iPhone 5 Release: Deutsche Telekom und das LTE-Monopol?

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Womöglich fühlen sich iPhone-Nutzer in Deutschland aktuell zeitlich zurückversetzt. Und zwar in das Jahr 2007. Damals kam das erste iPhone auf den Markt – und exklusiv angeboten wurde es hierzulande von der Deutschen Telekom.

Am Mittwoch wurde so denn in San Francisco auf der Keynote von Apple das neue iPhone 5 präsentiert. Die Einschätzungen gehen weit auseinander, von: Genial bis hin zu langweilig (aber irgendwie genial langweilig). Doch nun sorgt just ein Bestandteil des neuen iPhone 5 für „Aufregung“: LTE (Long Term Evolution), 4G, das schnelle Internet. LTE steht in sämtlichen neuen iPhones weltweit zur Verfügung – nur kann nicht automatisch jeder User mit LTE surfen. Und auch in Deutschland kommt es zu Einschränkungen – und das hat mit den Netzbetreibern und den lieben Frequenzen zu tun.


Das Problem: Es gibt drei Frequenzen für LTE: 800, 1800 und 2600 MHz. In Deutschland unterstützt das iPhone 5 die Frequenz 1800. Tja, und welche Firma hat hierzulande auf den Ausbau just jener Frequenz bis dato gesetzt? Genau, die Deutsche Telekom.

Und selbstverständlich wird die Werbetrommel schon mächtig gerührt, gedreht? Ihr wisst, was wir meinen. Die Ansage lautet: „Nur bei uns wird das iPhone die volle LTE-Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde unterstützen.“

Samsung und HTC sind auch im LTE-Ring

Eine „Exklusivität“ wie beim ersten iPhone liegt diesmal zwar nicht vor, aber fast könnte der User meinen, es wäre so. Da hilft es aktuell auch kaum, dass die weiteren Netzbetreiber, allen voran O2 und Vodafone, darauf pochen, dass andere Hersteller – allen voran Samsung, die Galaxy S3 mit LTE im Herbst ebenfalls auf den deutschen Markt bringen – auf eben 800 Megahertz setzen. Auch das HTC One XL unterstützt 800 MHz. Alles schön und gut – das iPhone 5 aber nicht.

Insgesamt hat LTE ohnehin noch nicht die Verbreitung wie UMTS. Die Telekom spricht von 60 Städten, in denen auf dem Retina-Display des iPhone 5 oben links das 4G-Symbol erscheinen könnte. 60 Städte – dies trifft auf jene Frequenz zu, auf die das iPhone 5 setzt. Die 800 MHz-Frequenz deckt derweil schon die Hälfte der Bundesrepublik ab.

Der XL-Tarif für LTE bei der Deutschen Telekom startet wohl bei 50 Euro aufwärts – von einem Schnäppchen kann ohnehin nicht die Rede sein. Insofern wird sich die Aufregung vermutlich auch schnell wieder legen. Spätestens dann, wenn das neue Device in Händen gehalten wird.

Fakten zum neuen iPhone 5

Das iPhone 5 – der Name hat sich also tatsächlich bewahrheitet, nach dem auch immer wieder von „das neue iPhone“ analog des „neuen iPad“ die Rede war – kommt mit einem leistungsstarken A6-Prozessor (hat nichts mit Audi zu tun) des Weges. Apple verspricht doppelte Geschwindigkeit – somit hat das iPhone 5 auf jeden Fall mächtig Power unter der Haube.

Auch bezüglich der iPhone 5-Unterstützung von LTE (4G), dem neuen Datenfunk, wurde immer wieder spekuliert – doch auch hier hat sich bewahrheitet, was in einem großen Topf in der Gerüchteküche monatelang munter vor sich hin köchelte: Weltweit ist LTE beim iPhone 5 „gesetzt“. Wie beschreiben, freut sich die Deutsche Telekom bestimmt diebisch.

Somit wird womöglich das iPhone 5 ein wichtiger „Impulsgeber“ sein für die Verbreitung von LTE, das bisher vor allem in Asien und den USA für Schlagzeilen sorgte und in Europa noch in den Kinderschuhen steckt. Bereits das iPhone 3G hatte im Jahre 2008 einst UMTS mit zum Durchbruch verholfen.

Der Dock-Connector beim iPhone 5 wird derweil kleiner – auch dies ist keine Neuigkeit mehr für all jene User, die sich gerne eine Kochschürze überstülpen. Es handelt sich hierbei um den wohl wichtigsten Anschluss – genau – fürs Ladekabel. Den ohne vorher „Saft“ getankt zu haben, geht bekanntermaßen unterwegs gar nichts.

Die offizielle Schreibweise bezüglich des Displays ist nun 4 Zoll – nachdem wochenlang stets von einem 3,95-Zoll-Display die Rede war. Zuvor waren es Mutmaßungen, heute wurde es offiziell. Ob nun gerundet wurde, oder ob es tatsächlich 4 Zoll sind, darüber können wir nur spekulieren. Für ganz Neugierige: Einfach ein Lineal anlegen.

Nach neun Jahren ein neuer Dock-Connector

Apple stellte auf der Keynote zudem iOS 6, die neue Version des mobilen Betriebssystems, vor. Zuletzt war oft die Rede davon, dass Google Maps verbannt und durch einen Apple-Kartendienst ersetzt wird und auch YouTube nicht mehr vorinstalliert sein wird. Google und Apple, das passt nicht mehr so ganz zusammen, da sich Googles mobiles Betriebssystem rasend schnell verbreitet. Immerhin YouTube kann fortan als App bezogen werden.

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Auf den ersten Blick etwas enttäuschend mag sein, dass auch das iPhone 5 analog des Vorgängers „nur“ auf eine 8 Megapixel-Kamera setzt. Hier wurde stets gemunkelt, es könnte eine 12 Megapixel verbaut werden. Doch neue Spielereien, wie etwa eine Panorama-Funktion und die Möglichkeit, bei nicht idealen Lichtverhältnissen „nachzubessern“, mögen darüber hinwegtrösten.


Doch ein Fakt ist dann tatsächlich interessant: Das iPhone 5 wiegt – obwohl es größer (länglicher) als das iPhone 4S ist – weniger. Ein wahres Fliegengewicht also. Summ!

iPhone 5 ohne NFC

Dass Apple auf NFC verzichtet – drahtloses Zahlen wird so möglich – war ebenfalls bereits durchgesickert. Hier war sich der IT-Gigant aus Cupertino wohl noch unschlüsssig bezüglich der Sicherheitsstandards. Andere IT-Hersteller jedoch haben bezüglich NFC bereits den Sprung ins kalte Wasser gewagt.

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Wer sich nun selbst davon überzeugen möchte, wie sich das neue iPhone 5 so anfühlt, der muss nur noch wenige Tage ausharren: Am 21. September soll das neue Gadget aus dem Hause Apple wie anfangs erwähnt auf den Markt kommen.

Vor den Apple Stores, etwa am Hamburger Jungfernstieg, werden sich so denn gewiss wieder lange Schlangen bilden. Bis dahin bitte das Kleingeld zählen – denn ein Schäppchen ist das iPhone 5 gewiss nicht: Apple listet es auf seiner Homepage ab 679 Euro, das Preisniveau im Verhältnis zum 4S (das fortan weniger kostet) bleibt also gleich.

Ach so, und die Plaudertasche Siri ist ebenfalls wieder mit an Bord.

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