Zwei Millionen Fahrten – aber wo sind die Radwege?

stadtrad-schauspielhaus-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Seit Juli 2009 kann sich ein jeder – egal ob Geschäftsmann oder Tourist – ein Stadtrad an den mittlerweile knapp 100 Stationen in der Hansestadt ausleihen.

Die Fahrten mit den roten Flitzern sind beliebt, die Registrierung wurde vereinfacht und fast überall im Hamburger Stadtgebiet finden sich Stationen, egal ob vor der Uni am Rothenbaum oder an Verkehrsknotenpunkten wie Schlump oder Jungfernstieg.

Auch am Elbufer sieht man an sonnigen Tagen viele Menschen, die auf den Rädern des Betreibers Deutsche Bahn strampeln, was die Laune hergibt.

Alles super, aber…

Doch bei aller Freude über das Stadtrad – übrigens ein wichtiges Kriterium für die Ernennung zur Umwelthauptstadt Europas – darf nicht außer acht gelassen werden: In Hamburg gibt es zu wenige Radwege.

Die Straßen sind oftmals verstopft, und auch für die Radfahrer gibt es kein Durchkommen. Mitten im Smog stehend aus der Puste?

Egal, ob in Eimsbüttel oder in Harvestehude: Abseits der breiten Hauptstraßen ist der sportliche Ausflug auf dem Zweirad zuweilen frustrierend. Wer zum Beispiel schon einmal in Kopenhagen war, weiß, wie es gehen könnte: Abgetrennte Spuren für Radfahrer – ein Traum.

Und keine Wurzel-Huppelpisten, die ob des heruntergefallenen Laubs eh nicht ausgemacht werden können.

In Hamburg gibt es erste Ansätze, doch eine runde Sache ist das Radwegsystem der Hansestadt noch lange nicht.

Aber das Stadtrad aber ist eine gute Sache.

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