LG Nexus 4: Googles Antwort auf Apples iPhone 5?

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Nun steht offenbar auch der Name fest: Das Nexus der vierten Generation soll schlicht LG Nexus 4 heißen. Nach dem das erste Nexus noch in Kooperation mit HTC (Nexus One) entstand und die folgenden beiden Modellen „Arm in Arm“ mit Samsung (Nexus S, Galaxy Nexus) gefertigt wurden, wäre nun erstmalig LG Electronics der Partner des amerikanischen Suchmaschinen-Giganten.

Diesmal möchte die französische Zeitung Le Figaro von weiteren Details Wind bekommen haben. So soll das LG Nexus 4 am 29. Oktober vorgestellt werden. Zumindest in Frankreich soll das neue Device im Dezember auf den Markt kommen. Viel spricht dafür, dass auch weitere europäische Staaten und natürlich der amerikanische Markt im Dezember mit dem neuen Nexus beliefert werden. Da das iPhone 5 momentan vergriffen ist und die Produktion offenbar recht schleppend verläuft, könnten sich Apple und Google mit ihren neuen Smartphones im Weihnachtsgeschäft einmal mehr um die Gunst der Käufer „streiten“. Nicht nur das iPhone 5 – auch das LG Nexus 4 ist gewiss in der „Königsklasse“ anzusiedeln.


Rein optisch soll das LG Nexus 4 stark ans Optimus G angelehnt sein. Es bleibt abzuwarten, inwiefern es sich von just jenem Flaggschiff unterscheiden wird. Zuletzt war davon die Rede, dass die Ecken abgerundeter sein könnten und die Rückseite „geriffelt“ ist, analog des Samsung Galaxy Nexus. Just jenes Device war übrigens eine völlige Neuentwicklung und unterscheidet sich deutlich vom damaligen Samsung Galaxy S2 – und auch vom Galaxy S3. Würde es sich „nur“ um einen Klon handeln, wäre dies sicherlich ein Stückchen weit enttäuschend – ohne jetzt zu sentimental klingen zu wollen.

Doch die technischen Spezifikationen werden es gewiss in sich haben, ein Quadcore-Prozessor scheint bestätigt. Zudem soll kabelloses Laden möglich sein. Auch das neue Nokia Lumia 920 bedarf keines Kabels mehr, um wieder Saft zu tanken. Das iPhone 5 benötigt derweil noch ein Kabel zum „Tanken“.

Als Betriebssystem wird vermutlich Android 4.2 von Beginn an installiert sein – wohlgemerkt „Android pur“, ohne LG-Benutzeroberfläche. Auch das Duell iOS 6 auf dem iPhone 5 und Android 4.2 dürfte spannend werden.

Das LG Nexus 4 wird sich – so denn sich die Gerüchte bewahrheiten – also einschalten ins Weihnachtsgeschäft: Neben besagtem iPhone 5, dem Samsung Galaxy S3 sowie neuen Windows Phones von HTC und Nokia hat der User einmal mehr die Qual der Wahl.

Nexus: Chronik der Entwicklungen

Der Nachfolger des Samsung Galaxy Nexus soll laut androidandme.com auf ein „um und bei“ 4,6-Zoll-Display setzen. Die Rückseite scheint ähnlich geriffelt zu sein, wie die des Galaxy Nexus – was einmal mehr einen sehr guten Halt „gewährleisten“ sollte. Zudem soll auf just jener Rückseite „Nexus“ stehen – und das „x“ könnte in vier Farben des Weges kommen. Schon beim Bootvorgang des aktuellen Nexus samt Jelly Bean („Android 4.1“) erstrahlt das X in vier Farben – ein wenig „Microsoft-lesk“.

Das Display soll – schenkt man den Angaben glauben – noch eine Ecke heller als beim aktuellen Nexus sein. Wie sich das dann tatsächlich bemerkbar macht, bleibt abzuwarten.

Zudem scheint sich zu bewahrheiten, dass im Gegensatz zum LG Optimus G „nur“ eine 8 – statt einer 13 Megapixel-Kamera zum Einsatz kommt. Schon beim aktuellen Samsung Galaxy Nexus hatten Google und die Südkoreaner Abstriche gemacht: Fast alle anderen Flaggschiffe setzen auf 8 Megapixel, das Galaxy Nexus kam derweil mit 5 Megapixeln auf den Markt. Für Schnappschüsse freilich völlig ausreichend; zudem die Panoramafunktion sehr gut funktioniert.

Angeblich möchte Google – wie unlängst „spekuliert“ – die Nexus-Reihe tatsächlich für alle Hersteller „öffnen“. In einem Papier soll der amerikanische Suchmaschinen-Gigant nun die Richtlinien und technischen Anforderungen aufgelistet haben. So müsste freilich auch bei der künftigen Android-Version noch alles reibungslos funktionieren: Android 5.0 kündigt sich für kommenden Herbst an.

Das LT Optimus G Nexus soll derweil auf Android 4.2 setzen. Und die Weiterentwicklung soll im Vergleich zu Jelly Bean keine sichtbaren Änderungen mit sich bringen – offenbar wurde im „Detail“ nachgebessert.

Das iPhone 5: Seit Wochen in den Schlagzeilen

Es ist schon erstaunlich: An sich sollte man meinen, dass ein Smartphone vor allem zum Telefonieren da ist. Doch Studien haben bereits belegt, dass es den Usern vor allem auf die Internetnutzung ankommt. Doch auch das Fotografieren spielt eine gewichtige Rolle.

Und so rückt beim neuen iPhone 5 einmal mehr die Kamera in den „Fokus“, will heißen: Bilder – im speziellen Gegenlichtaufnahmen – können einen „lila Stich“ haben. Bis dato sind jedoch noch keine Meldungen aufgetaucht, wonach auch fotografierte Kühe auf dem iPhone-Display in lila erstrahlen.

Apple hat nun auf die Kritik reagiert und meint in einem Post auf support.apple.com, der User müsse das iPhone 5 im – frei übersetzt –richtigen Winkel halten. Nun, bevor nun einmal mehr eine hitzige Debatte darüber entbrennt, wie gut oder wie schlecht das Fotografieren mit einem Smartphone überhaupt möglich ist, präsentieren wir ein am heutigen Tage aufgenommenes Foto. Es entstand mit einem Smartphone – „Auslöser“ war ein Motiv, das es schlicht zu fotografieren galt – denn: Wie oft „erhellt“ ein sonntäglicher Regenbogen über der beschaulichen Ostsee unser Leben? Und genau für eine solche „spontane“ Situation ist die Foto-Funktion eines Smartphones eine sehr löbliche Angelegenheit.

Das oben „geknipste“ Bild entstand mit dem Samsung Galaxy Nexus. Genau, jenes Device mit einer angeblich nicht so guten Kamera. Doch im Vergleich zum iPhone 5 oder Galaxy S3 muss sich die Kamera des Nexus mit seinen 5 Megapixeln (im Vergleich hierzu 8 Megapixel beim iPhone 5 und beim Galaxy S3) nicht verstecken. Es geht um Schnappschüsse. Wer nun in den Urlaub fliegt – so ganz ohne Spiegelreflex- oder Kompaktkamera, der muss womöglich mit matten Farben, einem lila Stich oder Bildrauschen leben. Das gilt für alle Smartphones, mit denen die ukonio.de-Redaktion bis dato Bilder erstellt hat.

Und egal, ob so manche Bilder, die mit dem neuen iPhone 5 erstellt wurden, nun einen lila Stich haben oder nicht: Ein Sony-Sensor alleine reicht nicht aus, um mit einem Smartphone Bilder zu erstellen, wie sie auch eine Spiegelreflex-Kamera zaubert. Zugegeben keine besonders „erhellende“ Erkenntnis.

Das Samsung Galaxy Nexus im Test

Der ukonio.de-Redaktion hat es besonders das gestochen scharfe 4,65-Zoll große Super AMOLD HD-Display angetan. Zwar kommt die PenTile-Technik zum Einsatz, doch davon ist so gut wie nichts zu spüren, im Gegenteil: Die Farbbrillanz kann es locker mit der des Galaxy S3 und auch der des iPhone 5 (Retina Display) aufnehmen. Dank des konkaven Displays und des griffigen Plastikgehäuses (die Hülle wirkt „gefestigter“ als beim S3-Pendant) liegt das Samsung Galaxy Nexus zudem perfekt in der Hand – und ist obendrein ein Fliegengewicht. Der User jedoch hat nicht das Gefühl, dass einem das Device so gleich „entgleiten“ könnte.

Die Kamera setzt zwar „nur“ auf 5 Megapixel (aktuell sind 8 Megapixel bei den mobilen Begleitern das Maß der Dinge) – für Schnappschüsse reicht der Funktionsumfang jedoch völlig aus. Vor allem, weil auch die Panoramafunktion und so manch Video-Spielerei (1080p, also ebenfalls in HD) zu überzeugen wissen. Im Urlaub hat der wahre Fotofreund ohnehin seine Spiegelreflex im Gepäck.

Etwas hausgehalten werden muss mit dem Speicher: Eine 32-GB-Variante wurde nie veröffentlicht, obwohl es im Rahmen der Veröffentlichung im November 2011 zunächst hieß, eine größere Version werde auch in Europa erscheinen. Einen zusätzlichen microSD-Slot hat das Nexus nicht, ein Manko, aber: Dank der Settings kann sehr genau nachvollzogen werden, wie viel Speicher dem User noch bleibt – und der Datentransfer per USB-Kabel verläuft obendrein spielend. Auf LTE setzt derweil nur die Nexus-Variante in den USA.


Dennoch beeindruckend das Surfen – auch ohne 4G: Egal ob schwaches UMTS (3G)-Netz oder gar in 2G-„Gefilden“: Mobile Seiten werden ruckzuck geladen. Wer zu Hause im WLAN-Netz surft, der wird obendrein seine helle Freude am Internet haben, die meisten Seiten laden rasend schnell. Die ZDF-Mediathek etwa läuft flüssig. Und wer eine Affinität zu Spielen hat: Aktuelle Android-Spiele laufen komplett ruckelfrei – etwa das Rennspielchen Asphalt 7 von Gameloft.

Jelly Bean rockt seit Monaten

Da das Nexus in Kooperation zwischen Samsung und Google entstanden ist und zudem ohne eigene Benutzeroberfläche wie TouchWiz (Samsung) oder Sense (HTC) auskommt, wurde bereits vor Monaten Android 4.1.1 („Jelly Bean“) ausgerollt – auf dem Samsung Galaxy S3 soll es erst diesen Monat soweit sein.

Wenn man also bedenkt, dass das Samsung Galaxy Nexus zur Markteinführung vor bald einem Jahr noch knapp 600 Euro gekostet hat und sich der Preis nun im „Schatten“ der „Großen“ bereits halbiert hat, der weiß: Für ein Smartphone der Oberklasse samt 1,2-GHz-Dualcore-Prozessor sind „gute 300“ Euro geradezu ein Schäppchen.

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Auch wenn 300 Euro noch immer eine Stange Geld sind und die Faszination für Smartphones zurecht ungebrochen ist, fragt sich manch User doch, ob 600 bis 700 Euro tatsächlich ein angemesser Preis für ein Gadget sind. Wir hier seine Zweifel hat, der findet im „noch“ aktuellen Nexus womöglich die richtige Antwort.

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