Hape Kerkeling und sein ZDF Jahresrückblick

hape-kerkeling-kiez-profilbild-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Bereits vor 30 Jahren erfand Frank Elstner „Menschen“. Doch sein Ziehsohn, Thomas Gottschalk, wechselt zur ARD. Neben „Wetten, dass..?“ führte Gottschalk in den letzten Jahren auch durch den Jahresrückblick im Zweiten. Was nun?

In Mainz entschied man sich vor Jahresfrist für ein „neues Gesicht“: Hape Kerkeling führte durch einen langen aber unterhaltsamen Abend.

Die größte Überraschung glückte dem Entertainer bereits nach wenigen Minuten: Hape Kerkeling ließ den Mantel von Horst Schlämmer im Schrank und verwandelte sich stattdessen nach vielen Jahren mal wieder in Königin Beatrix.

Er, Entschuldigung, sie besuchte jenes Restaurant, in dem das schwedische Königspaar Silvia und Carl Gustaf abgewiesen wurden. Zur Sicherheit hat sich Beatrix natürlich ein belegtes Brot mitgenommen. Der Einspielfilm zeigte die einmalige Klasse Kerkelings.

Rückblick in XXL

Der lange „Rückblick-Abend“ im ZDF startete um 20:15 Uhr, endete um 23:45 Uhr und bot gute Unterhaltung, viel Tragik sowie manch launige Anekdote.

Ein wenig schade ist es jedoch, dass „Menschen 2011“ zwei Tage vor der Ausstrahlung in München aufgezeichnet wurde. Auch wenn die vielen Werbeunterbrechungen bei „Menschen, Bilder, Emotionen“ bei der Sendung mit Günther Jauch einen fast den Spaß am Fernsehabend verdorben haben, hievt eine Live-Ausstrahlung ein Format gefühlt auf ein anderes Level.

Und sonst? Harald Schmidt als Gast darf sich der Sympathie Kerkelings sicher sein. Die beiden witzelten auf solidem Niveau. Die Schalte mit Oliver Welke und seiner „Heute Show“ war gefällig, mit Karl-Theodor zu Guttenberg gab es natürlich eine sehr gute Vorlage. Und das Funkeln in den Augen von „Blacky“ Fuchsberger berührte das Publikum noch immer.

Die Quote indes dürften die Senderverantwortlichen freudig stimmen: 6 Millionen Zuschauer schalteten ein. Zwar hatte Günther Jauch durch den „Gottschalk-als-Gast-Schub“ vor einer Woche über drei Millionen mehr Zuschauer, doch beide Formate kamen beim Zuschauer auch in diesem Jahr an.

Und eine wichtige Informationen am Schluss, fast ein Politikum: Kerkeling kann es.

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