HSV: Rafael van der Vaart und die Angst vor roten Zahlen

rafael-van-der-vaart-fans-hsv-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Seit über einer Woche weilt Rafael van der Vaart nun bereits in der Hansestadt Hamburg. Abgesehen eines Testspiels, bei dem der Niederländer zugleich einen sehenswerten Treffer erzielte, galt es bis dato nur, die Trainingseinheiten in der Länderspielpause zu meistern.

HSV-Coach Thorsten Fink, der beim Tag der Legenden 2012 am vergangenen Sonntag wieder einmal in die Rolle des Spielers schlüpfen durfte und womöglich manch Trainer-Sorge für zwei Stunden hinter sich ließ, dürfte sehr gespannt sein auf die ersten Einsätze Rafael van der Vaarts. Kann der 29-jährige Spielmacher jene Impulse geben, die bis dato gefehlt haben, um die Stürmer richtig in Szene zu setzen?

Bereits das erste Training mit van der Vaart am 2. September machte deutlich, wie sehr sich die HSV-Anhängerschaft die Rückkehr des niederländischen Nationalspielers „ersehnt“ hat. Und so begrüßten sogleich die strahlende Hamburger Spätsommer-Sonne und rund 1.000 Fans den „heimgekehrten Sohn“.


Auch beim Tag der Legenden am Millerntor war Rafael van der Vaart Thema: Als Thorsten Fink Autogramme schrieb, fragte ihn ein junger Steppke: „Wie geht es Rafael van der Vaart?“

Ein Transfer und die Folgen

Ein kleines Transfermärchen hat sich da abgespielt – Vollzug wurde bekanntermaßen erst am letzten Tag der Transferperiode vermeldet. Doch HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow hat noch immer ein wenig Bauchschmerzen ob der Verpflichtung. Dem NDR sagte er: „Das belastet mich, damit tue ich mich auch nicht leicht“, denn: Jarchow befürchtet trotz der Millionen von Investor Klaus-Michael Kühne für den Transfer des Regisseurs rote Zahlen.

☼ Bildergalerie: Erstes HSV-Training mit Rafael van der Vaart

Einzig Erfolge können Jarchow offenbar aufbauen – die erste Tabellenhälfte soll es schon sein, dann würden bessere TV-Gelder winken. Und auf Erfolge werden Manager Frank Arnesen, der ob der späten Transfers und zuweilen hohen Vermittlergehälter noch immer in der Kritik steht, und Fink (Antwort: „Gut.“) setzen.

Rafael van der Vaart nebst Gattin Sylvie haben zudem – dies sei am Rande erwähnt – eine neue Bleibe im beschaulichen Eppendorf gefunden. Auf einem 400 Quadratmeter-Grundstück sollte van der Vaart genug Energie tanken können, um dann die Anhängerschaft in der bereits gestarteten Bundesligasaison erneut mit Toren zu verzaubern – genau wie schon einmal, von 2005 bis 2008.

Hamburg ist gespannt.

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