Lenzen braucht Partner

universitaet-hamburg-logo-andres-lehmannAndres Lehmann

Dieter Lenzen ist derzeit ein gefragter Mann. Vor seinem Engagement in Hamburg leitete er als Präsident die Geschicke der Freien Universität Berlin.

Seit Ende 2009 ruhen im Norden an der Alster alle Hoffnungen auf dem 63-Jährigen. Seine Freunde: 38.000 Studenten. Sein „Gegenspieler“: der Hamburger Senat.

Alle neun Hamburger Universitäten und Hochschulen, darunter die TU in Harburg, die HAW oder die Kunsthochschule, lehnen sich gegen die vom Senat ausgesprochenen Kürzungen auf. An der Spitze: Lenzen. Zehn Prozent sollen vom Budget abgezwackt werden, obwohl der Hamburger Haushalt nicht schrumpft, so Lenzen in der ZEIT.

Lanze brechen – Lenzen sprechen

Der Uni-Präsident möchte – sollte es bei der Streichung von Geldern bleiben – hart durchgreifen:

* Botanischer Garten: Zugang wird gesperrt
* Museen: Werden geschlossen
* Nacht der Wissenschaft: Boykottieren
* Deutschlandstipendien: Fallen weg

Die Fronten sind verhärtet. Der Senat, allen voran Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt, spricht von 800 Millionen Euro „überfälligen Bauinvestitionen“ für die Universität. Das soll in Angriff genommen werden. Klingt nicht nach Tiefstapelei. Aber was hat das mit den Kürzungen beim Bildungsetat zu tun, mit der möglichen Schließung von Fachbereichen?

Tja, und die Uni fordert einen Zuschlag von 50 Millionen. Täuscht der Eindruck, oder werden da Äpfel (Bauinvestitionen) mit Birnen (Bildungsetat) verglichen? Vielleicht sollten sich Senat und Hochschule endlich mal an einen Tisch setzen und in Ruhe reden.

Anschließend geht es gemeinsam in die Mensa.

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