Sigmar Gabriel verteidigt in „3nach9“ Interview mit Marietta Slomka

heute-journal-marietta-slomka-sigmar-gabriel-screenshot-zdf-mediathekScreenshot ZDF Mediathek

Das „Timing“ hätte vermutlich nicht besser sein können: Das „unterhaltsame“ Interview zwischen Marietta Slomka und Sigmar Gabriel im ZDF „Heute Journal“ sorgte für viele Schlagzeilen. In der Talkshow „3nach9“ von Radio Bremen begrüßten so denn Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo am Freitagabend einen Tag nach dem vermeintlichen TV-Eklat den SPD-Parteivorsitzenden Gabriel.

Nachdem di Lorenzo offenbar zunächst versucht war, „das Thema“ zu umschiffen, schaltete sich der ebenfalls geladene Jan Böhmermann ein und spricht den „Bitchfight“ offensiv an. Gabriel kontert souverän, weist dann auf seine Müdigkeit am Abend der Schalte hin – und betont, dass Marietta Slomka schon gestichelt habe. Einmal mehr betont Gabriel, der nun für die große Koalition innerparteilich in Hinblick auf den Mitgliederentscheid werben muss, dass er die Fragestellung, ob eine solche Befragung der Mitglieder verfassungsrechtlich bedenklich sei, als nicht für besonders sinnvoll erachtet.


Während sich der Gastgeber Giovanni di Lorenzo mit den Antworten zunächst zufrieden zu geben scheint, und dann doch ein, zwei Mal dezent nachbohrt, grätscht einmal mehr Böhmermann in bester „Stefan Raab Kanzler-Duell“-Manier rein, und meint, per Twitter (im Studio hat ein Böhmermann sein Smartphone natürlich zur Hand) kämen die Nachfragen, warum die SPD-Mitglieder eigentlich zwei Wochen lang Zeit hätten und schriftlich über die Frage der Fragen abzustimmen hätten. Und ob Gabriel schon einmal von dem Medium „E-Mail“ gehört habe.

✎ „Heute Journal“: Es knistert zwischen Marietta Slomka und Sigmar Gabriel

Doch Gabriel kontert, es gäbe nun mal Menschen, die ihre E-Mail-Adresse nicht angeben möchten, das habe die SDP zu respektieren. Daraufhin der ZDF-neo-Moderator, dann könnten die SPD-Mitglieder doch auch ihre Postanschrift für sich behalten.

Im Grunde genommen wiederholten sich die Ereignisse des Vorabends im „Heute Journal“, aber in abgeschwächter Version: Da kamen zwei nicht auf einen Nenner.

Mit Katrin Müller-Hohenstein war derweil ein weiterer Gast in „3nach9“ anwesend, der auf dem Mainzer Lerchenberg werkelt. Die Sportmoderation wollte wissen, ob es eigentlich – wie bei so Schalten üblich – am Donnerstagabend noch ein Nachgespräch gegeben habe.

„Entweder wir hatten keine Lust, oder es gab ein technisches Problem“, sagt Gabriel schmunzelnd. Kurz darauf war auch diese Schalte – äh Sendung – vorbei.

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