Hamburg nach Frankfurt mit Biosprit

frankfurt-vorplatz-hauptbahnhof-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Am Freitag flog die Lufthansa das erste Mal auf einem regulären Linienflug mit Biosprit: Auf der Strecke Hamburg mit Ziel Frankfurt. Von der Umwelthauptstadt in die Bankenmetropole.

Die Lufthansa findet das Projekt ganz schön abgehoben und gibt stolz an, sie sei die erste Airline der Welt, die im kommerziellen Betrieb einen solchen „Langzeittest“ mit Biosprit vornimmt.

Voll Öko!

Während der halbjährigen Testdauer wird ein Airbus viermal täglich von Hamburg nach Frankfurt fliegen – und jeweils Retour.

Ein Triebwerk wird dabei mit herkömmlichem Treibstoff betankt, das andere mit einer Mischung aus Kerosin und Biosprit.

Und nach einem halben Jahr stellt sich dann heraus, dass der herkömmliche Treibstoff billiger ist? Wir sind gespannt.

Eine Frage bleibt: Gibt es über den Wolken eigentlich für die Passagiere während der Testdauer Bionade? Oder weiterhin Tomatensaft?

2 Kommentare zu "Hamburg nach Frankfurt mit Biosprit"

  1. Ich bin ja kein Experte auf dem Gebiet, aber ich habe schon mehrfach aufgeschnappt, dass der sogenannte Bio-Sprit gar nicht so "Bio" ist. Es entsteht die gleiche Menge an Abgasen. Okay, beim Wachstum hat die entsprechende Pflanze, aus der der Kraftstoff gewonnen wurde, Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt. Aber für den Anbau der Pflanzen werden riesige Wälder gerodet und Anbauflächen, die eigentlich der Welt-Ernährung zugute kommen sollten, geopfert.

    Ich persönlich halte davon also nichts. Die sollten lieben schauen, dass die Flugzeuge effizienter werden und andere Techniken entwickeln.

    In diesem Sinne…

  2. Weltweit leiden fast eine Milliarde Menschen an Hunger. Der Agrosprit-Boom hat dazu beigetragen, dass die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel explodiert sind. Für immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern werden Nahrungsmittel unbezahlbar. Kleinbauern werden von ihrem Land vertrieben, um dem Anbau von Energiepflanzen Platz zu machen. Bereits 2010 importierte die EU über 776 Millionen Liter Ethanol unter anderem aus Nicaragua, Kambodscha und Guatemala. Mit dem E10-Kraftstoff werden die Importe weiter ansteigen.
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