Robert Lewandowski – BVB-Garant oder Mario Gomez Verdränger?

tag-der-legenden-2011-juergen-klopp-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Ein wenig darf sich der geneigte Fußball-Fan schon wundern: Der FC Bayern München hat im April den Vertrag mit Stürmer Mario Gomez bis 2016 verlängert. Es dürfte sich somit um den letzten „großen“ Vertrag handeln – in vier Jahren ist der Nationalspieler 31 alt.

Doch während sich bei der EM in Polen und der Ukraine – die für die deutsche Fußballnationalmannschaft im Halbfinale eher „unglücklich“ gegen Italien endete – noch alle Bayern-Verantwortlichen für Gomez einsetzten und den „bösen“ Mehmet Scholl attackierten, der als ARD-TV-Experte sich ob des Wundliegendes von Gomez sorgte, kommt nun ein Störfeuer von ganz oben: Präsident Uli Hoeneß.

✎ Uli Hoeneß „schießt“ gegen Mehmet Scholl und Mario Gomez

Der ehemalige Manager des Vereins gab frei übersetzt zu Protokoll – mit einem sehr guten Stürmer hätten die Bayern die Champions League gewonnen. Und „dahoam“ nicht gegen den FC Chelsea verloren. Doch ist es Wochen nach der Finalniederlage wirklich noch ratsam, nach einem weiteren Sündenbock zu suchen? Mit der Entlassung von Sportdirektor Christian Nerlinger und der Verpflichtung von Ex-DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat das Stühlerücken in München bereits begonnen.


Robert Lewandowski hat Vertrag – andere Kopfschmerzen

Derweil teilte Hoeneß der Süddeutschen Zeitung mit, er wolle Gomez mit solchen Aussagen anstacheln. Aber hat es nicht immer geheißen, Gomez bräuchte ein gemachtes Nest, in dem er sich wohlfühlt? Und sei er nicht jemand, dem Rückendeckung gut tut?

Doch es sind nicht nur solch kritische Worte eines Hoeneß – die übrigens von seinem Freund und Trainer des FCB, Jupp Heynckes, für nicht sonderlich hilfreich erachtet werden. Es sind auch Taten, die die Bayern sprechen lassen: Gleich zwei neue Stürmer wurden diesen Sommer verpflichtet.

✎ HSV: Interesse an Aleksandr Hleb – oder nicht?

Der „Heimkehrer“ Claudio Pizarro und der von Wolfsburg geholte Mario Mandzukic. Beide geben freilich zu Protokoll, dass sie nicht mit dem Gedanken spielen, auf der Bank Platz zu nehmen. Doch mit drei Stürmen und der Flügelzange Franck Ribéry und Arjen Robben können die Bayern vielleicht gegen SV Braunlage antreten, aber gewiss nicht in der Fußball-Bundesliga bestehen.

Wer ist denn noch so auf dem Markt?

Doch neben den beiden Neuverpflichtungen reißen auch die Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung von Edin Dzeko, zuletzt Meister mit Manchester City in der Premier League und einst ebenfalls gedrillt von Felix Magath, nicht ab.

Und einen Namen kriegen Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Co. offenbar nicht aus dem Kopf: Robert Lewandowski. Der 23-jährige polnische Torjäger hat zuletzt für Borussia Dortmund getroffen wie er wollte. Und so zwei Meisterschaften in Folge wecken natürlich Begehrlichkeiten.

✔ Folge ukonio.de auf Twitter, Facebook oder Google+

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wird im Kicker mit dem Satz zitiert: „Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen – nicht mehr und nicht weniger.“ Will heißen: Es wird ausgelotet, ob der Vertrag – der aktuell bis 2014 läuft – mit Lewandowski noch verlängert werden kann.

Diesen Sommer möchte Dortmund den Offensivmann unter keinen Umständen abgeben. Doch sollte der Stürmer partout nicht verlängern – klopfen die Bayern dann im kommenden Sommer erneut an?

Viel hängt offenbar von der kommenden Spielzeit ab – und der Frage, ob Mario Gomez nun gut oder sehr gut spielt.

Kommentar hinterlassen zu "Robert Lewandowski – BVB-Garant oder Mario Gomez Verdränger?"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*