Rafael van der Vaart und der raue Wind beim HSV

hsv-fahne-sonne-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Es weht ein rauer Wind im Volkspark. Von Sommer keine Spur – und auch beim Hamburger Sportverein bleibt es „angespannt“. Eine Rauferei im Training – und der seit einigen Tagen offen ausgetragene „Zwist“ zwischen der HSV-Führung um Carl-Edgar Jarchow und Investor Klaus-Michael Kühne lassen kein Sommer-Feeling in der Hansestadt aufkommen.

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Es geht um die mögliche Verpflichtung von Rafael van der Vaart. Der 29-jährige Spielmacher kickte einst vier Jahre in Hamburg, wechselte dann zu Real Madrid (sein geliebtes Spanien) und sorgt seit zwei Jahren in der Premier League bei den Tottenham Hotspurs für durchaus positive Schlagzeilen.

Nun als pocht Kühne mit großer Vehemenz darauf, Rafael van der Vaart zum Hamburger Sportverein zurückzuholen. Am Freitag lud er zu einer Telefonpressekonferenz, an der auch ukonio.de teilnahm.


Sorgen eines Gönners

Kühne gab zu Protokoll, er würde den Teil, der ihm nach dem Transfer von Paolo Guerrero zusteht, gerne für eine Verpflichtung des Niederländers reinvestieren. Sollte jedoch der HSV bei seinem „Nein“ in Sachen Verpflichtung des Publikumlieblings bleiben, würde er das Geld recht gerne und recht bald wiedersehen.

Auf die Frage von ukonio.de, ob der HSV neben van der Vaart auch auf jüngere Spieler setzen sollte, antworte der Milliardär, eine gute Mischung sei vonnöten.

Doch zu der angepeilten „Mischung“ wird es offenbar nicht kommen. Während Jungsporn Slobodan Rajkovic bei den Hamburger nach seiner Prügeleinlage keine Zukunft mehr zu haben scheint – Trainer Thorsten Fink setzt nicht mehr auf einen der „Hoffnungsträger“ – scheint eine Verpflichtung von van der Vaart unwahrscheinlich. Oder immer „unwahrscheinlicher“?

Der Niederländer selbst gab an, seinen Vertrag in London wohl erfüllen zu wollen. Der Verein möchte den Spieler dann offenbar doch nicht ziehen lassen (wobei eine entsprechende Ablöse wohl noch immer ein Argument sein könnte), und der HSV pocht auf seine schwierige Finanzlage. Da hilft es auch nicht, dass Fink und auch Manager Frank Arnesen durchaus Sehnsüchte nach gestandenen Spielertypen haben.

✎ Rafael van der Vaart und die Initiative von Klaus-Michael Kühne

Und offenbar hat da auch ein Gönner wie Klaus-Michael Kühne das Nachsehen. Um, wie vom Spediteur angegeben, wieder international zu spielen, muss in den nächsten Spielzeiten im Volkspark ein kleines Wunder geschehen.

Doch aktuell ist noch nicht einmal Sommer.

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