen Augen ist pure Euphorie abzulesen. Das muss Liebe sein.

Android 4.0.4 („Ice Cream Sandwich“) läuft „trotz“ der Samsung-Benutzeroberfläche TouchWiz sehr flüssig. Doch während Android stets weiter entwickelt wurde, beschlich uns bei iOS 6 auf dem iPhone 5 ein wenig das Gefühl von Langeweile: Die fehlende Möglichkeit der Integration von Widgets ist bei iOS nach wie vor ein Manko – wenngleich sich iOS und Android in vielen Punkten, Stichwort „Rolloeffekt“, längst gleichen. Aber womöglich wird eine iOS-Generalüberholung von vielen Apple-Jüngern gar nicht gewünscht, hat man sich doch an das mobile Betriebssystem gewöhnt. Und zwar „so wie es ist“. Aber ein wenig Innovation hat noch nie geschadet, oder?

Ein Fazit

Nach einer Viertelstunde stellen wir das iPhone 5 wieder behutsam in die Ladestation. Kratzer sind uns am Gehäuse nicht aufgefallen, iOS läuft sehr flüssig, das Retina-Display ist gestochen scharf. Doch sieht so das nächste große Ding aus?

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Auch das Samsung Galaxy S3 legen wir nach einigen Minuten wieder aus der Hand – der Samsung-Mitarbeiter kreiste schon bedrohlich um uns. Ständig klappte er auf seinem S3-Device die grüne Schutzhülle auf und zu – dann schon lieber ein schwarzes Device, so unser Gedanke. Oder wer würde sein Highend-Smartphone schon freiwillig mit einer mintgrünen Hülle „schützen“?

Der User hat die Qual der Wahl; so denn die Portokasse gut gefüllt ist. Das iPhone 5 ist gewiss ein leistungsstarkes Device. Das Samsung Galaxy S3 dürfte dem neuen Smartphone des IT-Giganten aus Cupertino jedoch nahezu in keinem Punkte nachstehen. Denn – schenkt man all den Foreneinträgen und den neuen Meldungen rund um Foxconn Glauben – ist die Verarbeitung des iPhone 5 nicht mehr so hochwertig wie bei den Vorgängern.

Aber auch das ist natürlich Ansichtssache.




1 Kommentar zu "iPhone 5: Längere Lieferzeiten wegen neuer Qualitätsrichtlinien?"

  1. Martin Grasekamp | 13. Oktober 2012 um 09:58 | Antworten

    Man Leute, checkt es mal !

    Apple sollte seine Produkte nicht in Asien, sondern vermehrt in Europe und USA produzieren, denn hier werden die Dinger ja auch gekauft.

    Bislang war Foxconn ja beliebt, weil das da billiger war.
    Man sollte aber mal umdenken, der einzigste Vorteil ist eh bald weg, denn China wird so langsam teuer und weitere Vorteile sehe ich nicht.

    Wenn wir uns hier über schlechte Arbeitsbedingungen aufregen, sollten wir mal überlegen, dass die Chinesen dort ein super Leben haben, die Produkte sind dort auch nicht so teuer wie hier und der Lohn reicht dort durchaus zum Leben.

    Das die Qualitätsstandards einzuhalten sind, liegt in der Natur der Sache, Aufstände, wie sie jetzt in dem Werk passiert sind, halte ich für unterste Schublade.
    Das Personal dort sollte sich mal ein bisschen zusammenreissen… […]

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