Der Analog-Talk im ZDF

pelzig-haelt-sich-zdfZDF/Tobias Hase

Zunächst unterhielt sich Frank-Markus Barwasser mit interessanten Menschen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in seiner Paraderolle als Erwin Pelzig im Dritten, irgendwann durfte er dann auch im Ersten ran.

Dann gab es da im letzten Jahr die Anfrage vom ZDF – es wurde ein Nachfolger für Georg Schramm gesucht, „Neues aus der Anstalt“ rief. Doch die ARD hat es so gehalten wie HSV-Sportdirektor Frank Arnesen mit Huub Stevens: Mit zwei Leuten reden, das geht nicht.

Barwasser hätte kein Problem damit gehabt, im Ersten und im Zweiten zu senden. Ganz öffentlich-rechtlich also. Aber vielleicht war es gut, dass die ARD Pelzig auf den Lerchenberg schickte. Fürs Zweite läuft er derzeit zur Höchstform auf.

Aufgemerkt!

Letzte Woche brillierte Pelzig mit Urban Priol in der Anstalt, und eine Woche drauf brachte er es fertig, über eine Stunde zu senden – ohne Werbung und eine Minute Langeweile. Wie ist das möglich, wenn als Talkgäste drei Politiker geladen sind?

Rainer Brüderle (Weinkenner der FDP), Julia Klöckner (Twitter-Königin der Union) und Sebastian Nerz (Pirat im Anzug) stellte Pelzig schlicht die richtigen Fragen. Ob die Politiker dabei gut aussahen, darf der Zuschauer selbst entscheiden.

Nur: Warum darf Pelzig nur sieben Mal im Jahr ran? Dieses großartige Format darf gerne öfters gesendet werden. Anne Will, Reinhold Beckmann, Günther Jauch und Co. unterhalten sich schließlich auch einmal wöchentlich.

Doch bei Pelzig treffen Unterhaltung und Wissensdurst aufeinander. Das mag an der Bowle liegen.

Hut ab!

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