Chipsatz

LG Nexus 4: Google Smartphone ohne LTE?

Beim Auseinanderschrauben des LG Nexus 4 von Google wurde ein LTE-Chipsatz entdeckt. Doch LG beendete nun die Spekulationen: Das Nexus 4 unterstützt kein 4G. Die Gründe.
Das LG Nexus 4 folgte auf das Samsung Galaxy Nexus. Eines haben die Smartphones gemeinsam: LTE-fähig sind beide nicht. | © tech-onliner.by / Screenshot
Beim Auseinanderschrauben des LG Nexus 4 von Google wurde ein LTE-Chipsatz entdeckt. Doch LG beendete nun die Spekulationen: Das Nexus 4 unterstützt kein 4G. Die Gründe.

+++ TOP-NEWS: Offenbar ist es mittlerweile doch Technik-Nerds gelungen, LTE auf dem Nexus 4 zum Laufen zu bringen. Bis dato funktionierte die Aktivierung jedoch nur in Kanada, über die dortigen Anbieter Telus und Rogers. Ob für einen kurzen Moment – oder längeren Zeitraum, darüber gibt es bis dato keine Informationen.

Ob es derweil dezente Hoffnung für den deutschen Markt gibt? Wir sind skeptisch – auszuschließen ist aufgrund der aktuellen Entwicklung aber nichts (mehr)… +++

Das LG Nexus 4, das in Kooperation mit Google entstand, sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Zunächst wurde bekannt, dass das Nexus-Smartphone erstmalig von LG Electronics stammt, dann sickerten bereits vor der Präsentation so gut wie alle „Facts“ durch – selbst Pressebilder, Testberichte und technische Spezifikationen waren schon Wochen vor dem Release im Umlauf.

Dann – der Startschuss im Google Play Store am 13. November, gefolgt von der Ernüchterung: Nach 15 Minuten war das Nexus 4 bereits ausverkauft. Nachschub soll – so wird kolportiert – in wenigen Wochen kommen. Während also viele Smartphone-Jünger noch immer auf das Device ihrer Träume (übertrieben?) warten, haben die Kollegen von iFixit mal wieder munter vor sich hingeschraubt und ein Nexus 4 zerlegt. Und siehe da, eine interessante Beobachtung kam ans Tageslicht: Im Nexus 4 ist ein LTE-Chip verbaut.


Wüst wurde sogleich in Foren diskutiert: Ist das Nexus 4 womöglich doch LTE-fähig? Google hatte auf 4G verzichtet – gewiss ein Manko, denn die Mitbewerber, etwa aus Cupertino oder Finnland, haben LTE bereits zum Standard erhoben. Könnte also ein Software-Update die Nexus-4-LTE-Lösung bringen? Die Antwort lautet: Nein.

Ein Sprecher von LG hat sich auf Anfrage von Techradar geäußert: Der LTE-Chip sei so etwas wie eine „Art Überbleibsel“ von der Nexus-4-Hardware-Vorlage, dem LG Optimus G. Auf jenem Flaggschiff basiert die Hardware des Nexus 4. Das Optimus G und das Nexus der vierten Generation setzen beide auf den Qualcomm-Snapdragon-Chipsatz, und jener Chipsatz hat das LTE-Modem schlichtweg integriert.

Da andere Nexus-4-Komponenten wie etwa Signalverstärker nicht für LTE ausgelegt sind, wird den 4G-Gedankenspielen somit ein jähes Ende bereitet.

Wer also im Dezember ein Nexus 4 ersteht (wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass noch vor Weihnachten die Bestände wieder „aufgefüllt“ sind, der Wweihnachtsmann möchte ja etwas zu tun haben), wird gewiss viel Freude am neuen Google-Smartphone haben. Auf das ganz schnelle Surfen muss er jedoch verzichten.

Nexus 4: Die News-Historie der vergangenen Tage

Aus aktuellen Anlass sind wir versucht, eine Kultfrage aus dem Spocht umzutexten in: Wo ist Nexus? Denn wass war das für eine Nexus-Woche: Ab dem 13. November waren die hoch gelobten Nexus 4, das Nexus 7 samt 3G und 32 GB und das Nexus 10 höchstoffiziell im Google Play Store erhältlich. Doch wer nun dachte, er kaufe sich das Smartphone, Mini-Tablet oder Tablet ganz entspannt im Verlaufe der Woche – oder am Nachmittag des 13. Novembers, der hatte das Nachsehen. Die Angaben gehen hier zwar ein wenig auseinander, aber offenbar war es bereits nach guten 15 Minuten zappenduster im Store. Alle Geräte waren ausverkauft. Einzig das Nexus 7 mit 16 GB konnte weiter geordert werden – doch diese Variante des Asus Tablets war bereits seit Sommer erhältlich und kann vielmehr „nur“ mit einem noch schwungvolleren Preis erstanden werden.

Doch es kam noch dicker: Jene, die etwa das Glück hatten, und die 8 oder 16 GB Version des Nexus 4 erstanden haben, müssen nun womöglich noch bis zu drei Wochen warten, bis ihnen das Gerät zugeschickt wird. Zunächst hieß es, der Versand verzögere ich nur um einen Tag, da fehlerhafte Mehrfachbestellungen (der Server machte Schlapp) aussortiert werden mussten. Google verschickte an Besteller wohl zuweilen Mails, die schon binnen weniger Stunden revidiert werden mussten.


Immerhin: Als kleines Bonbon wird den Bestellern nun die Versandgebühr von 10 Euro erlassen – nennen wir es eine kleine Geste in diesen rauen Zeiten. Doch die SZ berichtet davon, dass die Beträge fürs Nexus 4 bereits abgebucht worden – obwohl es zunächst hieß, belastet wird es mit Auslieferung. Freilich konnte ohnehin nur mit Kreditkarte geordert werden. Wer möchte – so viel Fairness lässt natürlich auch Google walten – kann von dem Kauf zurücktreten. Das Rückbuchen des Geldes ist aber offenbar ebenfalls eine Hängepartie.

Wann das Nexus 4, das Nexus 7 3G und das gefeierte Nexus 10 Tablet, das in Kooperation mit Samsung entstand, wieder lieferbar sind, ist derweil unbekannt. Wann genau das Nexus 4 in den freien Handel kommt, ist ebenfalls schwammig. Möglich scheint jedoch zu sein, dass das Smartphone, das in Kooperation mit LG Electronics entwickelt wurde, ab Mitte Dezember im Media Markt erhältlich ist. Die zweite Metro-Tochter Saturn könnte kurz darauf folgen. Der Preis der 16-GB-Variante – im Google Play Store 350 Euro – soll rund 45 Euro höher liegen. Vielen, die sich unbedingt auf das Device stürzen wollten, ist der Preis womöglich mittlerweile nebensächlich. Dabei wurde das gerade die Preispolitik gelobt. Und die ausgereifte neue Version des mobilen Google-Betriebssystems Android 4.2.

✎ Nexus 4: Duell mit dem iPhone 5 oder iPhone 5S?

Und was den Google Play Store angeht: Der amerikanische Suchmaschinen-Gigant kann sich hier wohl noch eine Scheibe von Amazon abschneiden. Es steht derweil zu vermuten, dass Google aus der – formulieren wir es einmal vorsichtig – Fehlkalkulation lernt. Denn ein Ausverkauf nach 15 Minuten erscheint dann doch recht fix – und der Umgang mit den Käufern ist zudem ausbaufähig.

Wer erinnert sich an den Nexus in „Star Trek: Treffen der Geneartion“? Doch konnte Dinge im Nexus-Nebel ungeschehen gemacht werden…

Nexus-Release: Was die Woche geschah…

Alles klang schon fast wie ein Märchen. Doch womöglich ist die vorweihnachtliche Zeit – in den Innenstädten werden bereits die Bäume lichterfroh geschmückt – ein Anlass, um seine Gedanken einfach mal abschweifen zu lassen. Wie schön also wäre Folgendes gewesen: Am 13. November startet der Verkauf des Nexus 4 von LG, des Nexus 7 3G von Asus und von Samsungs Nexus 10, die allesamt in Kooperation mit Google entstanden. Via dem Online-Shop Google Play Store können die drei Devices nach Belieben geordert werden – und wenige Tage nach der Bestellung trudelt dann das Smartphone, Tablet oder Mini-Tablet ein.

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Doch nun kam alles anders: Nach rund 15 Minuten waren das LG Nexus 4, das Nexus 7 samt 3G und 32 GB internen Speichers und das Nexus 10 ausverkauft. Die Server brachen teils ob der Besucherflut zusammen und User gaben „versehentlich“ Mehrfachbestellungen ab, weil nicht ersichtlich war, ob die Order nun angenommen wurde – oder nicht.

Google teilte daraufhin mit, man müsse die Bestellungen nun erst einmal sortieren. Doch gestern kam es dann ganz Dicke – stimmen entsprechende Meldungen, die sich aktuell in Foren ihren Weg bahnen: Offenbar hat der amerikanischen Suchmaschinen-Gigant zumindest einige Besteller des Nexus 4 darüber informiert, dass es bis zu drei Wochen dauern könne, bis das Smartphone verschickt werde. Der Andrang sei überwältigend gewesen. Einige Besteller jedoch können sich freuen, denn es wurden bereiten Smartphones verschickt. Andere erhielten ernüchternde E-Mails.

Bis dato zeigten sich viele potenzielle Käufer des Nexus 4 verärgert darüber, dass sie keines der Smartphones von LG Electronics erstehen konnten. Doch nun schaffte es Google offenbar auch, freudige Nexus-Besteller – sagen wir – etwas zu „irritieren“. Denn eine dreiwöchige Wartezeit ist schon erstaunlich – es handelt sich wohlgemerkt um keine Vorbestellungen, sondern um Käufe. Wer möchte, kann von dem Kauf freilich zurücktreten. Es steht aber zu vermuten, dass viele Android-Jünger auf die Zähne beißen und halbwegs geduldig warten werden.

Tests loben das Nexus 4, der Preis ist im Vergleich zu den Mitbewerbern „unschlagbar“. Doch das Gebaren mit dem Store Google Play ist gewiss ausbaufähig. Und eines verwundert des Weiteren: Hatte Google wirklich damit gerechnet, dass nur 6 Leute das Nexus 4 kaufen? Oder das Nexus 7 mit ersehnter 3G-Funktion beziehungsweise das erste „große“ Nexus 10 Tablet?

Die Verwunderung ist aktuell groß. Mitte Dezember soll das Nexus 4 etwa auch über die Metro-Töchter Saturn und Media Markt bezogen werden können – zwar subvbentioniert, aber statt 350 dann 400 Euro für die 16-GB-Version. Doch es darf zumindest einmal hinterfragt werden, ob dieser Termin eingehalten werden kann.

Aber, keine Frage: Es gibt Wichtigeres im Leben als eine verzögerte Smartphone-Lieferung. Aber Ärger darf dennoch erlaubt sein.

Das sind ja gleich drei Geräte auf einmal

Mit dem Smartphone Nexus 4, dem Mini-Tablet Nexus 7 und dem großen Tablet Nexus 10 hat Google nun drei mobile Begleiter am Start.

Das Nexus 10, gemeinsam mit Samsung entwickelt, wird gelobt – und wenn überhaupt für das recht „schlichte“ Design kritisiert; das Thema Wertigkeit des Gehäuses mag ebenfalls manch User beschäftigen. Das Display des Tablets jedoch wurde „allgemein“ gelobt – und die Power unter der Haube lässt ebenfalls kaum Wünsche offen.

Das Nexus 4, mit LG Electronics konzipiert, ist ebenfalls bereits vergriffen. Weder die 8 GB noch die 16 GB Variante sind aktuell noch zu „haben“. In Tests schneidet das Gerät durchgängig sehr löblich ab, abgesehen der Tatsache, dass auf LTE verzichtet wurde und die Akku dann offenbar tatsächlich nicht mit denen der Konkurrenz, allen voran der Akku des iPhone 5, mithalten kann. Das es keine 32-GB-Speicher-Variante gibt und kein microSD-Slot zum Einsatz kommt, kann natürlich auch kritisiert werden. Ansonsten entspricht das Paket aber dem eines vollwertigen Flaggschiffes.

Das Nexus 7, das in Kooperation mit Asus entstand, erschien zwar bereits im Sommer – es wurde aber noch mal „nachgebessert“ – samt 3G und 32 GB Speicher. Wobei gerade für „Stubenhocker“ auch die 16 GB ohne 3G für 199 Euro eine ernsthafte Alternative darstellen dürfte – die 8 GB-Version wurde übrigens ersatzlos gestrichen.

Das Nexus 7 16 GB ist so denn auch das einzige Gerät, das aktuell noch über den Store Google Play bezogen werden kann – unter allen anderen Preisen steht trocken: „Ausverkauft“. Googles Pressesprecher hierzulande, Stefan Keuchel, konnte derweil noch keine genauen Angaben machen, wann die Geräte wieder in Deutschland erhältlich sind. Womöglich gilt hier der gleiche „Leitsatz“ wie beim iPhone 5: Es kann sich nur noch um Wochen handeln…




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