Sand im Getriebe

tennis-stadion-rothenbaum-winter-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Es scheint, als würden nicht mehr allzu viele Asse auf dem Center Court geschlagen werden: Das Tennis-Stadion am Hamburger Rothenbaum wird womöglich abgerissen.

Der NDR berichtet, dass das gerade mal 15 Jahre alte Stadion dringend saniert werden müsse, doch fehle das liebe Geld, um die „Betonschüssel“ wieder auf Vordermann zu bringen.

Verantwortlich für Ausbesserungen würde sich der Deutsche Tennisbund zeichnen, der am Stadion auch eine Geschäftsstelle unterhält. Die Nutzungsrechte am Gelände jedoch liegen beim Club an der Alster. Und der Hockeybundesligist kann sich nun offenbar vorstellen, das Stadion dem Erdboden gleich zu machen und stattdessen zwei neue Hockeyplätze zu bauen.

Schon jetzt ist direkt neben dem Tennis Center Court ein Hockeyfeld angesiedelt. Der Vertrag für das Tennisturnier endet derweil im kommenden Jahr. Ob Turnierdirektor Michael Stich gegen das mögliche Ende ankämpft wie einst bei den Matches auf dem Platz?

Breakball

Der DTB jedenfalls widerspricht und meint, es gäbe keine Pläne, das Stadion abzureißen. Nun nennt der NDR aber auch einen Kompromiss: Offenbar wird erwägt, ein Hockeyfeld mit temporären Tribünen zu bauen, das freilich auch für Tennisgroßveranstaltungen genutzt werden könnte.

Sinkende Besucherzahlen in den letzten Jahren, ein marodes Stadion, ein auslaufender Vertrag für das Traditionsturnier: Ach, wie gerne erinnern wir uns an jene Zeiten, als uns Boris Becker, Michael Stich und Steffi Graf stundenlang dazu verdonnerten, kleinen gelben Filzkugeln beim Auftoppen zuzusehen.

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