Nexus 6 Release: Was das Nexus 6 vom LG Nexus 5 lernen kann

google-lg-nexus-5-android-4-4-kitkat-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Die Anzeichen auf einen baldigen Release des Nexus 6 – oder Nexus X – verdichten sich: Im Google Play Store ist zumindest die schwarze Variante samt 32 GB internen Speichers ausverkauft. Der Hinweis „Momentan nicht auf Lager“ lässt natürlich mehrere Deutungen zu, aber gut möglich ist, dass jene Variante auch – zumindest über den Play Store – nicht mehr zu beziehen sein wird. Die weiße und rote Version, auch in der 16er-GB-Variante, ist jedoch noch binnen ein bis zwei Werktagen lieferbar.

Während das Rätselraten um das möglichen Motorola Nexus 6 anhält, bleibt die Frage, ob Google erneut einen „Schlussverkauf“ startet: Das LG Nexus 4 wurde vor rund einem Jahr kurz vor Veröffentlichung des LG Nexus 5 um 100 Euro im Preis gesenkt.

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Sollte als auch das LG Nexus 5 noch in größeren Stückzahlen verfügbar sein, wäre ein solcher Schritt gewiss denkbar.


Das Nexus 6 soll samt 5,2 Zoll Display auf den Markt kommen, auch Qualcomms Snapdragon 805 Prozessor könnte verbaut sein. In Sachen „Power unter der Haube“ dürfte nichts anbrennen. Doch inwiefern kann das Nexus 6 das Nexus 5 wirklich ausbremsen beziehungsweise einen oben draufsetzen?

ukonio.de hat das LG Nexus 5 seit Beginn an im Gebrauch. Zu kritisieren gab und gibt es wenig. Zwar mussten wir ein erstes Modell nach wenigen Wochen aufgrund eines Pixelfehlers austauschen, doch der Versand lief problemlos.

Nexus 6 und die Hausaufgaben

Ein paar Punkte sind jedoch zu kritisieren, sie trüben das ansonsten sehr gute Gesamtbild des LG Nexus 5 aber nur ein wenig: Vor allem die Akkulaufzeit kann noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wer sein Nexus 5 rege nutzt, wird es am Abend aufladen müssen. Wobei bei intensiver Nutzung bereits am Nachmittag panisch nach dem Ladegerät Ausschau gehalten wird. Sicherlich: Das Nutzerverhalten unterscheidet sich. Dennoch wäre Google gut beraten, dem Nexus 6 einen leistungsstärkeren Akku zu verpassen.

Ein weiteres Problem ist der Ton über den Kopfhörer und übe die „Boxen“. Google hat versucht, hier gegenzusteuern, in dem bei einer zweiten Variante des Nexus 5 die Ausgänge etwas vergrößert wurden. Doch wer etwa Musik „zu laut“ hört, der wird mit einem Übersteuern konfrontiert. Die Abstimmung stimmt hier schlicht weg nicht. Aber klar: Bis zum Maximum muss der „Sound“ natürlich auch nicht aufgedreht werden. Es empfiehlt sich beim Nexus 5 auch nicht.

Spannend wird sein, inwiefern sich bei einem möglichen Mototora Nexus 6 (Codename „Shamu“) die Kamera von der des Nexus 5 unterscheidet. Google hatte hier versucht, mit dem schnellen Update auf Android 4.4.3 nachzubessern, denn: Viele Nutzer klagten über ein „Unschärfe-Problem“. Tatsächlich ist der Autofokus leider des Öfteren falsch vor. Wir haben es uns angewöhnt, schlichtweg nur noch im HDR-Modus zu fotografieren. Das Problem ist nur, dass es eine Verzögerung gibt – und nach zwei, drei Bildern müssen die Schnappschüsse erst verarbeitet werden, ehe neue Fotos geknipst werden können. Der Autofokus stellt im HDR+ Modus aber zumeist scharf. Und an der Farbintensität derweil gibt es nichts auszusetzen.

Immerhin: Die Bilder wurden stets besser – wenn etwa ein Vergleich mit dem Samsung Galaxy Nexus, LG Nexus 4 und LG Nexus 5 herangezogen wird.

Die nunmehr vergriffene schwarze Variante es LG Nexus 5 samt 32 GB internen Speichers kostete zum Marktstart genau halb so viel wie etwa das iPhone 5S. Sollte Google die Nexus-Geräte erneut – quasi subventioniert – auf den Markt bringen, dürfte die Nexus-Fangemeinde weiter ansteigen.

Aktuell wird damit gerechnet, dass Google das Nexus 6 womöglich Ende Oktober vorstellt. Die Server des Google Play Stores sollten also noch mal durchschnaufen.

Wer von euch plant, sich das Nexus 6 genauer anzuschauen – beziehungsweise hat bereits Erfahrungen mit dem LG Nexus 5 oder den Vorläufern gesammelt? Was erwartet ihr euch vom Nexus 6? Über eure Einschätzungen sind wir dankbar.

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4 Kommentare zu "Nexus 6 Release: Was das Nexus 6 vom LG Nexus 5 lernen kann"

  1. Ich nutze das N5 seit Weihnachten. Wie auch schon die 2 Jahre zuvor das Galaxy Nexus und Nexus4.

    Ich bin ebenso super zufrieden im Allgemeinen.
    Für mich gibt es auch nur die bereits im Artikel erwähnten Verbesserungsmöglichkeiten:
    Akku, als IT Kraft hält es zwar bis zum Abend, aber nur dank des energysavings ab 15% und wenig Nutzung ab 1830… Natürlich bei eher höherer Nutzung (VoIP Telefonie etc).
    Kamera bin ich zwar eigentlich sehr zufrieden, aber bessere Qualität bei nicht Tageslicht wäre super. Schnappschüsse sind aufgrund des fokussierens auch sehr mühsam.
    Musik (Kopfhörer + boxen) sind overall eigentlich ok. Weniger schäppern und Stereo wäre aber toll.
    Auch wird das Gerät sehr warm vergleichsweise wenn man den Akku lädt. Wechselakku wird es zwar nie geben, würde ich aber voll unterstützen. Wechselbare Rückseite anstatt verschiedener Modelle wäre toll.

  2. Ich glaube nicht, dass es einen wesentlich größeren Akku geben wird, da wird Google wahrscheinlich eher auf Project Volta vertrauen.

  3. Ich glaube auch nicht dass der Akku dicke wird.
    Wenn Nexus mit allen Komponenten Top wäre würde niemand mehr htc Samsung usw kaufen für viel teurer.

    Aber was mich wundert ist das kaum handfeste Gerüchte erscheinen.
    Google hält diesmal dicht.

    Aber egal wie dicht Google auch ist…
    Goethe war Dichter

  4. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Nexus 5 das einzige das ich verbessern würde wäre der Lautsprecher und die Kamera. Mit Paranoid Android läuft das Dingen so was von unglaublich gut. Akkulaufzeit hat sich im Gegensatz zu Stock gefühlt um 40-50% gesteigert. Das Handy ist heute z.B. seit 11h ohne Akku und 1h display on time aktiv und ich habe noch 84% akkukapazität

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