Roman Abramowitsch und der erkaufte Fußball-Olymp?

yacht-roman-abramowitsch-hafen-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Es fällt schwer, einer solch bitteren Niederlage etwas Positives abzugewinnen: Auch im hohen Norden haben die meisten Sportfans den Münchner Bayern die Daumen gedrückt.

Doch Bastian Schweinsteiger wurde zum tragischen Helden des Abends, sein Elfmeter im Finale der Champions League ging an den Innenpfosten. Arjen Robben hat zuvor 120 Minuten ein tolles Spiel bestritten. Nur die Sache mit dem „Elferschützen“ wird Jupp Heynckes womöglich überdenken.

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Didier Drogba hingegen netzte im spannenden Elfmeterschießen ein und macht somit seinen Chef glücklich: Roman Arkadjewitsch Abramowitsch, der freilich in der Allianz Arena anwesend war. Bei der Pokalübergabe gab der von Franz Beckenbauer als „bescheidener Zeitgenosse“ titulierte Milliardär artig allen Chelsea-Spielern die Hand, allen voran Mittelfeldstratege Frank Lampard. Anschließend feierte er „still“ mit den Fans.


„Chelsea Football Club“

Im Jahre 2003 suchte Abramowitsch einst nach einem neuen Spielzeug. Der Milliardär übernahm den Traditionsclub FC Chelsa. Doch in den kommenden Jahren wollte es einfach nicht klappen mit dem ganz großen Titel: Der Gewinn der UEFA Champions League. Michael Ballack kann davon ein Liedchen singen.

Doch dann schlug der FC Chelsea den schon oft als „Dusel-Bayern“ betitelten deutschen Rekordmeister ausgerechnet beim „Heimspiel“. Die von Phillip Lahm angeführte Mannschaft war den „Blauen“ klar überlegen. Doch am Ende fehlte der… Dusel. Verrückte Fußballwelt.

Für Hamburg hat diese Niederlage erst einmal keine Auswirkungen, abgesehen eines Umstandes: Vor zwei Jahren verließ die Eclipse, die neue Jacht von Roman Abramowitsch, den Hamburger Hafen. Erbaut als längste Privatjacht der Welt. Und das im Trockendock bei Blohm + Voss.

✎ Traditionswerft Blohm + Voss baut weitere Luxusjacht

Angeblich hat der russische Öl-Mogul eine Milliarde in den FC Chelsea gesteckt. Jetzt, da der große Erfolg eingetreten ist, der Gewinn der UEFA Champions League, kommt wieder Geld in die Portokasse. Und Abramowitsch hat womöglich ein wenig Kleingeld über – für eine schicke neue Jacht.

Aber all dies interessiert einen Fußballfan nach solch einer bitteren Niederlage gewiss nicht. Es sollte wohl einfach nicht sein. Oder ist der Fußballolymp käuflich?

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