Samsung Galaxy S5 und iPhone 6: Gewölbte Touchscreen vom Tisch?

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Das ist doch wahrlich mal eine schräge Meldung so kurz vorm Christbaumfest: Alle Welt redet seit Monaten von gekrümmten Displays – und fast allen künftigen Flaggschiffen wird ein gewölbtes Display angedichtet. Doch in Hinblick auf das Samsung Galaxy S5 und iPhone 6 sollte nicht nur der Ball flach gehalten werden – sondern offenbar auch das Display.

So gibt es offenbar einige Gründe, die gegen eine Massenproduktion von gewölbten Displays sprechen. Beim iPhone 6 und Samsung Galaxy S5 dürften so denn jene neuartigen Displays, wie sie bei Samsung Galaxy Round und LG G Flex verbaut sind, nicht mit von der Partie sein.


The Korea Herald hat mit einigen Analysten einen lockeren Plausch gehalten. Die Kollegen von CNet in den Staaten haben die Zeilen aufgegriffen, und fassen zusammen, dass Samsung Display und auch LG Display Probleme hätten, viele gewölbte Displays herzustellen.

Die aktuellen Kapazitäten seien dabei längst nicht hoch genug, um ein Flaggschiff wie das Samsung Galaxy S5, das sich für das erste oder zweite Quartal 2014 angekündigt, oder das iPhone 6, das vermutlich im Herbst 2014 auf den Markt kommt, mit einem gewölbten Touchscreen zu bestücken. Die Aussage trifft Kim Jong-hyun, ein Analyst bei “Seoul-based Eugene Investment & Securities“ – da wollen wir ganz genau bleiben.

Doch: Nicht auszuschließen ist, dass der südkoreanische IT-Gigant neben dem Galaxy Round noch ein weiteres Galaxy-Modell mit einem gekrümmten Display bestückt. Nur: Das Samsung Galaxy S5 wird es nicht sein. Die Rede ist davon, dass es sich um eine Galaxy-Device handeln könnte, das Ende des kommenden Jahres auf den Markt kommt. Und zu diesem Zeitpunkt ist das Galaxy S5 freilich schon längst gelandet.

Ein weiterer Analyst, und zwar John Seo von Shinhan Investment, gab zu Protokoll, dass es für Apple nicht einfach sei, ein gewölbtes Display einzuführen. Vorstellbar sei ein Einsatz aber dennoch – wenn nicht für das iPhone 6, dann womöglich für 2015. Also für das… iPhone 6S. Der Schritt wäre gewiss ein gewagter – denn nicht nur das iPhone-Jünger ist bekanntermaßen ein Gewohnheitstier.

iPhone 6 und Galaxy S5: Nix gewölbt?

Doch das ist nun freilich Zukunftsmusik. Interessant aber ist: Offenbar verkaufen sich weder das Samsung Galaxy Round noch das LG G Flex gut. Seit Monaten schon sind die beiden Geräte in Südkorea auf den Markt, doch CNet bezieht sich auf weitere Quellen, wonach Samsung erst rund 10.00 Galaxy Round verkauft hat. Klingt nicht gerade nach einer runden Sache. Und auch das LG G Flex soll die Erwartungen wohl nicht erfüllen.

Etwas zynisch könnte hier so denn ergänzt werden: Passt doch, wenn die Produktion bei hohen Stückzahlen ohnehin ins Stocken gerät.

Doch die Absatzprobleme haben offenbar auch ein Grund: Weder Samsung noch LG Electronic konnten plausibel erklären, warum denn nun ein gewölbtes Display einen Sinn ergibt. Immerhin: Das G Flex lässt sich tatsächlich biegen – beim Galaxy Round sollte derweil nicht versucht werden, das Device „einzudrücken“: Es ist nicht möglich, die Form des Gerätes zu verändern.

Das Samsung Galaxy Nexus hatte (und hat) übrigens eine leichte Krümmung, die jedoch kaum auffiel. Dennoch lag (unser Nexus ist leider Geschichte – Abflug) gut in der Hand. Doch Spiegelungen und Lichtreflektionen waren identisch mit mobilen Begleitern ohne Krümmung.

Welche Schlüsse ziehen also Apple und Samsung ob solcher Meldungen? Nun, unterm Strich scheint schlicht festzuhalten: Weder das Samsung Galaxy S5 noch das iPhone 6 dürften mit einem biegsamen Display im kommenden Jahr des Weges kommen.

Aber auch Gerüchte können zuweilen ja… flexibel bleiben.

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