Barak Obama lässt Mitt Romney bei David Letterman alt aussehen

flagge-usa-hamburg-2011-andres-lehmannAndres Lehmann

Mitt Romney ist Republikaner und möchte ins Weiße Haus einziehen. Dort hat es sich Barak Obama ziemlich bequem gemacht – wenngleich zu hören ist, dass er angeblich recht „zurückgezogen“ lebt. Soweit dies als Präsident der Vereinigten Staaten möglich ist.

Romney jedoch hat sich in den vergangenen Wochen schon einige „Patzer“ erlaubt. Der wohl größte Fehltritt im Rennen ums Weiße Haus kam jetzt erst ans Tageslicht: Bei einer Spendengala wurde Romney „heimlich“ gefilmt – und er gab sonderbare Dinge von sich: „47 Prozent der Menschen werden für den Präsidenten stimmen, egal was passiert.“ Und dann setzt der Kandidat der Republikaner noch einen oben drauf: „Sie sind abhängig von der Regierung, glauben, dass sie Opfer sind, dass die Regierung verpflichtet ist, sich um sie zu kümmern, dass sie Anspruch haben auf eine Gesundheitsfürsorge, auf Lebensmittel, eine Wohnung, was auch immer.“ Auch wenn Romney als „Hardliner“ verschrien ist – gekonntes Buhlen um Wählerstimmen sieht gewiss anders aus.

„Hey, was geht ab…“

Der Beraterstab um Barak Obama wird die ganze Nacht nach Veröffentlichung des Videos durchgefeiert haben. Und so setzte sich der US-Präsident genüsslich in die Late-Night-Show mit David Letterman und gab zu Protokoll: „Wir machen alle Fehler.“ Um dann – natürlich – zum Gegenangriff zu blasen: „Als Präsident habe ich gelernt, dass man das ganze Land repräsentiert.“ Zudem habe Obama schon nach der Auszählung der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl vor vier Jahren gesagt, dass er Präsident für alle Amerikaner sein möchte – und versucht sei, alle Einwohner von seiner Arbeit zu überzeugen.


„Höhepunkte“ des Interviews sind bei CBS abrufbar. Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich in den USA Show und politische Ernsthaftigkeit vermischen. In Deutschland schafft einzig Erwin Pelzig in der ZDF-Sendung „Pelzig hält sich“ diesen Spagat.

Letterman etwa wollte zu Beginn wissen, wie viel der Präsident aktuell auf die Wage bringt, er sehe blendend aus. Und als Obama entgegnete, dass auch der Late-Night-Talker gut aussehe, sagte dieser: „Sie haben mich noch nicht nackt gesehen.“ (Ganz im Gegensatz zu etlichen Late-Show-Praktikantinnen, Anmerkung der Redakion). Obama konterte gekonnt: „Und dabei wollen wir es auch belassen.“

Nicht nur aufgrund der aktuellen „Entwicklungen“ scheint klar zu sein: Barak Obama wird auch in den kommenden vier Jahren vermutlich ein Schwergewicht der Politik bleiben. Und Mitt Romney wird womöglich ein Internet-Star.

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