Motorola Nexus 6 und der Fehlerteufel: Nexus 6 Amoled-Display macht Probleme

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Das Motorola Nexus 6 ist noch immer nicht hierzulande „gelandet“, doch die Negativschlagzeilen wollen einfach nicht abreißen.

Aktuell rückt das rund 6 Zoll große Display des Nexus 6 ins Rampenlicht: In ersten Tests ohnehin schon nicht überschwänglich mit Lob bedacht, heißt es nun, dass das Amoled-Display „einbrennen“ kann. So sei schemenhaft zu erkennen, welche Pixel über längere Zeit angezeigt wurden. Die „Leuchtkraft“ der Pixel macht dem Nexus 6 Touchscreen offenbar zu schaffen. Die junge IT-Fachfrau Erica Griffin hat bei Google+ über ihr „Leid“ geklagt: Nach nur zwei Tagen zeigt das Display quasi jene ungeliebten „Gebrauchsspuren“ an.

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Probleme mit Displays sind gewiss nicht unüblich – aber nach so kurzer Zeit ist ein Auftreten eines solch massiven Problems nicht gerade schmeichelhaft. In den Kommentaren wird das Nexus 6 so denn mit einiger Häme bedacht.


Doch auch die Nexus-Vorgänger machten zuweilen „Ärger“: ukonio.de nutzt das LG Nexus 5 und nutzte das Samsung Galaxy Nexus als Redaktionsgerät. Bei geringer Helligkeit hat das Display des Galaxy Nexus die Farben zuweilen mit einer Lila-Färbung angezeigt – unser Gerät blieb von diesem „Umstand“ verschont. Ein Problem übrigens, das nun beim Nexus 6 offenbar laut Kommentaren ebenfalls auftreten kann.

Das LG Nexus 5 mussten wir bereits nach wenigen Tagen umtauschen: Ein Pixelfehler im gut sichtbaren mittleren Bereich war ein Ärgernis. Der Support jedoch war einwandfrei – Google stellte schnell ein Ersatzgerät (es handelte sich um kein Testgerät).

Ob der Häufung an Problemen hat die Wartezeit auf das Motorola Nexus 6 wiederum was Gutes: Vielleicht schaffen es Motorola und Google, dem Nexus 6 die Kinderkrankheiten möglichst schnell auszutreiben.

Weitere Meldungen zum Motorola Nexus 6

Das Motorola Nexus 6 kommt nicht aus den Schlagzeilen – und diese sind mitunter nicht gerade schmeichelhaft für Google und Motorola: Zunächst musste eine Charge ob eines Bugs zurückgegeben werden, und nun sorgt ein weiterer Umstand für Aufsehen: In den USA trauten einige Motorola Nexus 6 Kunden ihren Augen nicht, als sie ihren mobilen Begleiter nach dem ersehnten Erhalt„anwarfen“, denn: Nicht Android 5.0 Lollipop war aufgespielt – sondern eine „Factory testing“-Firmware von Android 4.4.4 KitKat.

Ein Video des unter anderem betroffenen Nutzers Jamie Lee Wagner zeigt bei Google, dass der Monitor zunächst einmal größtenteils schwarz bleibt und unten ein dezentes Menü aufgeführt ist. Einzelne Funktionen können gestartet werden – doch optisch mutet alles sehr reduziert an. In den Settings dann die Bestätigung: Auf dem Motorola Nexus 6 ist tatsächlich Android 4.4.4 – und nicht Android 5.0 – aufgespielt.

Laut Forenmeldungen sind bis dato aber „nur“ Geräte mit AT&T-Branding betroffen. Der Netzbetreiber tauscht die betroffenen Geräte zwar aus, dennoch stellt sich die Frage: Wie kann so etwas passieren? Das Verschicken von Testgeräten gehört sicherlich nicht zur gängigen Praxis.

Nun, bekanntermaßen ist nichts unmöglich. In den Kommentaren unter dem Video des Nexus 6 samt aufgespielten Android 4.4.4 tummeln sich nun Freaks die Jamie davon abraten, das Nexus 6 vorschnell abzugeben. Denn ein Google-Gerät nebst Test-Firmware lässt natürlich aufhorchen.

Nexus 6: Das nächste große Ding?

In den letzten Wochen wurde hinlänglich darüber philosophiert, ob nun das Motorola Nexus 6 der Nachfolger des LG Nexus 5 ist – oder dem bisherigen Flaggschiff ob seine Größe doch zur Seite gestellt wird. Quasi ein Nexus Phablet und Smartphone.

Google hat im Grunde genommen die Antwort gegeben: Mittlerweile sind sowohl das Nexus 5 als auch das Nexus 6 im Play Store gelistet.

Einige „Rätsel“ ranken sich derweil um das Nexus 6. So wird etwa im XDA-Developer-Forum die Frage aufgeworfen, warum das Nexus 6 nicht – analog des LG Nexus 4 und Nexus 5 – auf eine LED-Lampe oberhalb des Displays vertraut. Diese blinkt etwa bei Benachrichtigungen. Interessanterweise ist so eine Lampe doch verbaut – wie nun „Freaks“ herausgefunden haben. Sie zu aktivieren ist aber für den „Otto-Normal-Verbrauchter“ nur schwerlich möglich. Denkbar ist, dass eine neue Funktion der Lampe den Rang abgelaufen hat: Unter Lollipop können Nachrichten auch ganz dezent auf dem ansonsten abgedunkelten Display angezeigt werden.

Sei es drum. Weniger erfreulich ist derweil die Meldung, nach der zumindest einige Modelle des Motorola Nexus 6 defekt seien: Der US-Netzbetreiber A&T wurde laut droid-life.com mit einer Fuhre Nexus 6 Modellen beliefert, die eine fehlerhafte Zusatzsoftware beinhaltet. „Bloatware“ mache den Gebrauch des Nexus 6 quasi unmöglich.

Da auch Android 5.0 auf dem Nexus 5 und Nexus 7 alles andere als fehlerfrei zu laufen scheint – Nutzer berichten im Produkt-Forum von Google von App-Stürzen und einem teils behäbigen System – darf der Marktstart von Motorola Nexus 6 samt Android 5.0 Lollipop im Schlepptau als holprig beschrieben werden.

Während etwa ukonio.de auf seinem Nexus 5 Redaktionsgerät Android 5.0 bereits aufspielen konnte und im Großen und Ganzen recht zufrieden mit der neuen Firmware ist – einige Abstürze haben das Nexus 5 seit dem Update jedoch auch schon heimgesucht –, warten viele Nexus-Nutzer noch immer auf die neue Firmware. Der Startschuss sollte ursprünglich bereits am 3. November erfolgen. Der Rollout darf demnach als „schleppend“ bezeichnet werden. Für Stock-Android-Geräte bis dato untypisch.

Zudem ist aktuell unklar, wann genau das Motorola Nexus 6 in Deutschland auf den Markt kommt. Der Nexus 5 Nachfolger ist wie anfangs beschrieben zwar mittlerweile im Play Store gelistet – und konnte vorbestellt werden. Mittlerweile sind jedoch sowohl die 32 als auch die 64 GB Variante nicht auf Lager.

Zum Nexus 5 Marktstart hielten im Vergleich zum Nexus 4 Startschuss die Server. Beide Geräte wurden noch im November ausgeliefert. Das Nexus 6 scheint hierzulande jedoch erst im Dezember zu landen. Womöglich hat Google dann die Probleme mit Android 5.0 schon in den Griff bekommen. Und das wäre dann wiederum eine gute Nachricht.

Nexus 6: Kein November-Release

Zuletzt hat Google bereits gegenüber Golem dementiert, dass das Nexus 6 noch im November auf den Markt kommen. Zuletzt war der 25. November als Release-Termin durch das Netz geschwebt.

Auch die Metro-Töchter Media Markt oder Saturn haben ihre Lieferdaten bezüglich des Nexus 6 mittlerweile angepasst – wann genau das Nexus 6 ausgeliefert wird, bleibt schwammig. Zudem wird zwischen der Variante mit 32 oder 64 GB internen Speichers unterschieden.

Google selbst vertreibt das Nexus 6 über seine Website, teilweise übrigens zu einem teueren Preis. Die Zeiten, in denen ein Nexus-Gerät via Play Store günstiger war als bei Media Markt und Co. sind demnach vorbei.

Vorgestellt wurde das Motorola Nexus 6 bereits im Oktober – die Zeit bis zur tatsächlichen Markteinführung verfliegt für so manch Kaufinteressant gewiss nicht wie im Fluge. Nicht nur der Preis von 650 beziehungsweise 700 Euro überraschte. Auch die Größe ist eine klare Ansage: Mit einer rund 6-Zoll-Display-Diagonalen geht Google ein gewagtes Experiment ein.

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