Uli Hoeneß „schießt“ gegen Mehmet Scholl und Mario Gomez

uli-hoeness-portraet-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Na, da kommt der Präsident des FC Bayern München in der Sommerpause aber auch nicht so richtig zur Ruhe. Offenbar wurde die bittere Finalniederlage gegen den FC Chelsea „dahoam“ noch immer nicht richtig verdaut.

Binnen kurzer Zeit ging es nun Mehmet Scholl und Mario Gomez an den Kragen. Mehmet Scholl hatte bei der EM in Polen und der Ukraine über den Bayern-Stürmer Mario Gomez „gelästert“, dieser habe sich ob seiner trägen Spielweise teilweise „wundgelegen“.

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Viele Sportfreunde „dahoam“ auf der Couch waren sich einig, dass der ARD-Experte mit diesem Votum etwas über das Ziel hinausgeschossen ist – wobei sich wiederum viele Hobby-Trainer im EM-Halbfinale gegen Italien bestätigt sahen, als Mario Gomez nach einer schwerfälligen Halbzeit ausgewechselt wurde.


Was erlaube Gomez?

Nun ist Mehmet Scholl aber „wieder“ Trainer der zweiten Bayern-Mannschaft, die derzeit in der Regionalliga kickt. Und da macht es sich natürlich nicht sonderlich gut, wenn Pferde aus dem eigenen Stall gescholten werden.

Scholl hat als Experte bei der ARD noch einen Vertrag bis zur WM 2014 in Brasilien. Doch Trainer bei den Bayern und TV-Experte passt in den Augen von Uli Hoeneß offenbar nicht zusammen. Das sind ja gleich zwei Dinge auf einmal. Der Welt sagte der ehemalige Stürmer nun, dass der Verein Scholl vor die Wahl stellen wolle. Klingt fast danach, als ob es in der Portokasse des ehemaligen Dribblers fortan weniger klingeln könnte.

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Auch der neue Sportdirektor bei den Bayern, Matthias Sammer, hatte seinen Job bei Premiere an den Nagel gehängt und widmet sich nun voll und ganz der Arbeit beim Rekordmeister. Tagesgeschäft eben.

Doch Uli Hoenß teilt nicht nur in die eine Richtung aus – es geht auch in die andere. Das Abendblatt zitiert Uli Hoeneß, der am Rande eines Sponsorentermins in Ingolstadt folgendes gesagt haben soll: „Wenn Mario sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger.“ Autsch, so werden Spieler in den eigenen Reihen motiviert.

Dass nur ein gewisser Lionel Messi in der vergangenen Champions-League-Saison mehr Tore als Gomez geschossen hat, scheint Hoeneß ausblenden zu wollen.

Aber in Sachen Elfmeterschießen hat Hoeneß einst ja selbst Erfahrungen gesammelt – Stichwort „Nachthimmel“.

Einfach mal Urlaub machen.

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