Jürgen Klopp zu Mario Götze Wechsel: Ganz coole Pressekonferenz

tag-der-legenden-2011-juergen-klopp-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

BVB-Trainer Jürgen Klopp hat heute ganz cool auf den Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München reagiert. Mit ruhiger, fast sanfter Stimme betonte er auf der Pressekonferenz, dass er nicht davon ausgehe, dass die Bayern den Wechsel von Götze an die Presse „lanciert“ hätten.

Auf einer Skale von 0 bis 10 sei die Götze-Nachricht einen Tag vor dem so wichtigen Champions League-Spiel eine „9“ – blöder wäre es nur noch vier Stunden vor dem Hinspiel gegen Real Madrid gewesen.

Jürgen Klopp ist vor dem Halbfinale locker. Die Mannschaft hoffentlich auch. Aber nicht zu locker. Ein wenig Anspannung gehört dazu. Aber der Autor dieser Zeilen ist kein Trainer…

Stellungnahme am Vormittag

Bereits in einer offiziellen Stellungnahme von Borussia Dortmund bat Klopp gemeinsam mit Michael Zorc alle Anhänger darum, „Mario Götze in den letzten Spielen der Saison, vor allem aber im wichtigen Champions League-Halbfinale gegen Real Madrid, genauso bedingungslos zu unterstützen wie jeden anderen Dortmunder Profi.“


Ein Ansinnen, das durchaus verständlich ist. Dennoch könnte das „Timing“ für die Bekanntgabe des Transfers nicht schlechter sein: Einen Tag vor dem Heimspiel gegen Real Madrid verkündete die Bild-Zeitung den Wechsel von Dortmund nach München. Es steht zu vermuten, dass die Meldung nicht unbewusst am heutigen Tage „lanciert“ wurde. Die Dortmunder Offiziellen wissen laut Spiegel Online erst seit wenigen Tagen von dem Transfer, Berater und Götze hätten sich jedoch „vertragskonform“ verhalten.

Nun darf aber gewiss die Frage aufgeworfen werden, was ein Vertrag – der erst vor einem Jahr geschlossen wurde – noch wert ist, wenn es eine Ausstiegsklausel gibt, die es anderen „potenten“ Vereinen erlaubt, den Spieler für die festgeschriebene Summe von 37 Millionen Euro (selbst auf einem Schweizer Konto ist das eine beachtliche Summe) quasi aus dem laufenden Vertrag „herauszukaufen“.

11 Freunde – aber eben nur 11

Die Bayern – so ist in diversen Foren zu lesen – „kaufen die Liga kaputt“. Wir wollen an dieser Stelle noch einen anderen Gedanken anführen: Auch Bayern Münchens neuer Trainer Pep Guardiola wird in der kommenden Saison nur 11 Mannen auf den Rasen schicken können. Und da fragt sich, ob der sehr talentierte Mario Götze tatsächlich zur ersten Garde zählen wird.

Bei Borussia Dortmund hat sich Götze in der Startelf etabliert, wenngleich ihn Jürgen Klopp nach seiner Verletzungspause zu Saisonbeginn langsam an die Startelf herangeführt hat. Gemeinsam mit Marco Reus und Co. hätte er in Dortmund eine gute Entwicklung nehmen können. Das hätte gewiss auch Bundestrainer Jogi Löw gefreut. Ein Wechsel mit 23 – auch das wäre eine Option gewesen. Doch für einen 20-jährigen Nationalspieler 37 Millionen Euro auf den Tisch zu legen… wer hätte das vor einigen Jahren für möglich gehalten.

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Ach ja, und was ist eigentlich mit der Nachwuchsarbeit bei der Bayern? Eigene Talente wie Bastian Schweinsteiger, Phillip Lahm und Co. formten die aktuelle Bayern-Mannschaft. Doch nun wird die Portokasse geplündert, um „junge Wilde“ einzukaufen.

Für den deutschen Fußball hat der Transfer von Mario Götze einen faden Beigeschmack.

Uns würden eure Einschätzungen interessieren: Hat Mario Götze mit dem Wechsel ein Eigentor geschossen? Oder war der Wechsel die richtige Entscheidung für die weitere Profikarriere?

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