The Legend of Zelda – Majora’s Mask für den Nintendo 3DS: Link und die Sanduhr

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Es gibt wohl nur wenige Spiele, die solch eine Geschichte vorzuweisen haben: The Legend of Zelda. Doch „Majora’s Mask“, der sechste Teil der Reihe, hatte bei seinem Release im Jahre 2000 für das ehrwürdige Nintendo 64 einen sehr schweren Stand.

Zwei Jahre zuvor erschien „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, ein perfektes, fesselndes Spiel. Der Autor dieser Zeilen erinnert sich an ein Zimmer, einen großen Röhrenfernseher – und an viele denkwürdige Spielsituationen.

Doch: „Majora’s Mask“ zwei Jahre später war kein Selbstläufer. Der Verkauf lief – im Vergleich zu den direkten Vorgängern – eher schleppend. Und das „gruselige“ Spielgeschehen inklusive Lauf gegen die Zeit schreckte einst womöglich so manch Spieler ab. Auch die Spielstände ließen sich längst nicht so einfach speichern. Viele Faktoren führten dazu, dass auch der Autor dieser Zeilen trotz seiner Zelda-Affinität vom Kauf Abstand nahm.

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Link beherrscht das Spiel auf der Ocarina perfekt. | © Nintendo

Nun, fünfzehn Jahre später also kommt es zu einem neuen Anlauf: „The Legend of Zelda: Majora’s Mask“ geht einher mit der Veröffentlichung des New Nintendo 3DS in Europa.

Ein Maskenhändler hätte gerne seine Masken wieder, und Link wirft sich sogleich ins Abenteuer. Doch wenn er sich nicht sputet, stürzt ein großer Mond herunter – und nicht nur die Masken lösen sich in Rauch auf. Der Oberschurke ist ein Horror-Kid, die noch in „Ocarina of Time“ eine eher untergeordnete Rolle in Hyrule spielten.


Startend in einer Festung, frohlocken in „Majora’s Mask“ im Anschluss Abenteuer in den umliegenden Arealen. Dungeons wollen erkundet werden – etliche kleine Zusatzaufgaben lockern das Spiel auf. Es empfiehlt sich, sogleich eifrig Rubine zu sammeln – denn mit dem Erwerb von Karten fällt die Orientierung deutlich einfacher.

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Nicht nur der Himmel kann einem auf den Kopf fallen… | © Nintendo

Um gleich eines zu betonen: Nintendo hat bei der Spiele-Adaption so vieles richtig gemacht – und dennoch bleibt ein „Ärgernis“. Zunächst: Die Grafik ist großartig. Es ruckelt nichts, es gibt keinen Nebel, die Konturen sind scharf und all die Figuren der Stadt oder umliegenden Wälder werden wunderbar in Szene gesetzt. Die Musik ist immer passend, viele Melodiken sind freilich vertraut – und mit dem Zurückgewinnen der Ocarina, der wohl magischsten aller Flöten, kommt erst recht Musik ins Spiel.

Auch wenn mit Tänzen oder Spielen des Instruments die Zeit verlangsamt – oder beschleunigt werden kann: Es bleibt stets der Zeitdruck – der für eine „freie Welt“ eher untypisch ist. Das mag für viele Spieler motivierend sein – oder gar eine Zusatzmotivation darstellen. Doch gerade für Gelegenheitsspieler ist dies eine Krux. Zwar lassen sich die Spielstände an etlichen Stellen im Spiel speichern – und wer vor einem mystischem Stein niederkniet, bekommt gar Tipps, wie sich die folgenden Rätsel lösen lassen, doch: Dieser permanente Zeitdruck stört den Spielfluss ungemein. Frei nach Loriot: Früher war mehr Zeit.

 


 

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The Legend of Zelda – Majora’s Mask für den 3DS

The Legend of Zelda – Majora’s Mask: Fazit

„The Legend of Zelda: Majora’s Mask“ ist grafisch ein Meisterwerk. Selbst auf dem nun „alten“ Nintendo 3DS ist es die reinste Freude, Link dabei zuzusehen, wie er durch die Lande zieht. Die Musik ist ein melodischer Genuss – auch die Soundeffekte untermalen die Atmosphäre perfekt. An der Steuerung gibt es ebenfalls nichts zu mäkeln – sie ist punktgenau, und der kleine Abenteurer macht zumeist genau dass, was sich der Spieler wünscht. Nur das Spielvergnügen selbst wird durch den ständigen Zeitdruck gehemmt. Wer nicht die Zeit hat, sich abendfüllend mit dem Spiel zu beschäftigen, wird Momente des Frustes erleben, die bei anderen Zelda-Spielen eher unüblich sind. Wer hingegen Zeit hat, der wird sich vermutlich an der perfekten Umsetzung erfreuen.

Bewertung

Grafik ♔♔♔♔♔
Musik ♔♔♔♔♔
Steuerung ♔♔♔♔
Spielvergnügen ♔♔♔
Gesamteindruck ♚♚♚♚

Das Punktesystem:
0 (Unspielbar) bis 5 (Unschlagbar)

 


 

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