Thorsten Fink: Kehrtwende gegen Werder mit Rafael van der Vaart?

thorsten-fink-tag-der-legenden-2013-nestwerk-millerntor-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Entscheidet das Nordderby gegen Werder Bremen über die Zukunft von HSV-Trainer Thorsten Fink? Neu-Manager Oliver Kreuzer wurde bislang noch nicht offensiv nach der Zukunft des Coaches befragt. Doch der Saisonstart dürfte ihm zu denken geben. Auch Fink selbst, der stets Optimismus verbreitet und während seiner Amtszeit bei den Rothosen durchaus etwas bewegen konnte, wirkt aktuell ratlos.

Das Abendblatt zitiert Fink mit den Worten, seine Mannschaft habe „gefühlt 90 Prozent unserer Zweikämpfe verloren“ und man sei „sehr naiv“ aufgetreten. Das Problem dabei ist: Die Naivität lässt sich offenbar im Hinblick auf die vorangegangenen Spiele nicht austreiben.

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Gleich mehrmalig stellte Fink während der Klatsche gegen Dortmund seine Mannschaft um. Zunächst mit einer Dreierkette gestartet – der neben Heiko Westermann auch der Ex-Dortmunder Lasse Sobiech und Johan Djourou angehörten – später dann mit Viererretter. Und mit Hakan Calhanoglu wurde Mitte der zweiten Hälfte die Offensive ausgerufen – während René Adler ein uns andere Mal die Bälle aus den Maschen holen musste.


Rafael van der Vaart sagte nach dem Spiel in die Mikros, auch diese Partie hätte – analog des Kräftemessens gegen den Rekordmeister aus München – mit 2:9 enden gehen. So hatten die Hamburger „nur“ sechs Treffer im Gepäck.

In den letzten Minuten der denkwürdigen Partie gewannen die Hamburger keinen Zweikampf mehr, das Umschaltspiel funktionierte nicht. Und trotz starker Paraden: Bei einigen Gegentreffern wirkte auch der Nationalkeeper demoralisiert.

Wann kommt die Kehrtwende?

Mit dem Kader wird Fink sich bis zur Winterpause durchhangeln müssen. An der Erstligatauglichkeit der Mannschaft besteht zwar kein Zweifel – aber irgendwie beschleicht den Beobachter derzeit das Gefühl, dass gestandene Charaktere fehlen.

Kapitän Rafael van der Vaart, zuletzt angeschlagen, agierte im Spiel gegen Jürgen Klopps Dortmunder „unauffällig“. Erwischt der Niederländer einen guten Tag, reißt er – wie in der Hinserie der vergangenen Spielzeit – zuweilen seine Mitspieler regelrecht mit. Ist van der Vaart jedoch im Mittelfeld überfordert, trübt das sichtlich die Stimmung im Spiel der Hamburger.

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Am kommenden Samstag empfängt der HSV in der heimischen Imtech Arena Werder Bremen. Auch die Bremer haben aktuell alles andere als ein Lauf.

Von einem Endspiel für Thorsten Fink redet derzeit laut niemand. Doch alles andere als eine deutliche Reaktion der Mannschaft könnte einen Herbststurm im Volkspark aufziehen lassen.

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