Schiff rostet, Pinguine von Bord

hannover-marketing-tourismus-zoo-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Vor einiger Zeit rieben sich Hamburger verwundert die Augen: Da wird auf Plakaten die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit ihrem Zoo samt Hafenatmosphäre beworben. Und der Slogan: „Gibt’s nur in Hannover.“

Den PR-Strategen war sicherlich entgangen, dass auch die Hansestadt einen Zoo hat (Tierpark Hagenbeck). Ach so, und einen beschaulichen Hafen gibt’s auch.

Doch nun ist zu lesen: Im Themenpark „Yukon Bay“ im Zoo Hannover läuft es nicht so richtig rund. Auf dem dort vor Anker liegenden Schiff „Yukon Queen“ sind die Pinguine untergebracht. Doch blöderweise ist nach rund sieben Monaten die acht Millimeter dicke Stahlwand bereits durchgerostet.

Arche Noah in Hannover

Ein „galvanischer Prozess“ wurde bei der Bauplanung des Schiffes (nun offensichtlich) nicht berücksichtigt. Ein Rechtsstreit droht, Mehrkosten von 200.000 Euro stehen an und die Architekten müssen zum Rapport.

Ende November dann können die Pinguine wohl zurück an Bord. Derzeit sind sie in ihrem alten Gehege untergebracht – nur dort kann sie derzeit kein Besucher mehr sehen.

Auch Hamburg hat ja durchaus so seine Probleme mit einem Prestigeschiff: Die Elbphilharmonie in der Hafencity soll wieder einmal mehr kosten. 200.000 Euro in Hannover klingen da wie Peanuts.

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