Samsung Galaxy S4 Mini im Test: Unterschiede zum Galaxy S4 „sichtbar“

samsung-galaxy-s4-mini-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Das Samsung Galaxy S4 Mini ist ein Phänomen: Im Grunde genommen sind wir noch immer – analog des Galaxy S3 Mini – darüber irritiert, dass Samsung mit just jenem Device suggeriert: Sehr her, ihr haltet unser Flaggschiff in Händen, nur „geschrumpft“. Quasi einen kleiner Ableger des großen Galaxy S4. Doch jeder, die die technischen Spezifikationen liest und vergleicht, weiß: Das Galaxy S4 Mini ist kein Highend-Gerät. Mit seinem 1,7 GHz Dual-Core-Prozessor darf von gehobener Mittelklasse gesprochen werden. Das Super AMOLED Display kommt mit einer Auflösung von 540 mal 960 Pixeln des Weges: Mit Full HD hat das nichts zu tun. Die Display-Diagonale beträgt 4,3 Zoll.

Das alles ist Grund genug, den „kompakten“ mobilen Begleiter von Samsung tatsächlich einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Handelt es sich also um einen Etikettenschwindel, oder kommt der „Kleine“ am Ende doch ganz groß raus?


Nun, was sofort auffällt: Das Samsung Galaxy S4 Mini liegt nicht nur ob seiner Größe gut in der Hand. So schön größere Displays in den Augen manch Nutzers auch sein mögen: Sie sind nicht jedermanns Sache. Und so passt das Galaxy S4 Mini spielend in die Hosentasche. Was auch auffällt: Über Samsungs Polycarbonat kann ja vortrefflich gestritten werden, doch das Galaxy S4 Mini ist gut verarbeitet. Und da das Device kompakter als der große Bruder ist, rückt das Plastikgewand auch nicht ganz so in den Fokus. Irgendwie beschleicht uns gar das Gefühl: Bei so einem kleineren mobilen Begleiter ist Polycarbonat gar keine so schlechte Idee.

Kommen wir nun aber schon zu einem der Knackpunkte: Das Display. Die Farben sind zwar – Samsung-Amoled-„like“ – schön kräftig, aber wie großartig wäre es, wenn der Touchscreen auf die gleiche Auflösung „vertrauen“ würde, wie das Galaxy S4 samt seines 5 Zoll Displays. Die Schriften lassen sich zwar auf dem Mini gut lesen, aber wer einmal ein Full HD Display in Händen hielt, merkt sogleich: Irgendwie wirkt auf dem S4-Mini-Display alles „matter“, leicht verschleiert. Das ist wohlgemerkt bei einem Mittelklasseschiff kein Beinbruch – aber der Name lässt hier schlicht anderes vermuten.

Immerhin: Die Kamera kommt mit 8 Megapixeln des Weges. Direkte Vergleichsbilder haben wir nicht erstellt, doch fällt bei Schnappschüssen in Räumen mit dem S4 Mini dann doch ein recht starkes Bildrauschen auf. Doch die bei guten Lichtverhältnissen erstellten Fotos lassen sich durchaus sehen. Zum Vergleich: Zuletzt haben wir bei eher „gedämmtem“ Licht Bilder mit dem Samsung Galaxy Note 3 erstellt, und die mit dem Phablet geschossenen Bilder spielen in einer anderen Liga.

LTE und NFC sind an Bord

Doch kommen wir zu den durchaus positiven Dingen: Das Surfen im WLan-Netz geht zügig von der Hand, Internetseiten werden beim Scrollen „sauber“ dargestellt auch etwa die Google Maps Kartenansicht bereitet keine Probleme. Alles wird zügig dargestellt: So soll das sein.

An Bord des S4 Mini ist Android 4.2.2 Jelly Bean mit der UI TouchWiz. Freilich ist ein Update auf Android 4.3 geplant – aber der aktuelle Rollout-Wirrwarr in Bezug auf das Samsung Galaxy S3 zeigt: Die Update-Politik Samsungs ist aktuell etwas holprig.

Mit Bluetooth 4.0, LTE und NFC stimmt derweil das Gesamtpaket, 8 GB interner Speicher sind derweil eher mau. Der Preis: Für das Samsung Galaxy S4 Mini müssen aktuell in den Farbvarianten schwarz und weiß gut 300 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für farbliche Spielerein wie braun oder lila werden bei Versandhändlern gerne mal schnell 50 Euro mehr verlangt.

Tja, und hier zeigt sich einmal mehr: Der Preis wird von der Konkurrenz unterboten. Das brandneue Google LG Nexus 5 etwa kostet in der Variante mit 16 GB 350 Euro. Für 50 Euro „Aufschlag“ bekommt der Käufer so denn ein High-End-Gerät. Das in Kürze erscheinende Motorola Moto G ist zudem technisch auf Augenhöhe – wird aber ebenfalls gut hundert Euro weniger kosten als das Galaxy S4 Mini.

Samsung lässt sich den Namen – Galaxy S4 – also gut bezahlen. Und hat mit dem Display die wohl größte Angriffsfläche geliefert. Doch unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Käufer bekommt mit dem Galaxy S4 Mini ein gutes Smartphone, an dessen Verarbeitung und Ausstattung es nichts zu meckern gibt – so denn man Ausschau nach einem Mittelklasse-Modell hält. Aber der Preis ist gesalzen.

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3 Kommentare zu "Samsung Galaxy S4 Mini im Test: Unterschiede zum Galaxy S4 „sichtbar“"

  1. ich habe ein Galaxy S4 Mini; bin zufrieden
    d.h. ich war z frieden bis gestern!

    dann kam die Aufforderung zum Update für die Android Software…… und nichts geht mehr.
    (die Sim-karte wird nicht mehr akzeptiert; der Ton läuft nicht mehr)
    …. und hier in der Ostschweiz bin ich nicht der einzige Kunde der verzweifelt darob ist.
    ein Flop sondergleichen

    Beste Grüsse

  2. War auch bis gester sehr zufrieden. Seit neuem Software update akzeptiert mein s4 mini keine Sim Karte..

    Was gibts neues ?

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