Von St. Pauli nach Wilhelmsburg?

buga-koblenz-rhein-schiff-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Noch immer ist nicht klar, ob die Hansestadt eine neue „Touristenattraktion“ in Form einer Gondel-Seilbahn bekommt – oder nicht.

Eine über fünf Kilometer lange Seilbahn soll die Landungsbrücken oder alternativ den Elbpark mit dem Musical-Theater „König der Löwen“ und dem Gelände der Internationalen Gartenschau (IGS) im Jahre 2013 in Wilhelmsburg verbinden.

Romantische 18 Minuten dürften Besucher über der Elbe schweben und hätten sicherlich einen einmaligen Blick auf die Hamburger Stadtsilhouette: Michel, Binnenalster oder Elbphilharmonie, die dann quasi so gut wie fertig sein dürfte.

Über den Wolken

Doch die kritischen Stimmen mehren sich: Auch wenn Stage Entertainment, die gerade mit dem Bau ihres zweiten Musicaltheaters im Hafen begonnen haben, und der Seilbahnbauer Doppelmayr Feuer und Flamme für das Projekt sind – alles läuft irgendwie noch nicht wie an der Schnur.

In diesem Falle geht es wohl gar nicht mal um die Investitionssumme von 50 Millionen Euro, sondern viel mehr um den Eingriff ins Stadtbild: Passt eine Seilbahn zu einer Hafenstadt? Könnten nicht einfach wie gewohnt Barkassen übersetzen?

Wer in diesem Jahr die Bundesgartenschau in Koblenz besucht hat, weiß: Eine Attraktion stellt eine Seilbahn allemal dar – eine schwungvolle Angelegenheit!

Es wäre nur schön, wenn die „Schwebebahn“ nach einem überschaubaren Zeitraum wieder abmontiert würde. Liegt da nicht ein Kompromiss in der… Luft?

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