Die Capitol wird zur Krabbelgruppe

In den letzten Tagen sorgte „Stromberg“ für Schlagzeilen: Viele TV-Zuschauer stören sich trotz „Kenntlichmachung“ an der doch recht plumpen Werbung für Milchreis.

Auch in der vierten Episode der fünften Staffel verteilte Stromberg (Christoph Maria Herbst) in der Kantine wieder eifrig Joghurtbecher.

Doch davon abgesehen weiß die Handlung zu gefallen. Einige Überschneidungen gibt es zwar immer noch mit dem großartigen Original „The Office“ der BBC, etwa, wenn Ernie zur Gitarre greift und anfängt, Lieder für die Jugendfreizeit einzustudieren. Ricky Gervais hat mit seinen Liedern aus „The Office“ einst im Wembley-Stadion gespielt.

Aber abgesehen solcher Überschneidungen darf festgehalten werden: Der Aufstieg von Stromberg in die Chefetage inklusive aller denkbaren Finten und Tricks bekommt der Serie richtig gut.

Waldorf-Look

Während Ulf (Oliver Wnuk) als neuer Leiter der Schadensregulierung nun endlich den Schlüssel für Strombergs altes Büro erhalten hat, soll sich „die Jennifer“ (Milena Dreißig) neu einkleiden, einem Vorzimmer angemessen: Weg vom Waldorf-Look, hin zum Minirock.

Doch auch eine neue Garderobe kann ihr nicht mehr helfen: Sie wird nach einigen Klöpsen (dicker als in der Kantine) „zurückversetzt“ in die Schadensregulierung. Über seine neue Rolle als Chef sagt Stromberg: „Je größer das Büro, desto weniger ist dort Platz für das Menschliche.“

Zu wahrer Größe lief die Sendung am Dienstag am Ende auf: Erst kommt raus, dass der Kinderwunsch von Ulf und Tanja nicht erfüllt werden kann. Und kurz zuvor offenbart Jennifer dem Bernd, dass sie schwanger ist.

Es kommt zum großen Missverständnis-Schlagabtausch zwischen Lochern, Tackern und Papierkörben: Großartiges Finale.

Die Quote stimmt die Senderverantwortlichen gewiss auch zufrieden: 1,48 Millionen Menschen schalteten ein.

Die Capitol wird also zur Krabbelgruppe. Damit hätte nun wahrlich keiner mehr gerechnet.

Wird der Bernd also wirklich… Papa?

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