Hamburg gewinnt doch

tag-der-legenden-2011-wladimir-klitschko-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Bei der siebten Auflage des „Tag der Legenden“ gab es erneut nur Gewinner: Zwar schickte das Team Deutschland das Team Hamburg mit 6:1 „nach Hause“. Doch das ausverkaufte Millerntor-Stadion spült Nestwerk, eine hamburgische Initiative für Jugendarbeit, viel Geld in die Kassen.

Bildergalerie: Tag der Legenden

Initiator und TV-Moderator Reinhold Beckmann konnte sich freuen, ob der Resonanz und sicherlich auch ob des Wetters: Wenige Stunden vor Anstoß des Legendenspiels hatte es noch ordentlich geschüttet, doch während der neunzig Minuten des Hauptspiels kam kein Tropfen runter.

Abwehrbollwerk bei Team Deutschland

Das „internationale“ Team Deutschland setzte auf eine geballte Trainerkompetenz: Felix Magath, Stefan Effenberg und Udo Lattek schickten eine spielstarke Mannschaft aufs Feld. Johan Micoud und Michael Rummenigge trieben das Team Deutschland an, Guido Buchwald, Thomas Helmer oder Markus Babbel machten hinten die Räume eng. Ganz wie in den guten alten Fußballzeiten.

Und so gab es für das Team Hamburg kein Durchkommen, auch wenn HSV-Trainer Michael Oenning, Bernd Hollerbach oder der stürmende Roy Präger tapfer dagegenhielten. Vermutlich auch dank der Unterstützung des Ehrenspielführers: Kevin Keegan.

Am Ende half alles Aufbäumen nichts: Das Team Deutschland samt seiner internationalen Größen wie Zvonimir Soldo zeigten den Mannen aus Hamburg die Grenzen auf.

Gespräche am Spielfeldrand

Für Deutschland spielte auch Oliver Neuville. Auf seinen legendären Lattenkracher im WM-Endspiel 2002 gegen Brasilien angesprochen, sagte er der Torjäger: „Ich habe darüber oft nachgedacht, aber er ging leider knapp nicht rein.“ So ist Fußball.

Auch Ex-Nationalspieler Dieter „Staubsauger“ Eilts war bestens aufgelegt. Er erschien in Zivil und griff nicht aktiv ins Spielgeschehen ein: „Ich habe in meinen Leben so viel gegrätscht…“ Will heißen: Bei dem schwülen Wetter sollen es lieber die anderen richten. HSV-Legende Uwe Seeler schaute sich das Spektakel ebenfalls gemütlich von der Couch aus an.

Nach 2010 war auch bei der siebten Auflage der „Tag der Legenden“ Jens Lehmann wieder mit von der Partie. Doch Mr. Zettelwirtschaft hütete nicht etwa das Tor, im Gegenteil: Als Flankenläufer und bissiger Zweikämpfer spielte sich Lehmann einige Chancen raus, scheiterte aber in Hälfte zwei am starken Richard Golz, der nach dem Halbzeitstand von 4:0 Schlimmeres verhinderte.

Meistertrainer am Millerntor

Bei den Autogrammjägern war der Dortmunder Trainer Jürgen „Kloppo“ Kopp begehrt. Frei nach dem Motto „wenn es einmal läuft“ schoss auch der ehemalige Zweitligaspieler ein Tor und schwärmte nach dem Schlusspfiff von seinen Mitspielern.

Den größten Applaus des Abends aber heimste der „heimgekehrte“ Sohn ein: Holger „Stani“ Stanislawski wurde bei seiner Rückkehr auf St. Pauli gefeiert.

Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel – mit Bussen und Limousinen machten sich die Legenden wieder auf den Weg.

Auf ein neues Fußballfest im Jahre 2012.

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