LG Nexus 5 im Test: Kamera größter Kritikpunkt, Nexus 5 Preis unschlagbar?

google-lg-nexus-5-android-4-4-kitkat-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Das LG Nexus 5 ist seit genau einer Woche zu bestellen: Am vergangenen Donnerstag ab 19 Uhr konnten Nexus-Jünger auf der ganzen Welt zuschlagen. Die ersten Besteller sollten die „heiße Ware“ bis zum 4. November zugestellt bekommen, nach einer Stunde schon hieß es, Lieferung bis zum 8. November. Trotz dem auch die ukonio.de-Redaktion gut eine Stunde „zu spät“ dran war, können wir uns nicht beschweren: Am 5. November traf das LG Nexus 5 bei uns an – und wurde natürlich gleich ausgepackt und angetestet.

Wer so denn heute auf die Idee kommt, ein LG Nexus 5 via Play Store zu ordern, für den sieht es in Bezug auf die Zustellung nicht mehr ganz so rosig aus: Die schwarze Variante des Nexus 5 verlässt das Lager in „vier bis fünf Wochen“. Bei der weißen Variante – „nur“ die Rückseite unterscheidet sich, die Front ist identisch – muss sich der Käufer zwei bis drei Wochen gedulden.


In den ersten Tests schneidet das Nexus 5 durchweg positiv ab – wobei Ausreißer nach ganz oben ausbleiben. Ein Zerriss oder ähnliche „Unannehmlichkeiten“ bleiben für Google aus.

Exemplarisch sei einmal der heutige Test der USA Today genannt, gibt es doch die allgemeine „Test-Stimmung“ in Bezug auf das neue Stock Android Phone samt seines 4,95 Full HD Display gut wieder: Das Nexus 5 sei ein „solides Smartphone, zu einem großartigen Preis“.

Nexus 5: Manko Kamera?

Der Eindruck der Kamera ist deckungsgleich mit den Einschätzungen der ukonio.de-Redaktion: Zwar ist die 8 Megapixel-Kamera so denn mit einem optischen Bildstabilisator ausgerüstet, aber gerade bei nicht so guten Lichtverhältnissen sind die Schnappschüsse noch immer nicht „umwerfend“. Immerhin: Ein Rauschen, wie es bei Bildern, die mit dem Samsung Galaxy Nexus geschossen wurden, ist so nicht mehr vorhanden.

Die USA Today führt an, dass allen voran mit dem iPhone 5S, Nokia Lumia 10210, HTC, Samsung Galaxy S4 oder eben dem LG G2 bessere Schnappschüsse erstellt werden können. Wir möchten an dieser Stelle auch noch das Samsung Galaxy Note 3 anführen, das ganz oben in der Schnappschuss-Liga mitspielt.

Interessanterweise basiert das Nexus 5 ja auf dem LG G2, wobei das „zweite“ Flaggschiff des südkoreanischen IT-Giganten mit einer 13 Megapixel-Kamera des Weges kommt. Nur, damit wir uns hier richtig verstehen: Das Nexus 5 macht keine schlechten Bildern. Zumindest der Autor dieser Zeilen hat auf Reisen ohnehin immer seine Spiegelreflex-Kamera dabei. Und bei „Outdoor“-Schnappschüssen gibt es das Nexus 5 keine Blöße. Nur im Redaktionsflur stieß das Nexus 5 an seine Grenzen.

Ob nun, wie die Kollegen schreiben, der Preis der größte Pluspunkt ist, vermögen wir so nicht zu sagen. Klar, die 32 GB Variante kostet „nur“ 400 Euro. Doch dies zeigt einmal mehr, wie – in unseren Augen (subjektiv!) überteuert allen voran das iPhone 5S ist, das in der gleichen Speicheranordnung mal eben das doppelte kostet. So schön der Preis im Vergleich auch sein mag – unbestritten: Der in unseren Augen größte Pluspunkt ist die gesamte Aufmachung des Nexus 5 – sehr solide, robust, wertig. Und das obwohl kein Aluminium verbaut wurde.

Nexus 5 Full HD Display: Wow!

Und der richtige Knaller ist das Display: Gestochen scharf, brilliante Farben – und selbst wenn das Nexus 5 etwas geneigt wird, ist noch immer alles zu erkennen, die Spiegelungen sind kaum der Rede wert. Dank Gorilla Glas 3 dürften Kratzer zudem nicht an der Tagesordnung sein. In Kombination mit dem peppigen Android 4.4 KitKat ist das „Starren“ auf das Display die reinste Freude. Wenngleich die ganz großen Veränderungen im Vergleich zu Android 4.3 Jelly Bean ausblieben.

Dies ist aber kein Manko, wie wir im Test des neuen mobilen Google Betriebssystems bereits beschrieben haben.

Nexus 5: Kein sehr gutes Smartphone?

Im Grunde genommen aber ist die Wertung von USA Today deckungsgleich mit einigen weiteren Einschätzungen: Gut verbaut – das Nexus 5 soll sich übrigens auch gut „auseinanderschrauben“ lassen, und ist somit für schnelle Reparaturen „im Fall der Fälle“ gemacht – , starker Preis, dünnes und leichtes Gehäuse.

Die Kamera jedoch ist kein Überflieger – dennoch wurden hier die Hausaufgaben im Vergleich zu den Nexus-Vorgängern gemacht. Löblich ist freilich auch, dass das Nexus 5 – im Gegensatz zum Nexus 4, das ebenfalls von LG Electronics gefertigt wurde – nun auf LTE setzt. Vermutlich im nächsten Jahr dürfte sich der schnell 4G-Standard auch hierzulande durchsetzen.

Ein Punkt, der vermutlich auch immer wichtiger wird: Das Fußballspiel „FIFA 14“ oder das Fun-Rennspiel „Sonic & SEGA All-Stars Racing“ bereiten auf dem Nexus 5 große Freude – kein Ruckeln, flüssige und gestochen scharfe Grafik. Was will der Gamer mehr?

An Negativpunkten möchten wir noch anführen, dass der Akku nicht einfach austauschbar ist – jedoch werden wir einige Handgriffe benötigt (es wurde wenig Kleber verwendet), um an den Akku zu gelangen. Auch fehlt bei Nexus 5 einmal mehr ein microSD-Slot. Bei 32 GB internen Speichers – das Nexus 4 erschien in den Varianten 8 und 16 GB – ist dies aber halbwegs verschmerzbar. Wie wacker sich der Akku hält, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Da der Kontrast des Display nun stufenlos eingestellt werden kann, hat es der Nutzer aber „besser in der Hand“.

Ab Ende November soll das LG Nexus 5 übrigens auch über die Metro-Töchter Media Markt und Saturn zu bekommen sein. Dann jedoch für 50 Euro mehr als im Google Play Store. Da dort die Wartezeiten aktuell aber nach oben schießen, gibt es zumindest in Kürze mehrere Optionen für den Kauf.

In unseren Augen übrigens ist das Nexus 5 ein absolutes Highend-Gerät – aufgrund der schlichten Optik Nexus 5 Front (das Display füllt die Vorderseite sehr gut aus) mag das HTC One womöglich noch etwas mehr ins Auge springen. Aber nach drei Tagen Testlaufzeit haben wir unseren neuen mobilen Nexus-Begleiter bereits ins Herz geschlossen.

Ihr wisst, wie wir das meinen.

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