Proteste gegen Lauf-Event an der Alster

aussenalster-baenke-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. In der Hansestadt geht es zuweilen sportlich zu. Der HSV kämpft für den Ligaerhalt, St. Pauli spielt um den direkten Wideraufstieg. Die Freezers, die Handballer, es ist viel los. Bürgermeister Olaf Scholz brachte zudem eine neuerliche Bewerbung für die Olympischen Spiele ins Gespräch.

Sportlich darf es also zugehen – aber nicht um jeden Preis. So plant der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) einen „MyCityRun“ in fünf Großstädten, und auch Hamburg macht „das Rennen“.

Von Ende Mai bis Anfang Juli soll das Event sechs Mal stattfinden. Doch nun berichtet das Abendblatt, dass sich der Bezirk Eimsbüttel gegen die Planungen stemmt. Das Alstervorland mit seinem 2,3 Kilometer langen Rundkurs sei als Austragungsort, frei übersetzt, schlicht nicht geeignet.

Keine Eventfläche

Das „Basislager“, als Start und Ziel, soll am Fährdamm in Höhe des Cafés Cliff (Verlängerung Alsterchaussee) sein. Doch ein Truck mit Bühne und die üblichen Stände würden das Idyll beeinflussen.

Die Politik auf Bezirksebene ist sich einig: Im Sommer darf die „Naherholungsoase“ (GAL) nicht sechs Mal gestört werden. Doch das Sportamt macht weiter dezent Druck – zudem hätte es schon einen Kompromiss gegeben: Statt ursprünglich geplanter zehn Veranstaltungen seien es nun nur noch sechs.

Die Entscheidungsträger indes sitzen in der Bezirkspolitik. Ein Einlenken scheint derzeit unwahrscheinlich. Es sollte daher rasch nach einer Alternative Ausschau gehalten werden, denn der sportliche Aspekt ist durchaus „löblicher Natur“.

Das Motto muss also lauten: Handeln, bevor die Zeit wegläuft.

Zum Thema: Alstereisvergnügen 2012

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