Hamburger Elbphilharmonie: An Bord des großen Konzertsaals

elbphilharmonie-klangreflektor-grosser-saal--rundgang-hamburg-2015-andres-lehmannAndres Lehmann

Die äußere Erscheinung der Elbphilharmonie gehört bereits seit Jahren zum Hamburger Stadtbild, mittlerweile sind alle Fenster eingesetzt – und die Gerüste verschwunden. Doch auch im Inneren des „Leuchtturms“ der HafenCity geht es Schritt für Schritt voran. Was nicht nur die Architekten Herzog & de Meuron oder den Intendanten Christoph Lieben-Seutter freuen dürfte. Bei einem Rundgang wird klar: Der große Saal für die Symphoniker ist beeindruckend. 2.150 Musikliebhaber aus aller Welt nehmen in naher Zukunft um das mittig positionierte Orchester herum Platz. Im Januar 2017 soll es mit Pauken und Trompeten losgehen.

Doch vergessen werden darf nicht, dass mit dem „Kleinen Saal“, hier beträgt die Kapazität 550 Besucher, um dem Kaistudio, mit Platz für 170 Besucher, weitere Musikräume geschaffen werden. Das „Klingende Museum“, bis dato in der Laeiszhalle beheimatet, findet zur Eröffnung ebenfalls seinen Platz in der Elbphilharmonie. Früh übt sich: Kinder können hier die unterschiedlichsten Musikinstrumente anspielen – ein Klangerlebnis für den Musiknachwuchs.

Im Sockel des umfunktionierten ehemaligen Kaispeicher A ist nach erfolgter Entkernung das Parkhaus untergebracht. Die Auffahrten für die rund 500 Fahrzeuge sind klar erkennbar. Und Freunde des Nahverkehrs fahren entweder mit der U3 bis Baumwall oder mit der U4 bis Haltestelle Überseequartier, die bereits vor gut zwei Jahren eröffnet wurde. Auch mit der HADAG-Fähre 72 lässt sich die Elbphilharmonie „ansteuern“: Eine gute Erreichbarkeit des Konzertsaals dürfte somit sichergestellt sein.

Eines ist derweil an allen Ecken und Enden der Elbphilharmonie zu erkennen: Es wird gestrichen, gebohrt und gehämmert. Das gilt auch für das Hotel und das die Luxus-Wohnungen, die elbseitig einen Mantel um die Musikräume bilden.

Die Plaza – unendliche Weiten

Doch wer nun glaubt, der großartige Blick auf den Verlauf der Norderelbe, den Hafen, die Musical-Häuser oder die weitläufige Stadtsilhouette der Hansestadt ist den Bewohnern der Nobelwohnungen und Hotelgästen vorbehalten, der irrt: Die Plaza in einer Höhe von 37 Metern wird gewiss einer der wichtigsten Touristenmagnete Hamburgs. Denn der Aussichtspunkt ist frei zugänglich.

Besonders beeindruckend sind bereits heute Glaselemente, die sich je nach einfallender Windrichtung drehen lassen. Doch nicht nur Frischluftfreunde kommen auf ihre Kosten: Das Foyer der Elbphilharmonie ist ebenfalls frei zugänglich. Um die Aussichtsplattform zu betreten, muss sich übrigens nicht verausgabt werden: Eine rund 80 Meter lange Rolltreppe führt nach oben und verspricht dank Schlauchform ein Erlebnis zu werden.

Nach einem Rundgang über eine der wohl bekanntesten Baustellen Deutschlands bleiben einem viele Bilder in Erinnerung. Vor allem jedoch ist schon heute spürbar, dass der Pulsschlag vom großen Saal ausgehen wird: Der Klangreflektor an der Decke zeichnet sich dabei genau so ab wie die Ränge und die akustische Wandverkleidung in prägnant weißer Farbe.

Hauptsache, bis 2017 ist alles gestimmt.

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