Motorola Nexus 6: Akku und Display schlechter als beim LG Nexus 5?

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Das Motorola Nexus 6 wurde in der vergangenen Woche von amerikanischen IT-Seiten ausgiebig unter die Lupe genommen. Hierzulande heißt es von Google noch immer: Demnächst erhältlich – wenngleich das Nexus 6 mittlerweile im Play Store samt Preis – etwa 649 Euro etwa für 32 GB Variante – gelistet ist.

Die Test-Ergebnisse in den USA sind durchaus wohlwollend – doch es gibt auch dezente „Beschwerden“ über das Nexus 6, das samt Android 5.0 Lollipop auf den Markt kommt. So richtig enttäuscht ist zwar niemand, doch die Liste an Kritikpunkten ist vermutlich länger, als es sich Google erhofft hat.

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Die Kollegen von engagdet.com etwa stellen Google und Motorola insgesamt ein gutes Zeugnis aus: Der IT-Gigant aus Mountain View beweise, dass sie ein großes Smartphone bauen könne. Doch genau wie viele weitere Tester wird betont, dass sich das Phablet samt seiner 6-Zoll-Diagonalen im Grunde genommen nur mit beiden Händen bedienen lasse. So richtig zufrieden sind die Tester zudem nicht in Bezug auf die Akkulaufzeit.


AnandTech.com nörgeln ebenfalls in Bezug auf die Akkulaufzeit – loben jedoch die Verarbeitung des Nexus 6. Interessanterweise jedoch sei die Qualität des Displays nicht so gut wie die des LG Nexus 5 – und das obwohl beim Nexus 6 ein QHD-Display verbaut ist. Der Amoled-Touchscreeen könne in Bezug auf die Helligkeit und authentischer Farben der Konkurrenz nicht das Wasser reichen. Nicht nur das Nexus 4, auch das Galaxy Note 4 seien hier im Vorteil.

Nexus 6: Kamera – noch immer kein großer Wurf?

Auch die Kamera des Motorola Nexus 6 wird zuweilen kritisiert – The Verge schreiben, frei übersetzt, „solala“. Wobei auch das LG Nexus 5 erst dank eines Software-Updates und verbessertem HDR+-Modus gute Schnappschüsse ermöglichte. Die Verzögerungen in jenem Modus sind jedoch beachtlich – ukonio.de kann davon ein Liedchen singen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Motorola Nexus 6 enttäuscht nicht, ist aber speziell: Die Größe dürfte nicht jedem Telefon-Freund zusagen. Zudem scheint das QHD-Display nicht vollends zu überzeugen. Und die Akkulaufzeit ist – analog des LG Nexus 5 und Nexus 4 – noch immer nicht da, wo sie sein könnte. Allen voran Sony hat bereits belegt, dass ein Smartphone bei regelmäßiger Nutzung nicht notgedrungen jeden Tag neuen Saft benötigt.

Nur: All dies würden wir gerne selbst überprüfen. Wann also erscheint das Motorola Nexus 6 hierzulande? Wir harren der Dinge.

Weitere News: Nexus 5 noch immer ein Top-Modell?

Dieser Vergleich lag in der Luft – und die Kollegen von androidauthority.com haben ihn sehr umfangreich und zielführend angestellt: LG Nexus 5 versus Motorola Nexus 6, oder anders formuliert – das Flaggschiff Googles aus dem letzten Jahr im Vergleich mit dem neuen Highend-Gerät vom IT-Giganten aus Mountain View.

Bis dato ist das Motorola Nexus 6 nicht in Europa gelandet, doch fest steht: Es ist deutlich teurer als die Nexus-Vorgängermodelle. Und: Eine ganze Ecke größer. Und so wird es gewiss Nutzer geben, die sagen: Ich würde lieber 350 statt 650 Euro für ein Telefon ausgeben. Und: Ein Phablet soll es auch nicht sein, fünf Zoll „passt schon“.

AndroidAuthority listen all die Stärken und leichten Schwächen des Nexus 5 – und erhalten in weiten Teilung unsere „Zustimmung“: Auch wir nutzen das LG Nexus 5 seit nunmehr einem Jahr im täglichen Gebrauch. Alles in allem macht das Nexus 5 seine Sache gut und es wird gewiss nicht allzu viele Bereiche geben, in denen das Nexus 6 meilenweit entfernt ist. Uns ist noch keine App untergekommen, die das Nexus 5 ans Limit bringt. An den technischen Spezifikationen kann es also nicht scheitern.

Die Bildqualität des Nexus 5 derweil hat sich zwar dank der rasch vorgenommenen Updates verbessert, der HDR+-Modus ist aber nicht der schnellste. Und: Die Akkulaufzeit bleibt ein Schwachpunkt. Ersten Benchmarks nach soll Google in Hinblick auf das Nexus 6 seine Hausaufgaben gemacht habe: Das Nexus 6 dürfte somit mehr Saft haben als das Nexus 5, und das obwohl die Display-Diagonale nicht 5, sondern knapp 6 Zoll beträgt.

Da Google auch dem LG Nexus 4 „noch“ das Update auf Android 5.0 Lollipop spendiert, dürfte für das Nexus 5 gelten: Mindestens ein Jahr lang dürfte der mobile Begleiter noch im vollen Umfang Android-Updates erhalten. Lollipop soll ohnehin zeitnah für das LG Nexus 5 ausgerollt werden – angeblich gab es Probleme im WLAN-Modus, der Akku soll sich schnell entladen haben. Doch die Probleme seien mittlerweile behoben, berichtet AndroidPolice.

Fakt ist: Das LG Nexus 5 ist im Vergleich zur Konkurrenz noch immer günstig. Trotz Preisverfalls sind das HTC One M8 oder das Samsung Galaxy S5 noch immer deutlich teurer als das LG Nexus 5. Wer auf das neue QHD-Display des Nexus 6 verzichten kann, ohnehin kein Phablet sein Eigenen nennen möchte und auf Stock Android abfährt, der kann sich getrost das Nexus 5 noch einmal in Ruhe anschauen.

Auch Google verkauft das Devie weiterhin über seinen Play Store, in dem mittlerweile auch das Nexus 6 gelistet ist, mit dem Hinweis „bald verfügbar“. Es ist demnach nicht zu spät, um sich mit dem Nexus 5 vertraut zu machen. Gut möglich also, dass das Nexus 6 so schnell seinen „kleinen Bruder“ nicht in den Schatten stellt…

Frage an Nexus-Nutzer: Seid ihr mit eurem LG Nexux 5 zufrieden? Oder liebäugelt ihr mit einem Kauf des Motorola Nexus 6? Über eure Einschätzungen sind wir stets dankbar.

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4 Kommentare zu "Motorola Nexus 6: Akku und Display schlechter als beim LG Nexus 5?"

  1. Im letzten Absatz ist sicherlich das Nexus 6 mit „bald verfügbar“ gemeint, aber bei sovielen Nexussen in einem Artikel kommt man da wohl mal durcheinander 😉

    Muss ich wohl doch überlegen ob ich ein OPO oder ähnliches nehme

  2. 650€ sind mir eindeutig zu viel des guten! Die einzigen Vorteile was die Nexus Baureihe hatte war Stock Android und der günstige Preis für super Hardware. Deshalb wird wahrscheinlich mein nächstes ein oneplus one.

  3. Zunächst bin ich erstmal gespannt auf die Performance von Lollipop auf meinem Nexus 5. Bis auf die Akkulaufzeit bin ich auch jetzt noch vollauf zufrieden mit dem Teil. Da es nach einer Weile immer in den Fingern juckt etwas neues zu holen, hatte ich auch eher das Oneplus one im Auge, doch ob es sich für mich wirklich lohnt, ist sehr fraglich

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