Springer „vertickt“ Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost und Hörzu

hamburger-abendblatt-logo-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Nein, es gab in der Hamburger Innenstadt keinen Autokorso, als bekannt wurde: Der Springer-Verlag verkauft das Hamburger Abendblatt. Die Funke Mediengruppe – vor allem bekannt durch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung – hat zugeschlagen und das „historische“ Hamburger Tagesblatt gekauft.

Der Springer-Verlag möchte sich womöglich fortan primär auf das digitale Geschäft fokussieren – anders lässt sich der Verkauf der Blätter wohl kaum deuten. Zum vom Springer veräußerten Abendblatt-Paket gehört auch die Berliner Morgenpost und die Hörzu.

Der Verlag der WAZ greift mit 920 Millionen Euro zudem unter Umständen gar nicht mal so tief in die Tasche. Ob es sich jedoch um eine „Investition in die Zukunft“ handelt, ist jedoch zumindest einmal fraglich.

Springer & Abendblatt: Eheende nach über 60 Jahren

Mit dem Abendblatt und dem TV-Blättchen Hörzu verkauft Springer so denn jene Zeitung und jenes Magazin, mit denen der Konzern einst in den späten vierziger Jahren gestartet ist. Viele verbinden derweil heutzutage mit dem Springer-Konzern „große“ Schlagzeilen und viele Bilder.

Ob die WAZ dem Abendblatt einen neuen Anstrich verpasst, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal muss ohnehin die Kartellbehörde dem „Deal“ zustimmen.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Springer-Konzern verabschiedet sich so langsam aber sicher aus der Hansestadt – und aus dem Zeitungsgeschäft.

Oder wie würde womöglich die Bild titeln:
SPRINGER VOR DEM AUSVERKAUF?

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