LG Nexus 5: Kamera im Test – Google verkauft Cover im Play Store

google-lg-nexus-5-kamera-2013-andres-lehmannLG Nexus 5 | © Andres Lehmann / ukonio.de

Seit knapp drei Wochen kann das LG Nexus 5 über den Google Play Store erstanden werden, die Lieferzeiten haben sich aktuell bei zwei bis drei Wochen eingependelt. Einzig die weiße Variante samt 32 GB internen Speichers kann binnen der nächsten zwei Werktage verschickt werden.

Wir halten mittlerweile schon das zweite LG Nexus 5 in Händen. Nicht, dass uns ein Sammlertrieb gepackt hätte, nein: Das erste Nexus 5 hatte nach einigen Tagen einen Pixelfehler. Das Tauschgerät wurde jedoch zeitnah zugeschickt – am Google-Support gibt es nichts auszusetzen.

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In der vergangenen Woche haben wir so denn versucht, zwei Fragen in Hinblick auf das Nexus 5 zu klären: Wie gut ist die Kamera des LG Nexus 5? Gerade im Vergleich mit den Mitbewerbern Samsung oder Nokia, die mit dem Galaxy S4 und Lumia 1020 zuletzt punkten konnten.


Und: Lohnt der Kauf eines Covers, um das Nexus 5 vor Stürzen zu schützen? Mittlerweile bietet auch Google via Play Store „Schutzhüllen“ zum Kauf an. Doch es gibt auch andere Anbieter, die das Nexus 5 „verhüllen“. Wir haben uns des Themas angenommen.

Wochenrückblick: Nexus 5 im Fokus

Wie gut ist die im Nexus 5 verbaute Kamera? Nun, eine „pauschale“ Antwort kann hier gewiss nicht gegeben werden. Mal ist das Bildrauschen größer als bei Bildern mit einem anderen Gerät, mal sind die Farben „unecht“ oder unscharf – ein Smartphone ist eben keine geborene Spiegelreflex-Kamera. Doch gerade bei gutem Licht sind Urlaubsschnappschüsse vieler mobiler Begleiter mittlerweile durchaus „vorzeigbar“.

Doch: Was taugt die Kamera des LG Nexus 5? Auch wir haben das Nexus 5 bereits seit zwei Wochen im Einsatz – und finden löbliche, aber auch kritische Worte für die Kamera.

Während wir die Farben durchaus als „realistisch“ erachten, hat der HDR+ Bildstabilisator auch seine Tücken: Sind die Lichtverhältnisse eher mau – etwa in geschlossenen Räumen, dann wirken die Bilder (ohne Blitz) etwas matschig. Das Blitzlicht des Nexus 5 leuchtet derweil durchaus gut aus. Löblich sind auch die Settings unter Android 4.4 KitKat: Filter, Bildbearbeitung und weitere Spielereien wie Rahmen sind allesamt an Bord.

Das dies sind eben „nur“ Eindrücke in Bezug auf das Nexus 5 – es steht ein direkter Vergleich mit anderen Smartphones aus. Auf der Suche nach einer Vergleichsseite jedoch sind wir fündig geworden, denn es ist stets spannend zu sehen, wie ein Motiv von diversen Smartphone-„Blitzern“ abgelichtet wird: Die Kollegen von recombu.com haben sich löblicherweise die Mühe gemacht, und fast alle aktuellen Flaggschiffe miteinander verglichen.

Die Liste der High-End-Geräte ist lang: Apple iPhone 5S, Google LG Nexus 4 und natürlich das LG Nexus 5 (ansonsten wäre die Nummer ja witzlos), HTC One, Nokia Lumia 1020 (samt seiner 41 Megapixel-Kamera), Samsung Galaxy Note 3, Samsung Galaxy S4 und das Sony Xperia Z1.

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LG Nexus 5 Schnappschuss inklusive Android 4.4 Foto-Filter

In einer Übersicht können die einzelnen Bilder angeklickt werden – eine Auswertung jedoch steht noch immer aus. Doch auch schon die Bilder erlauben ein Urteil: So hat das Nexus 5 offenbar so seine Schwächen bei einem hohen Kontrast, sprich: Dunkelheit im Raum und Licht außerhalb. Das iPhone 5S etwa macht seine Sache hier imm Vergleich sichtbar besser – das Bild des HTC One derweil ist zu dunkel. Interessant wird es bei einer Makro-Aufnahme: Ein Glastisch wird mal grün – und mal „milchig“ dargestellt. Das „hellgrün“ auf jenem Foto, dass das Nokia Lumia 1020 gezaubet hat, irritiert da schon, wenngleich das auf dem Tisch abgelegte Objekt gestochen scharf dargestellt wird. Gleiches gilt hier aber auch für das Nexus 5.

Ein jeder kann sich die Fotos in Ruhe anschauen und vergleichen. Es mag durchaus sein, dass das LG Nexus 5 mit seiner Kamera eine geringfügige Angriffsfläche liefert. Im Vergleich mit der „Konkurrenz“ Nokia Lumia 1020, Samsung Galaxy S4 und Co. wird aber deutlich: Das LG Nexus 5 schlägt sich recht wacker.

LG Nexus 5: Bumper oder Cover – notwendig oder nicht?

Tja, was tun? Das LG Nexus 5 liegt sehr gut in der Hand – und auch das „weiche“ Polycarbonat fühlt sich sehr warm an und ist rutschfest. Die Verarbeitung des Nexus 5 weiß also zu gefallen. Doch „stülpt“ man nun einen Bumper über, um das Gerät zu schätzen – oder ist dies ein ästhetischer Griff ins Klo?

Nun, die ukonio.de Redaktion hat sich unlängst einen Bumper, sprich eine Schutzhülle bestellt, die Lieferung aus den USA dauert jedoch bis zu vier Wochen. Wir haben uns für das Ringke Fusion Google Nexus 5 Case entschieden, die Schützhülle kommt mit transparenter Rückseite des Weges. Auf der Front ist der Rand laut Beschreibung leicht erhöht – so lässt sich das Nexus 5 auch mit dem Display nach unten zeigend auf den Tisch ablegen, ohne Kratzer zu befürchten. Der Preis für jene Variante beträgt 11,99 Euro – wir werden berichten, sobald wir die Schutzhülle an das Nexus 5 „angelegt“ haben.

Mittlerweile aber hat auch Google nachgelegt und bietet über den Play Store eigene Schutzhüllen an. Zum einen wäre da das Nexus 5 Cover, das ähnlich funktioniert wie der eben beschriebene Bumper. Schwarz ist aktuell bereits vergriffen – und sieht auch mit Abstand am besten aus (wenn wir an dieser Stelle diese Wertung einfach mal vornehmen dürfen). Grau, rot und gelb – nun gut, wer es mag. Der Preis liegt bei 29,99 Euro – ganz schön gesalzen. Aber immer noch billiger, als jene Schutzhüllen, die etwa Apple für sein iPhone anbietet (ein Jeder möge sich diesbezüglich einmal im Apple Store seiner Wahl umschauen, da schlackert man schnell mit den Ohren).

Darüber hinaus werden im Play Store nun auch sogenannte LG QuickCover für das Nexus 5 gelistet. Hier lässt sich auch die Front, sprich das Display, verdecken. Der Preis: 39,99 Euro – ob der noch angemessen ist, sei einmal dahingestellt. In Bezug auf die Nexus 5 Variante mit 32 GB sind dies mal eben zehn Prozent des Kaufpreises.

Die Angst vor dem Abflug

Bezüglich des Displays umtreiben uns gerade in Hinblick auf die Kratzfestigkeit keine Sorgen: Gorilla Glas 3 sollte nichts anbrennen lassen. Doch Respekt haben wir vor Abflügen: Zum einen zeigte bereits ein Drop Test (so „spaßig“ oder „unsinnig“ diese auch sein mögen), dass das Nexus 5 beim „zu Boden gehen“ eben keinen Spaß versteht. Und zum anderen ist uns das Samsung Galaxy Nexus von einem Meter aus auf eine Platte gefallen – und das Display war anschließend Geschichte. Das Problem jedoch war, dass auf der Platte auch noch ein kleiner Stein lag. Blöd gelaufen.

Auch ein Bumper oder ein Cover für das LG Nexus 5 können ein Device vor solch einem unglücklichen Sturz (samt der Konsequenzen) demnach nicht schützen. Dennoch haben wir das Nexus 5 in den ersten zwei Testwochen durchaus schätzen gelernt, und ein Abflug sollte das Nexus 5 doch bitte überstehen.

Für den Fall der Fälle, versteht sich. Daher werden wir das Nexus 5 um hüllen. Denn: Wir tragen ja schließlich auch einen Fahrradhelm.

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