Reisebericht: Lissabon – die Stadt auf sieben Hügeln erkunden

lissabon-portugal-reisebericht-castelo-de-sao-jorge-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Wer Lissabon vornehmlich zu Fuß erkunden möchte, der sollte gerade in der warmen Jahreszeit stets eine Flasche Wasser griffbereit haben und einen Kopfschutz tragen. Doch jeder Aufstieg lohnt: Von den gut 200 Meter hohen Hügeln aus hat der Reisende eine wundervolle Aussicht auf die Unterstadt.

Als erste Anlaufstation empfiehlt sich das Castelo de São Jorge. Von der – in den letzten Jahrzehnten aufwendig sanierten – Burgruine und den zahlreichen Türmen aus hat der Portugal-Reisende einen perfekten Rundumblick: Auf die Altstadt, auf den Fluss Tejo oder auf die markante Hängebrücke Ponte 25 de Abril, die den Fluss auf einer Länge von gut drei Kilometern überspannt.

Auch die Ponte Vasco da Gama, eine der längsten Brücken der Welt, kann vom Castelo de São Jorge aus erspäht werden.

Der Eintritt zur Erkundung des Castelo de São Jorge lohnt ohne wenn und aber, doch so manch zusätzliches Geländer würde womöglich einigen Urlaubern ein besseres Gefühl dort droben auf der Burg und seinen schmalen Gängen verleihen.

Die Gassen der Altstadt derweil führen alles andere als schnurstracks zum Ziel: Die Erkundung der verwinkelten Gassen und die vielen Blickwinkel, etwa auf die alten Gemäuer samt bunter Kacheln, sind die reinste Freude.


Ein Abstecher in den Botanischen Garten sei empfohlen – so denn ein wenig dem teils hektischen großstädtischen Geschehen entflohen werden soll. So freundlich und hilfsbereit die Menschen vor Ort in der Altsatdt zu Wegsuchenden auch sind – nervig sind Drogendealer, die den mit Rucksack bepackten und Kamera „bewaffneten“ Urlauber ständig und penetrant flankieren. Da heißt es nur: Kühlen Kopf bewahren.

Mit der Bergziege unterwegs

Die Straßenbahn derweil nimmt längst nicht mehr die prägnante Rolle ein, wie einst. Viele Linien sind leider stillgelegt, so dass sich nicht mehr allzu viele Straßenbahnen die Hügel hinauf wuchten. Dennoch ist die Fahrt ein Pflichtpunkt – wenngleich gerade auf engem Raum in den Abteilen stets darauf zu achten ist, dass das Handgepäck sicher ist.

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Ein wahres Erlebnis: Lissabon | Bild: Andres Lehmann

Ein Anlaufpunkt ist auch das Denkmal am Parque Eduardo VII samt großformatiger Portugal-Flagge: Schon beim Landeanflug auf den Stadtflughafen kann die Flagge spielend ausgemacht werden – und wer während des Urlaubs auch diesen Hügel zu Fuß erklommen hat, hat einen weiteren unbezahlbaren Ausblick auf die Ausläufer der Stadt.

Zwingend erforderlich ist der Besuch des Torre de Belém. Diese kleine Festung im touristisch stark frequentierten Stadtteil Belém – vom Zentrum aus gut mit dem Bus zu erreichen – ist im Wasser gelegen und zählt zum UNESCO-Welterbe. Wer den Wachturm mit seinem massiven Mauerwerk erklommen hat, weiß, warum.

Auch der unweit des Torre de Belém liegende Klosterbau Mosteiro dos Jerónimos kann besichtigt werden – wenngleich, schönes Wetter vorausgesetzt, der Weg am Wasser entlang womöglich als Alternative zu reizvoll erscheint. Doch die kostenlose Besichtigung des Kirchenschiffs kommt als kleine Abkühlung manch Urlauber gerade gelegen.

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Wer also ein malerisches Stadtbild schätzt und im Sommer gerne Temperaturen von über 30 Grad trotzt, der kann getrost seinen Lissabon-Urlaub planen. Denn die leichte Brise, die einem dank des Atlantiks stets um die Nase weht, lässt einen die teils mühseligen Anstiege rasch vergessen. Griffbereite Wasserflasche und Kopfschutz freilich vorausgesetzt.

Hinweise für Lissabon-Reisende

Währung in Portugal: Euro

Ausblick: Castelo de São Jorge

Speisen: Fischspezialitäten

Anreise: Lufthansa-Linienflug

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