Motorola Moto X und Moto G: Es hat sich „ausgegoogelt“

motorola-moto-g-googleMotorola/ Google

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass das Motorola Moto X im Februar auch in Deutschland auf den Markt kommen soll. Gleichwohl verbreitete sich die Meldung, dass Google in den USA den Preis für das Moto X bereits um 100 US-Dollar gesenkt habe. Das Mittelklasseschiff Moto G derweil sorgte für vornehmlich positive Schlagzeilen und ist in Deutschland bereits Ende vergangenen Jahres zu einem – im Vergleich zu den Mitbewerbern – „erschwinglichen“ Preis erschienen.

Das Moto X und Moto G kommen gleichsam mit „quasi“ Stock Android des Weges, von Motorola fehlt fast jede Spur. Und auf jenes mobile Betriebssystem Android möchte sich Google fortan konzentrieren, wie der Vorstandsvorsitzende Larry Page am Mittwochabend mitteilte, denn: Google verkauft Motorola für 2,9 Milliarden US-Dollar an den chinesischen Computerhersteller Lenovo.


Zwar wurde bereits die Sparte für digitale Fernsehempfänger für 2,3 Milliarden US-Dollar an Arris veräußert. Dennoch fährt der IT-Gigant aus Mountain View einen satten Verlust an – das „Spielzeug“ Motorola hat sich demnach für Google nicht ausgezahlt.

Im Sommer 2012 wurde die Mobilfunkbranche von Motorola für stolze 12,5 Milliarden US-Dollar übernommen. Der Verkauf erhält demnach das Prädikat „überraschend“.

Google behält Patente

Mit dem Kauf von Motorola sicherte sich Google auch zahlreiche Patente – und diese bleiben wohl auch, bildlich gesprochen, in den USA. Doch auch im letzten Quartal wies Motorola herbe Verluste aus, die Rede ist von 248 Millionen US-Dollar alleine im dritten Quartal 2013.

Das Motorola Moto X etwa verkauft sich offenbar schlechter als erhofft, wie faz.net berichtet. Und die Markteinführung des Motorola Moto G dürfte am Sinneswandel Googles nichts mehr geändert haben.

In einem offiziellen Blog-Post hat sich Larry Page zum Deal geäußert. Er geht davon aus, dass Motorola auch in Zukunft mehr und mehr großartige Produkte auf den Markt bringen wird.

Aber offenbar nicht großartig genug, um Google zufrieden zustellen.

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