iPhone 5 Produktion: Die Fäuste fliegen

apple-store-fassade-jungfernstieg-andres-lehmannAndres Lehmann

Das klingt schon fast nach Hollywood: Das iPhone 5 ist seit Freitag auf dem Markt und geht weg wie warme Semmeln. Fünf Millionen der neuen Devices von Apple wurden bereits „vertickt“, Bilder von Warteschlangen vor den Apple Stores gingen um die Welt; doch Analysten geben sich skeptisch bis enttäuscht. Sie sind teils von noch höheren Verkaufszahlen ausgegangen. Aber wie soll man etwas verkaufen, was man nicht hat?

Apple könnte vermutlich noch viel mehr Smartphones der sechsten iPhone-Generation absetzen, doch das iPhone 5 macht sich derzeit rar. Ein Grund ist die Fertigung – und hier kommt Focxonn, der wohl wichtigste Zulieferer von Apple, ins Spiel.

In einem Werk in China kam es – und das ist kein Scherz – zu einer Massenschlägerei im Schlafsaal. Nun soll die Produktion in einem Werk ruhen, in dem mal eben 79.000 Menschen arbeiten. Schon gehen Experten davon aus, dass dies keine gute Nachricht ist. Oha, wurden da die Sterne gedeutet?


Nun also wurde jenes Werk im Norden Chinas geschlossen, weil erst einmal überprüft werden müsse, warum sich im Schlafsaal geprügelt wurde – und nicht geschlummert. Gab es womöglich bei so manch Mitarbeiter ein Schlafdefizit?

Eskalation imm Schlafsaal

Laut Foxconn soll es sich um einen „privaten Streit“ gehandelt haben. Dass sich bei einem privaten Streit mal eben 2.000 Menschen prügeln, ist dann aber wohl doch eher eine „Seltenheit“ und wirft einmal mehr kein gutes Licht auf die Arbeitsbedingungen bei Foxconn. 40 Mitarbeiter sind derweil bei der Keilerei verletzt worden – und, hier hört der Spaß endgültig auf, drei von den Mitarbeitern seien in einem „ernsten Zustand“. Sicherheitskräfte seien in dem Werk zudem massiv eingeschritten – solche Meldungen geistern durchs Netz und zeigen einmal mehr, unter welchen widrigen Umständen die Fertigung, etwa des iPhone 5, von statten geht…

Schon zuletzt sorgte Foxconn immer wieder für negative Schlagzeilen, so war etwa von Studenten-Ausbeutung die Rede. Doch das scheint den Analysten egal zu sein…

iPhone 5: Und die Sonnenseite…

Ist das iPhone 5 nun der Überflieger? Oder setzt das neue Smartphone nach dem Hype und der großen Euphorie im Vorfelde bereits zum Landenanflug an? Die Reaktionen im Netz sind aktuell jedenfalls gespalten.

Und dabei sind nicht nur die Testergebnisse gemeint, auch die Erfahrungen der User könnten unterschiedlicher kaum sein – mit einer Ausnahme: Apple Maps ist ganz offenbar noch nicht ausgereift – hier muss Apple nachbessern, um dem von iOS verbannten Google Maps (das Aufrufen des Google-Kartendienstes ist freilich noch immer über den Safari-Brower möglich) das Wasser reichen zu können. In jenem Wasser etwa sind bei Appe Maps Einrichtungen „verortet“. Doch trotz all der Häme, die sich bezüglich Appe Maps derzeit über dem IT-Giganten aus Cupertino ergießt – baden gegangen ist der Apfel-Konzern mit dem iPhone der sechsten Generation gewiss nicht: Viele User sind freudig erregt ob ihrer Neuerwerbung.

Bereits fünf Millionen iPhone 5 wurden binnen weniger Tage verkauft – und nun heißt es für viele User: Geduld aufbringen. Zwar sollen Apple Stores immer mal wieder eine Ladung neuer iPhones erhalten, doch derzeit sind die Regale leer und die Produktion läuft noch immer auf Hochtouren. Unter anderem beim wichtigen Zulieferer Foxconn – hier machte derweil eine dubiose Meldung von einer Massenschlägerei die Runde.

Bei Usern nachgefragt…

Laut einer Umfrage des renommierten IT-Blogs MacRumors geben immerhin 36 Prozent der iPhone 5-Käufer an, ihr Device weise bereits Materialschäden auf – egal ob sofort nach Entnahme aus dem Karton, oder nach kurzer Nutzungsdauer. So ist offenbar das Unibody-Gehäuse, vornehmlich aus Aluminium, kratzempfindlich. Die Glasrückseite der beiden Vorgänger (iPhone 4S und iPhone 4) hat auch nach intensiver Nutzung weniger Kratzer aufgewiesen.

✎ iPhone 5 Verkaufsrekord: Samsung Galaxy S4 und der schnelle Konter?

Gut möglich also, dass ob solcher Meldungen Schutzhüllen verstärkt in Mode kommen. Doch im Grunde genommen wäre es doch „schick“, wenn ein Smartphone so gestaltet wird, dass es nach wenigen Tagen Nutzung von größeren Kratzern verschont bleibt, oder?

Zu allem Überfluss sind zum Teil auch jene User unzufrieden, die das iPhone 5 etwa ganz chillig auf der Couch daheim nutzen wollen: Die WLAN-Verbindungen seien teils auffallend langsam.

Apple wird sich gewiss all der Probleme annehmen und nachbessern – doch in der Addition sind das aktuell einige Baustellen, mit denen sich der IT-Gigant rumschlagen muss. Doch bei den satten Gewinnen ist ein wenig „Nachsitzen“ gewiss drin.

iPhone 5: Eine neuerliche Erfolgsgeschichte?

Es gibt ja dieses Sprichwort: Ist die eine Katze aus dem Sack, wartet schon die nächste. Oder so ähnlich. Gemeint ist: Am vergangenen Freitag ist das iPhone 5 erschienen. Nicht nur vorm Apple Store am Hamburger Jungfernstieg bildeten sich lange Schlangen – auch aus Sydney erreichen uns ähnliche Meldungen.

✎ iPhone 5 Release: Samsung „pusht“ das Galaxy S3 mit allen Mitteln

Am Jungfernstieg waren es gar hunderte Menschen, die vor Ladenöffnung um 8 Uhr morgens am Jungfernstieg ausharrten. Immerhin frohlockte der Blick auf die Binnenalster, wenngleich es doch merklich kühler geworden ist in den letzten Tagen. Doch wer dann schließlich ein iPhone 5 in Händen hielt, dem wurde warm ums Herz.


Fakten zum neuen iPhone 5

Das iPhone 5 – der Name hat sich also tatsächlich bewahrheitet, nach dem auch immer wieder von „das neue iPhone“ analog des „neuen iPad“ die Rede war – kommt mit einem leistungsstarken A6-Prozessor (hat nichts mit Audi zu tun) des Weges. Apple verspricht doppelte Geschwindigkeit – somit hat das iPhone 5 auf jeden Fall mächtig Power unter der Haube.

Auch bezüglich der iPhone 5-Unterstützung von LTE (4G), dem neuen Datenfunk, wurde immer wieder spekuliert – doch auch hier hat sich bewahrheitet, was in einem großen Topf in der Gerüchteküche monatelang munter vor sich hin köchelte: Weltweit ist LTE beim iPhone 5 „gesetzt“. Wie beschreiben, freut sich die Deutsche Telekom bestimmt diebisch.

✎ Apple iPhone 5 Release: Hysterie vor den Apple Stores?

Somit wird womöglich das iPhone 5 ein wichtiger „Impulsgeber“ sein für die Verbreitung von LTE, das bisher vor allem in Asien und den USA für Schlagzeilen sorgte und in Europa noch in den Kinderschuhen steckt. Bereits das iPhone 3G hatte im Jahre 2008 einst UMTS mit zum Durchbruch verholfen.

Der Dock-Connector beim iPhone 5 wird derweil kleiner – auch dies ist keine Neuigkeit mehr für all jene User, die sich gerne eine Kochschürze überstülpen. Es handelt sich hierbei um den wohl wichtigsten Anschluss – genau – fürs Ladekabel. Den ohne vorher „Saft“ getankt zu haben, geht bekanntermaßen unterwegs gar nichts.

Die offizielle Schreibweise bezüglich des Displays ist nun 4 Zoll – nachdem wochenlang stets von einem 3,95-Zoll-Display die Rede war. Zuvor waren es Mutmaßungen, heute wurde es offiziell. Ob nun gerundet wurde, oder ob es tatsächlich 4 Zoll sind, darüber können wir nur spekulieren. Für ganz Neugierige: Einfach ein Lineal anlegen.

Nach neun Jahren ein neuer Dock-Connector

Auf den ersten Blick etwas enttäuschend mag sein, dass auch das iPhone 5 analog des Vorgängers „nur“ auf eine 8 Megapixel-Kamera setzt. Hier wurde stets gemunkelt, es könnte eine 12 Megapixel verbaut werden. Doch neue Spielereien, wie etwa eine Panorama-Funktion und die Möglichkeit, bei nicht idealen Lichtverhältnissen „nachzubessern“, mögen darüber hinwegtrösten.




Doch ein Fakt ist dann tatsächlich interessant: Das iPhone 5 wiegt – obwohl es größer (länglicher) als das iPhone 4S ist – weniger. Ein wahres Fliegengewicht also. Summ!

✔ Folge ukonio.de auf Twitter, Facebook oder Google+

Dass Apple auf NFC verzichtet – drahtloses Zahlen wird so möglich – war ebenfalls bereits durchgesickert. Hier war sich der IT-Gigant aus Cupertino wohl noch unschlüsssig bezüglich der Sicherheitsstandards. Andere IT-Hersteller jedoch haben bezüglich NFC bereits den Sprung ins kalte Wasser gewagt.

Kommentar hinterlassen zu "iPhone 5 Produktion: Die Fäuste fliegen"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*