Interview mit HSV-Investor

Rafael van der Vaart und die Initiative von Klaus-Michael Kühne

Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat im Gespräch mit ukonio.de unterstrichen, dass Rafael van der Vaart in der kommenden Saison zum HSV zurückehren soll.
Investor Klaus-Michael Kühne stünde parat, sollte der HSV den Niederländer Rafael van der Vaart zurückholen wollen an Elbe und Alster. | © Andres Lehmann
Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat im Gespräch mit ukonio.de unterstrichen, dass Rafael van der Vaart in der kommenden Saison zum HSV zurückehren soll.

Hamburg. Klaus-Michael Kühne gab am Freitagmittag eine eilig einberufene Telefon-Pressekonferenz. Zuvor hatte die Kühne Holding AG eine Pressemitteilung verschickt, die einen Wunsch des Milliardärs und HSV-Fans klar unterstreicht: Holt Rafael und Sylvie van der Vaart zurück in den Volkspark.

ukonio.de nahm am Gespräch mit Kühne teil. Von Beginn an „outete“ sich der Unternehmer als noch immer glühender HSV-Fan, den der aktuelle Zustand des Hamburger Sportvereins ganz offensichtlich in Sorge versetzt.

Sein Angebot: Jener Teil des Erlöses, der Kühne aufgrund des Verkaufs von Paolo Guerrero zusteht (die Rede ist von gut 1,5 Millionen Euro), könnte in die Verpflichtung von Rafael van der Vaart „gesteckt“ werden.

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Allzu traurig zeigte sich Kühne nicht ob des Weggangs des peruanischen Stürmers. Doch wenn Rafael van der Vaart nicht käme, müsste das Geld an Kühne wie vereinbart zurück überwiesen werden. Nun aber heißt es, den Blick gemeinsam nach vorne zurichten – so sein Tenor.


Eine neue Strategie

ukonio.de fragte Kühne, ob er jene Strategie unterstütze, die neben der Verpflichtung von Rafael van der Vaart vorsieht, auch jüngere Spieler in den Kader zu integrieren.

„Eine gute Mischung ist wichtig. Der HSV braucht junge Spieler – aber auch einen erfahrenen Mann“, so Kühne. Zudem war dem Investor wichtig zu betonen, dass die Rothosen wieder eine „Leitfigur“ bräuchten.

Die vergangene Spielzeit scheint auch an Kühne nicht spurlos vorbeigegangen zu sein: „Der HSV hat in der letzten Saison gespielt – das ging auf keine Kuhhaut!“

Ehe er ergänzt, dass die Hamburger nur nicht abgestiegen seien, weil „drei Vereine noch schlechter waren“.

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Nun wolle Kühne das Gespräch mit HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow suchen. Dieser war – dies wurde während der Schalte kundgetan – überrascht, dass Kühne seine Sorgen zu diesem Zeitpunkt so klar umreißt. Ein Telefonat zwischen Kühne und Jarchow stünde aber bevor.

Doch die Frage scheint berechtigt: Wenn nicht jetzt – wann dann? Denn auch wenn Rafael van der Vaart offenbar gewillt ist, seinen Vertrag bis 2014 bei den Tottenham Hotspurs in der Premier League einzuhalten, vielleicht gibt es ja noch Hoffnung auf die alte und womöglich neue „Leitfigur“.

Klaus-Michael Kühne würde derweil seinen Teil an einer Verpflichtung beitragen.

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