Super Mario 3D World für die Wii U im Test: Auch nach einem Jahr noch tierisch gut

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Es gibt Spiele, die kann der Erdenbürger ohne Probleme anspielen – im Traum. Und das nicht aufgrund traumatischer Erinnerungen aus der Kindheit, nein. Ganz im Gegenteil: Stundenlang wurde so manch Titel „einst“ gezockt. Mit dem Spiel „Super Mario World“ im Verbund mit dem SNES dürfte so manch Spielefreund aufgewachsen sein.

Die Ähnlichkeit im Titel ist so denn beabsichtigt: Nachdem bereits im Jahr 2011 der Titel Super Mario 3D Land – in Anlehnung an den Game-Boy-Klassiker Super Mario Land – erschienen ist, folgte Ende November 2013 weltweit der Release von Super Mario 3D World. Nintendo hatte große Erwartungen in das 3D-Jump’n’Run gesteckt – und wurde nicht enttäuscht: Bis heute ist es eines der erfolgreichsten Spiele für die Wii U.

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Das Spielprinzip ist trotz des Zusatzes „3D“ denkbar einfach: Mario, Luigi, Toad oder die Prinzessin können alleine – oder im Zusammenspiel – innerhalb eines Zeitlimits Level durchspielen. Das Spiel ist dabei in verschiedene Welten mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Sichtwort „sandiges Vergnügen“ oder „rutschige Angelegenheit“ – unterteilt. Wüsten- oder Eiswelten hat es so zuvor auch schon in anderen Mario-Abenteuern gegeben. Doch der Titel Super Mario 3D World macht einen interessanten Spagat: Mario und Co. können sich nicht vollends frei in einer Welt austoben – wir denken da allen voran an „Super Mario 64“ – sondern der Weg ist stets eingegrenzt und – mehr oder minder – linear vorgegeben. Doch zweidimensional wie New Super Mario Smash Bros. ist das Spiel auch nicht. Es geht somit in die Tiefe – und dennoch wird der Spieler ein wenig an die Hand genommen.

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Katzen-Mario hat zuweilen gar mehr als sieben Leben.

Das Wii U GamePad übernimmt dabei einige interessante Aufgaben. Zwar ist es möglich, auch mit dem ProController Mario zu steuern, doch einige Level sind nur mit dem GamePad spielbar. So schweben in manch Level Ebenen erst los, nachdem auf das GamePad gepustet wurde. Oder aber, erst durch antippen einer Box auf dem Display fährt diese raus – und Mario und Co. können drauf springen, um dem Ziel näherzukommen. Das kleine Problem hierbei ist: Oftmals bleibt man beim GamePad „hängen“ und schaut gar nicht mehr auf den HD-Fernseher seiner Wahl. Doch sei es drum: Nintendo hat sich hier tatsächlich etwas Lustiges einfallen lassen, um das GamePad zu unterstützen.

Apropos HD: Die hochauflösende Grafik in Super Mario 3D World lässt einen zwar nicht vollends in Freudentränen ausbrechen wie bei Mario Kart 8. Doch auch für Super Mario 3D World gilt: Die Grafik ist gestochen scharf – und egal ob im Einzel- oder Mehrspielermodus: Es ruckelt nichts.

Aus Super Mario wird Katzen-Mario

Doch bekanntermaßen gibt es nicht nur den kleinen Mario – sondern auch Super Mario. Das Spiel Super Mario 3D World bringt zudem eine „schleichende“ Neuheit mit sich: Den Katzen-Mario. So ist es – mit entsprechendem Item hinter einem Fragezeichenblock versteckt – möglich, als Katzen-Mario Wände hochzuklettern. Auch eine Krallenattacke ist möglich – oder ein Fangsprung. Nur spezielle Streicheleinheiten benötigt Katzen-Mario nicht. Spaßig ist auch das Wirbeln mit dem Katzenschwanz – so manch Koopa Troopa kann davon gewiss ein Liedchen singen.


Das Level-Design derweil verdient ein Extra-Lob: Die Mario-Welt ist – wenn man so möchte – in verschiedene Kontinente unterteilt. Auch dieses Szenario ist aus Super Mario Land und den zahlreichen Nachfolgern bekannt. Auf jedem Kontinent kann Mario ebenfalls frei rumlaufen und die einzelnen Level ansteuern. Es gilt, grüne Sterne zu sammeln – für den Zugang einiger Level wird eine bestimmte Anzahl dieser Sterne benötigt. Sammelwütige finden in den vielen Herausforderungen auch noch Stempel, die auf einer großen Übersichtskarte zusammengefasst werden.

Zudem gibt es kleinere Herausforderungen gegen „Zwischengegner“ – und am Ende wartet stets ein Schloss, in dem es gilt, Bowser oder seinen bösen Mitstreitern auf die Finger zu klopfen: Die Feen wollen befreit werden.

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Mario und Luigi bahnen sich ihren Weg durch die 3D-Welt.

Zudem findet das Spin-Off Captain Toad: Treasure Tracker – der Release in Deutschland geht zu Beginn nächsten Jahres über die Bühne – seinen Ursprung in Super Mario 3D World: Bereits hier ist der kleine Pilz samt Taschenlampe unterwegs, um in einzelnen Herausforderungen fünf Sterne zu finden. Das Areal ist überschaubar – die Kamera kann, wie übrigens in allen Leveln, gedreht und gewendet werden. Das Besondere aber ist: Toad kann nicht springen. Diese Geschicklichkeitslevel sind innerhalb des Spiels eine lustige Abwechslung zum teils „hektischen“ Geschehen. Ein wenig Geduld aber ist gefragt – insofern dies bei dem vorgegeben „Zeitdruck“ möglich ist. Demnächst gibt es für alle, die besonders jene Toad-Level schätzen, in „Captain Toad: Treasure Tracker“ über 70 neue Abenteuer.

Mario macht das, was der Spieler möchte

Die Steuerung ist denkbar einfach – und trotz der 3D-„Tiefe“ ist sie selbst 2D-Freunden bekannt: Mario hüpft, rennt und springt wie immer. Luigi, Peach und Toad haben dabei leicht andere Eigenschaften. Die Charaktere können nach Belieben gewechselt werden. Fällt im Mehrspielermodus etwa Luigi ins „Abseits“ – kommt er kurz darauf in einer Blase wieder angeschwebt. Nun ist es nur noch vonnöten, dass ein Spieler per Sprung den „gefangenen“ Luigi erlöst und zurück ins Spielgeschehen holt.

Alles geht leicht von der Hand – doch nach und nach schraubt Nintendo den Schwierigkeitsgrad nach oben. Ständig gibt es Neues zu entdecken – und das Tolle: Selbst wenn ein Level bereits bestanden wurde gilt es, die weiteren Sterne, Stempel und Höhlen mit Items oder Power-Ups ausfindig zu machen. Neben der bekannten grünen Röhre, die meistens zur Unterwelt führt, gibt es in Super Mario 3D World auch gläserne Röhren, durch die Mario im wahrsten Sinne des Wortes hindurchdüsen kann. So lassen sich etwa Level abkürzen. Und wenn die Zeit tatsächlich einmal drängt: In vielen Ecken sind Uhr-Items versteckt, die das Zeitkontingent wieder ein wenig auffüllen.

An dieser Stelle zudem ein Tusch, denn: Ein ganz dickes Lob – oder nennen wir es „Super Lob“ – gebührt dem Score: Dieser wurde teilweise von einem Orchester eingespielt. Und bei orchestraler Begleitung macht es noch mehr Freude, Bowser einzufangen. Kein Wunder, dass der sehr stimmungsvolle und abwechslungsreiche Soundtrack bereits zum Kauf erschienen ist.

 


 

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Super Mario 3D World für die Wii U

Super Mario 3D World: Fazit

All jene, die Mario-Abenteuer bereits in den letzten Jahrzehnten geliebt haben, werden ihre helle Freude an Super Mario 3D World haben – und auch neue Käuferschichten sollten sich spielend finden lassen: Die HD-Grafik ist sehr abwechslungsreich und stimmungsvoll, die Steuerung ist sehr genau. Zudem sind der Mehrspielermodus und die Einbindung des GamePads löblich gelöst. Langeweile kommt selbst dann nicht auf, wenn einzelne Level schon durchgespielt wurden. Denn ein Stern fehlt immer. Auch die behutsame Erweiterung der Items ist geglückt – neben der bekannten Feuerblume oder dem Stern für die Unverwundbarkeit erweitert das Katzen-Item Marios Aktionsradius auf großartige Art und Weise.

Seit einem Jahr ist Super Mario 3D World nun für die Wii U erhältlich – und es dürfte erfahrungsgemäß noch eine Weile dauern, bis ein weiterer Mario-Titel in „behutsamen“ 3D diesem Spektakel das Wasser reichen kann. Insofern: All jene, die sich mal wieder in ein Jump’n’Abenteuer stürzen wollen, sollten schon mal ihre Krallen ausfahren und nach dem GamePad greifen.

Bewertung

Grafik ♔♔♔♔
Musik ♔♔♔♔♔
Steuerung ♔♔♔♔♔
Spielvergnügen ♔♔♔♔♔
Gesamteindruck ♚♚♚♚♚

Das Punktesystem:
0 (Unspielbar) bis 5 (Unschlagbar)

 


 

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