Einzelkritik: Özil, Kroos, Schweinsteiger, Klose, Müller – und die „Defensive“

manuel-neuer-panini-wm-2014-andres-lehmannAndres Lehmann

Nun also stehen die Mannen von Jogi Löw im Achtelfinale dieser WM 2014 in Brasilien. Wenngleich es beim Spiel gegen die USA in Recife „ohne Ende“ regnete, hat gerade das geordnete Mittelfeld seinen Trainer (und viele Millionen Fans vor dem heimischen TV-Fernseher) nicht im Regen stehen lassen.

Doch wer hat im Spiel gegen die USA wirklich überzeugt? Wer fehlte? Die absolut sachliche Einschätzung der ukonio.de-Redaktion.

Manuel Neuer: Der Keeper des FC Bayern München war fast gar nicht zu sehen, brachte sich nicht ins Spiel ein und sorgte für keine impulsgebenen Akzente. Mit dieser Leistung nicht im Sturmzentrum zu gebrauchen.

Jürgen Klinsmann: Sang beide Nationalhymnen mit. Wäre „Klinsi“ für die USA aufgelaufen, hätte er ab und an mal nachschauen können, wie es Manuel Neuer so ergeht.

Per Mertesacker: Der Profi vom FC Arsenal versteht einfach keinen Spaß. Egal ob nun Algerien, Argentinien oder Brasilien – sprich die nächsten möglichen Gegner in den Folgerunden – sie alle sollten aus diesem deutschen Spiel gegen die USA gelernt haben: Flanken in den Strafraum schlagen bringt nichts. Da steht doch Mertesacker.

Jérôme Boateng: Wurde öfters mal auf der Außenbahn gesehen, jedoch in der gegnerischen Hälfte. Hat womöglich einige Male vergessen, auf welcher Position in Jogi Löw sieht. Bei Starkregen verliert man zuweilen mal die Orientierung.


Oliver Kahn: Spielte bei der Weltmeisterschaft im Jahre 2002 gegen die USA und verhinderte damals mit Weltklasseparaden die Niederlage. Auch jenes Spiel gewann Deutschland einst mit 1:0. Nervlich war so manch Fan aber am Ende. Dem war gestern in Recife gewiss nicht so. Und Oli hielt entspannt in Rio die Stellung.

Benedikt Höwedes: Der Regen legte einige Defizite auf dem Kopf dar – darüber hinaus: Eine gefühlt etwas wackelige Abwehrarbeit. Mag aber auch daran liegt, dass bei diesem Wetter die Frisur eben nicht hielt. Ansonsten kein Grund zur Klage.

Jogi Löw: Wurde nass gemacht.

Mesut Özil: Ein Tor würde dem Spielmacher sicherlich gut tun. Dann platzt der Knoten. Und Özil tankt Selbstvertrauen. Es bedarf einer Initialzündung. Noch nicht der Taktgeber. Klingt alles gut, wa?

Mats Hummels: Noch so eine Spaßbremse – also die Innenverteidigung steht.

Phillipp Lahm: Vermutlich unterlief er einige Male das Kamerabild. Fiel zumindest mit keinem Fehlpass auf. Er ist der Kapitän – bis zum Capitano ist es aber noch ein langer Weg. Ein Tor gegen Brasilien könnte uns umstimmen. Oder zwei.

Bastian Schweinsteiger: So muss 6er!

Mario Götze: Kam rein, blieb gefühlt fünf Mal hängen. „Hätte, wenn und aber“ bringt ja nichts. Aber Marco Reus war in Topform. Und ein Mehmet Scholl hätte bestimmt ebenfalls frischen Wind gebracht.

Toni Kroos: Das wird mal ein ganz, ganz krooser! Alles unter Kontrolle, kommt nahezu ohne Foulspiel aus, und hat sehr oft die richtige Idee. Mehr Stammplatz geht nicht.

André Schürrle: Kam kurz vor Spielende rein – einmal die Dusche in der Umkleidekabine gespart.

Lukas Podolski: Luuu-luuu-luuuu Lukas Podoooslki, Luuu-luu-luuu…. Er bleibt eine Stimmungskanone! Aber Poldi bei Regenwetter bringen? Das schlägt doch jeder Frohnatur aufs Gemüt!

Miroslav Miro Salto Klose: Durfte die zweite Halbzeit spielen, hatte einen Treffer auf dem Schlappen. Arbeitete sehr gut nach hinten mit. Warum noch gleich spielt Klose nicht von Beginn an?

Thomas Müller: Sagte nach dem Spiel in die ZDF-Kamera: „Jetzt hab’ ich tatsächlich mal ein schönes Tor geschossen!“ Und was für eins!

Am Montag geht es um 22 Uhr in Porto Alegre rund – dann trifft die DFB-Auswahl im Achtelfinale auf Algerien. Wir sind gespannt. Und hoffen auf viel Sonnenschein.

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