Bezirksämter bekommen mehr Kompetenzen

rathaus-modell-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Gute Nachricht für die Bezirke: Der von der SPD geführte Senat hat das Programm „Entflechtung und Vermeidung von Doppelarbeit“ beschlossen. Im Klartext heißt dies: Die Bezirksämter bekommen mehr Entscheidungskompetenz. Zudem werden mehr Aufgaben zugeteilt. Und der Bürger soll so weniger Wege zurücklegen.

Somit bekommen die sieben Bezirksämter der Hansestadt „mehr Macht“. Zudem wurde bekannt, dass sich in Zukunft die zehn übergeordneten Fachbehörden auf „gesamtstädtische Aufgaben“ konzentrieren sollen.

Gegenüber dem Abendblatt zeigt sich der Chef der Senatskanzlei, Christoph Krupp (SPD), zufrieden: Die neue Regelung böte die Voraussetzung, dass die Verwaltung das Geld der Steuerzahler „so effektiv wie möglich“ einsetze.

Gleichwohl plant der Senat offenbar, 50 bis 100 Stellen „dank“ der Umgestaltung einsparen zu können…

Freund und Helfer

Der Bürger also darf sich wohl im Bereich Wohnungsbau und Gewerbe auf eine schnellere Genehmigung von Bauanträgen freuen.

Zudem sieht das „Entflechtungsprogramm“ die Stärkung der Polizei vor: Diese erhält mehr Entscheidungskompetenz, quasi als untere Verkehrsbehörde. Vor Ort soll fortan entschieden werden, wo welches Schild aufgestellt wird. Eine Abstimmung mit den Behörden sei dann nicht mehr notwendig.

Die Bezirksämter zeigen sich positiv gestimmt ob der angekündigten Veränderungen.

Ob der Bürger fortan indes Jubelsprünge nach dem Besuch eines Bezirksamtes macht, bleibt abzuwarten.

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