Lego Creator Expert: Detektivbüro, Billardraum und Friseursalon

lego-creator-expert-detektivbuero-billardtisch-set-10246-2015-andres-lehmannAndres Lehmann

Mit dem „Detektivbüro“ – im Original „Detective’s Office“ – geht die Lego Creator Expert „Modular Building“-Reihe in die nächste Runde.

Seit Anfang des Jahres erhältlich, gilt es, den Straßenzug zu erweitern. Das Detektivbüro kommt mit 2.262 Steinen des Weges – und wartet mit einigen Besonderheiten auf.

So gibt es einen Pool-Raum samt Dartscheibe und Ventilator an der Decke, einen kleinen Friseursalon inklusive Toilette und Küche im ersten sowie zweiten Geschoss. Und direkt über dem Billardsalon harrt der Detektiv in seinem schmucken Büro der Dinge. Zudem gibt es Übergange – so dass die beiden Häuserhälften, im Gegensatz zum „Pet Shop“, miteinander verbunden sind und nicht separat stehen können.

Farblich setzt Lego erneut schöne Akzente – besonders das hellbraune Mauerwerk und die verschiedenen Blauabstufungen fallen ins Auge. Ein wahrer Hingucker ist das knallrote „Pool“-Schild.

Löblich ist zudem, dass das Set ohne Aufkleber auskommt. „The Highlander“ auf den Fenstern des Poolsalons und „Ace Brickman Private Detective“ auf der Scheibe im ersten Stock sind Aufdrucke.

Doch nicht nur die Fassade ist abwechslungsreich: Auch das Geschehen im Inneren des Gebäudes weiß zu überzeugen. So ist die Umsetzung des Billardtisches schlichtweg großartig.

Ace Brickman grübelt derweil hinter seinem historisch anmutenden Schreibtisch vor sich hin. Dank Ventilator wird es auch hier nicht zu hitzig. Und ein Safe sowie ein Versteck gehören in seinem Beruf zum guten Ton.

In der anderen Haushälfte tüftelt Al an neuen Frisuren: Sein Friseursalon ist klein – aber fein. Zudem sei der Hinweis erlaubt: Womöglich gibt es gar einen Geheimgang.

Das Spülen nicht vergessen

Das WC samt Spülkasten im ersten und die Küche im zweiten Stock runden die Haushälfte ab. Dank eigener, brauner Fassade, wird das Mittelstück optisch betont. So entsteht der Eindruck, dieses „Modular Building“ sei gedrittelt: Ein raffinierter Effekt.

Insgesamt spendiert Lego dem Set eine Katze und sechs Minifiguren – so darf etwa eine Polizistin nicht fehlen.

Irgendein Stadtbewohner scheint übrigens Kekse zu schmuggeln. Dies lässt sich wunderbar „nachstellen“: Die Bespielbarkeit des Sets ist somit gegeben. Womöglich diesem Umstand geschuldet, wurden jedoch die mittleren Wände im Erdgeschoss nicht bis nach oben „durchgezogen“ – etwas luftig wird es demnach im Winter.

Durch die Drittelung des Gebäudes ist der Friseursalon zudem recht beengt. Ein wenig mehr Fläche hätte hier womöglich nicht geschadet. Nun, und das zweite Stockwerk ist nicht durchgängig. Bereits das großartige „Cafe Paris“ wurde nicht auf der ganzen Breite bis ins zweite Stockwerk „hochgezogen“: Die Inneneinrichtung wird löblicherweise immer aufwendiger und detaillierter – und die neuen Häuser nun nicht mehr so wuchtig wie noch zu Beginn.

Doch nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Das „Detektivbüro“ (Artikelnummer 10246) – zu beziehen ist das Set etwa über den Lego Online-Shop, für aktuell 149,99 Euro – ist ein tolles Bauwerk, das optisch ein wahrer „Leckerbissen“ ist. Und die „kleinen Überraschungen“, mit denen das Haus in Form von Geheimgängen und Verstecken aufwartet, sind in dieser Art und Weise ein Novum in der „Modular Building“-Reihe.

Die Stadt wächst weiter.

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