Der Reiz einer alleinigen Großstadt

radiopreis-2011-olaf-scholz-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Immer wieder mal gibt es Diskussionen, ob denn Bundesländer zusammengelegt werden sollen. Durch die Fusion, so die Theorie, könnten Kosten eingespart werden.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz sieht das anders und gab zu Protokoll: „Billiger wird durch die Zusammenlegung von Ländern nichts.“

Teurer Spaß?

Scholz ist laut einer dpa-Meldung vielmehr der Meinung, dass die Streitigkeiten nach einer möglichen Zusammenlegung von Bundesländern erst so richtig losgehen: Etwa die Frage, wo welche Behörde hinkäme, würde wohl erst in 20 Jahre geklärt werden. Und die Zeit könne womöglich nicht genutzt werden, um andere Probleme zu lösen.

Zudem ist der SPD-Mann ein klarer Verfechter von Stadtstaaten, können diese doch „ein Labor der Moderne sein“. Fast schon philosophisch anmutend, diese Aussage.

Scholz also erteilt Gedankenspielen eine Absage, die etwa Hamburg und Schleswig-Holstein einen „Bund fürs Leben“ nachsagen.

Bislang lebt und arbeitet man schiedlich und friedlich nebeneinander. Und das wird womöglich auch noch so bleiben – mindestens 20 Jahre.

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