Zensus 2011 Volkszählung: Hamburg auf dem Weg zur Geisterstadt?

aussenalster-vergnuegen-menschen-hamburg-katharina-kubicaKatharina Kubica

Hamburg. Im Grunde genommen hätten wir es ahnen können – gar müssen: Unsere geliebte Hansestadt geht die Elbe runter. Laut der neuen Zensus 2011 Volkszählung leben in Hamburg 82.000 Menschen weniger als bisher angenommen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für all jene, die Hamburg bereits als zwei Millionen Metropole betiteln wollten. Wachsende Stadt? Pustekuchen! Hamburg gehen die Leute aus! Wozu braucht es da noch eine Elbphilharmonie?

Die Indizien liegen auf der Hand: Wer ist schon mal an einem verregneten Donnerstag im Oktober um 13:45 Uhr durch die HafenCity gelaufen? Genau: Keine Menschenseele weit und breit.

Doch warum kommt erst jetzt raus, dass Hamburg womöglich schon bald eine trostlose Stadt sein wird – insofern künftige Volkszählungen ähnliche „Abweichungen“ präsentieren? Nun, dass Statistische Bundesamt erklärt es wie folgt: Man habe eben sehr lange keine Volkszählung mehr gemacht. Ja, was denn dann? Schiffe versenken gespielt? Nach über 20 Jahren wurde endlich mal wieder durchgezählt. Doch wer hätte mit solch einem Resultat gerechnet?


Befragt wurde interessanterweise nur ein Drittel der Bevölkerung. Im persönlichen Gespräch oder per schriftlicher Anfrage („Leben sie? Und falls ja: In Hamburg?“). Ansonsten wurden munter Daten gesammelt – etwa aus den Melderegistern. Und natürlich wurden auch die neuen hippen Medien mit in die Auswertung einbezogen. Twitter, Facebook und Co.: Der Mensch von heute teilt sich ja gerne mit im Netz. Früher kam das Bundesamt nicht ran an die Poesiealben von Drittklässlern – heute reicht ein Blick auf Facebook.

Hamburg: Hallo, ist da jemand?

Die Hansestadt ist somit stark gebeutelt. Zum einen werden 82.000 Mitbewohner vermisst (sachdienliche Hinweise gehen bitte ans Statistische Bundesamt). Und zum anderen muss Hamburg als Geberland nun 70 Millionen Euro mehr in den immer wieder gern gesehenen Länderfinanzausgleich zahlen.

Außer natürlich, die 82.000 „Vermissten“ Hamburger werden doch noch aufgetrieben. Und alles ist ein Irrtum! Insofern: Bitte einfach mal zu Hause nachschauen, vielleicht liegt ja ein Hamburger unter der Couch. Oder in der Gefriertruhe.

Aber mal im Ernst: Was ist eigentlich in den ganzen Containern, die den Hamburger Hafen täglich verlassen?

82.000 Hamburger – einfach so weg. Die Hansestadt auf dem Weg zur Geisterstadt? Hamburg Dungeon wird real?

Irgendwie gruselig.

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