Quoten-Fiasko oder Zoten-Festival?

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Vier Ausgaben der Sendung „Gottschalk Live“ liegen nun hinter uns. Und bis dato verlief zuweilen alles genau so, wie von vielen „Experten“ befürchtet: Nach guter „Neugier“-Quote zu Beginn, sanken die Zuschauerzahlen der Live-Show am Donnerstag deutlich unter die zwei Millionen-Marke.

Mit 1,82 Millionen Zuschauern erfüllt Gottschalk bereits am „Ende“ der ersten Woche seiner groß angekündigten Sendung nicht mehr die Erwartungen der ARD-Oberen, so steht es zumindest zu vermuten.

Was also ist geschehen? Nun, die Donnerstagsausgabe bot erneut solide Unterhaltung. Zunächst saß eine völlig aufgedrehte Kati Witt neben Gottschalk. Genüsslich stellte der Entertainer die Fragen, und die ehemalige Eisschnellläuferin erzählte irgendetwas von wegen einem TV-Skandal in England. In der Sendung „Dancing On Ice“ hat sie eine kräftige Dame bei einer Hebefigur „big“ im Urteil nach dem Lauf genannt. S-k-a-n-d-a-l!

I’m a big big girl

Anschließend gab es eine Schalte zu Alice Schwarzer, ihr Frauenmagazin „Emma“ erscheint nun seit 35 Jahren. Doch richtige Geburtstagsstimmung wollte nicht aufkommen, denn Schwarzer bekam sich noch fast mit Witt in die Haare, bis Gottschalk eingriff. Im Vorabend der ARD ist ein Eklat nicht willkommen.

In einer guten und durchaus pointierten Art und Weise ging „Thommy“ dann die „Überschriften“ des Tages durch, auch dieser Part wusste zu unterhalten.

Tja, und dann kam Karsten Speck und kurzzeitig wähnte sich der TV-Zuschauer bei Stern TV. Wesentliche Erkenntnis: Speck hat sich von seiner Frau getrennt. Und erklärte natürlich, dass er aufgrund böser, böser Freunde auf die schiefe Bahn geriet.

Live is life

Und schwups, schon waren auch diese gut zwanzig Minuten vorüber. Egal ob die Premiere mit Unterhalter Michael „Bully“ Herbig am Montag, die zweite Ausgabe mit Kaiser Franz Beckenbauer, dem zugeschalteten Regisseur Wim Wenders und Schauspieler Armin Rohde am Dienstag, das Opern-Duo Anna Netrebko und Erwin Schrott am Mittwoch oder jene Sendung am Donnerstag: Alle Ausgaben hatten einen durchaus soliden Unterhaltungswert mit so manch Patzer im Ablauf.

Das Schöne an Gottschalk Live jedoch ist die Kompaktheit: Während etwa Markus Lanz mittlerweile 75 Minuten mit seiner Runde „talkt“, wechseln bei Gottschalk die Gäste im zehn-Minuten-Takt. Das wirkte anfangs etwas gehetzt, doch mittlerweile wirkte die Sendeabfolge fast schon routiniert.

Nächste Woche schaut unter anderem Karl Lagerfeld vorbei. Keine Frage: Die Couch von „Wetten, dass..?“ steht nun in Gottschalks „Wohnzimmer“ in Berlin.

Der Entertainer geht im ARD-Vorabend ein Wagnis ein, doch bis dato darf festgehalten werden: Es ist ein spannendes Abenteuer.

Quasi eine allabendliche TV-Wundertüte vor der Tagesschau.

4 Kommentare zu "Quoten-Fiasko oder Zoten-Festival?"

  1. Für mich ist Thomas Gottschalk – trotz allem – einer der besten Unterhalter eine große Sendung zu moderieren.
    Aber das Konzept für diese Sendung ist wirklich zum Scheitern verurteilt. Erst einmal
    zu kurz u. dann noch mit Werbung u. Wetterbericht unterbrochen. In diese kurze Sendezeit
    ist viel zu viel hineingepackt.
    Dadurch wirkt Thomas Gottschalk viel zu hektisch u. unterbricht ständig die Leute, weil
    ihm ja die Zeit davon läuft. Durch dieses Konzept wird ein großartiger Moderator demontiert.
    Große Stars zu moderieren liegt ihm u. das wäre mit ihm ja bestimmt witzig. Aber es gibt
    jetzt schon so viele Talkshow, dann müssen das schon besondere Gäste sein, die andere
    nicht haben, evtl, mit Show-Einlagen. Lieber einmal die Woche oder im Monat zur guten Sendezeit, als eine Woche zusammen gewürfelter Schrott. Zu dieser Sendezeit hat schon jeder sein Programm, was er sonst immer anschaut,
    Und bitte rasiert. Ich staune über die älteren Männer, die sich gerne unrasiert präsentieren. Es macht doch nur noch älter. Mit dieser Show wurde Thomas Gottschalk wirklich schlecht beraten, er hat das bestimmt nicht nötig. Es ist wirklich schade, dass er seinen guten Namen durch diese Sendung kaputt macht. Da warten doch seine Gegner nur drauf.
    Ich wünsche Thomas Gottschalk viel Erfolgt und: "Weniger ist mehr !!!"

    • Gottschalk war nie ein guter Unterhalter. Er war und ist ein Dummschwätzer, der sich gern mit irgend welchen Showmenschen schmückt, die seine Sendungen, mit welchem Hintergrund auch immer, zu Werbezwecken nutzen.
      Hier hat Gottschalk einmal mehr bewiesen, was er eigentlich kann, nämlich außer dummem Geschätz, nichts!!!!!

  2. Möchte " basem " nur zustimmen !

    Bis auf die Tatsache ,daß zwei " Big Sofas " und schnuckeliges Licht alles entspannter erscheinen ließen.

  3. Das war der größte Schwachsinn seit langem. Gottschalk unvorbereitet mit wirklich dämlichen Fragen.
    Ich möchte nicht wissen, was alle Beteiligten an diesem Schwachsinn verdienen! Da muß eine Oma lange für stricken!
    Eine ABM-Stelle für Gottschalk!

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